21.05.2021 - 13:51 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Nasses Vergnügen mit vielen trockenen Regeln im Freibad Tirschenreuth

Schwimm-Autobahnen, Besuchsblöcke, aber auch weniger Eintritt: Der Besuch im Freibad wird ab 1. Juni möglich, jedoch etwas anders ablaufen.

Im Schwimmerbecken gelten strenge Regeln für die Nutzung. Freibad-Leiter Wolfgang Nurtsch (Mitte) erläutert dem Zweiten Bürgermeister Peter Gold (rechts) das System mit den getrennten drei "Schwimmautobahnen", die nur in einer Richtung genutzt werden können. Mit im Bild Stadtwerke-Leiter Thomas Kraus. Die Stadtwerke haben für den Betrieb des Bads ein umfassendes Hygienje- und Schutzkonzept ausgearbeitet.
von Werner Schirmer Kontakt Profil

Nach der Verordnung aus München hat Stadtwerke-Chef Thomas Kraus am Mittwoch den entscheidenden Auftrag für das Aufheizen der großzügigen Wasserflächen gegeben. Umfassende Vorarbeiten am Freibad an der Mähringer Straße wurden bereits vorgenommen. Mit dem letzten Schritt steht jetzt einer Öffnung am 1. Juni nichts mehr im Wege. Allerdings kann der Badespaß nicht so ablaufen, wie noch vor Corona. Denn noch wirkt die Pandemie und der Gesetzgeber verlangt für alle Bereiche des öffentlichen Lebens entsprechende Auflagen. Im Freibad ist dies an erster Stelle ein umfassendes Hygiene- und Schutzkonzept.

Information auf Homepage

Im vergangenen Jahr, während der Schließung für die Öffentlichkeit, hatten dies bereits die Vereine, denen die Nutzung erlaubt wurde, gewährleisten müssen. Ab dem 1. Juni müssen sich auch die üblichen Badbesucher an den Vorschriftenkatalog halten. Der findet sich demnächst übrigens auf der Internetseite der Stadtwerke, erläuterte Thomas Kraus. Die Angaben sollen dabei auch jeweils um die aktuellen Änderungen ergänzt werden. Zudem wollen die Stadtwerke auch gleich eine Reihe von möglichen Fragen beantworten, um so Klarheit über einen Freibadbesuch zu geben.

Maximal 350 Besucher

Zu den gravierenden Änderung werden die Öffnungszeiten gehören. Nachdem auch die Abstandsregeln weiter eine bedeutende Rolle spielen, wird die Zahl der Besucher begrenzt. Maximal 350 Personen dürfen gleichzeitig in die Anlage. Um hier eine größere Besucherzahl zu erreichen werden zwei Blöcke gebildet. So ist das Bad Dienstag bis Sonntag von 9 bis 13 Uhr sowie von 15 bis 19 Uhr jeweils vier Stunden geöffnet. Die Kontrolle der Zahlen erfolgt durch "Einmal-Eventarmbänder". Zwischen den Blöcken über Mittag werden auch vorgeschriebene Desinfektions- und Reinigungsarbeiten erfolgen.

Am Montag Schulsport

Am Montag ist das Bad für die Öffentlichkeit dann komplett geschlossen. An diesem Tag wird die Anlage dem Schulsport zur Verfügung stehen. Die Vereine werden das Bad außerhalb der offiziellen Zeiten nutzen dürfen. Durch die offiziellen Vorgaben könnten leider auch keine Schwimmkurse durchgeführt werden, ergänzt Wolfgang Nurtsch, Leiter des Bades.

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Tirschenreuth

Zu den auffälligen "Neuerungen" gehört an erster Stelle die Nutzung des großen Schwimmerbeckens. Hier werden drei "Schwimmautobahnen" geschaffen und durch Leinen abgetrennt. Jeweils zwei Bahnen bilden eine "Autobahn" und können dann in einer Richtung (eine Bahn vor, andere Bahn zurück) genutzt werden. Das Personal wird auch darauf achten, dass nur maximal 70 Personen gleichzeitig im Becken sind.

Zwei abgetrennte Bahnen (eine vor, andere zurück) bilden je eine "Schwimmautobahn".

Keine Warmduschen

Einen neuen Ablauf gibt es bei den Rutschen, die jeweils immer nur eine Person, oder ein Elternteil mit einem Kind, nutzen darf. Der Zugang wird entsprechend kontrolliert. Durch Absperrungen in den Toiletten wird hier ebenso auf die Abstände geachtet. Nichts ist das Bad in diesem Jahr für "Warmduscher". Diese Duschen dürfen aufgrund der Aerosol-Bildung nicht genutzt werden. Der Kiosk wird im Außenbereich geöffnet, wobei die Betreiber ein eigenes Hygienekonzept vorweisen müssen. Beim Zugang zum Freibad werden sich die Benutzer über die Luca-App registrieren müssen. Wer das nicht kann, dem stehen auch Formulare zur Verfügung, erläutert Kraus.

Mit der Öffnung liegt das Bad im angepeilten Zeitplan, der eben eine gewisse Dauer verlangt. Gerade bei den aktuellen Außentemperaturen ist das Anwärmen der Becken eine längere Aufgabe. So soll das Schwimmerbecken eine Wassertemperatur von 24 Grad Celsius vorweisen, in dem Nichtschwimmerbecken sogar 26 Grad. Der Badbesuch in diesem Jahr wird deutlich anders ablaufen. Viele Hinweisschilder, Bodenmarkierungen oder Absperrungen bestimmen den Betrieb, Masken und Abstand prägen das Bild. Aber immerhin kann ein bisschen Badespaß erlaubt werden. Und Wolfgang Nurtsch appelliert hier an die Eigenverantwortung der Besucher, damit dieses Angebot möglichst lange erhalten werden kann. Denn klar ist auch, dass steigende Inzidenzzahlen oder nachgewiesene Infektionen auch zu einer erneuten Schließung führen können.

Hintergrund:

Eintrittspreise gesenkt

Bei den vielen Einschränkungen zum Freibadbesuch kann Zweiter Bürgermeister Peter Gold mit einer positiven Nachricht aufwarten. Gerade wegen der Korrektur bei den Öffnungszeiten würden auch die Eintrittpreise in diesem Jahr gesenkt.

  • Geöffnet: Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen von 9 bis 13 und 15 bis 19 Uhr (zwei Besuchsblöcke). Am Ende der Besuchsblöcke haben alle Besucher das Bad zu verlassen.
  • Der Vier-Stunden-Aufenthalt kostet für Erwachsene 2 anstatt 3 Euro (zwei Punkte), Kinder und Jugendliche zahlen einen anstatt 1,50 Euro (ein Punkt).
  • Der Besuch von Kindern unter 12 Jahren ist nur in Begleitung Erwachsener erlaubt.
  • Punktekarten wird es auch in diesem Jahr geben. Allerdings keine Saisonkarten, da niemand sagen kann, wie die Saison verlaufen wird. Zudem könne es auch vorkommen, dass Besucher nicht ins Bad dürften, da die Zahl von 350 Gästen schon erreicht sei, erklärt Stadtwerke-Leiter Thomas Kraus.

 

 

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