20.09.2021 - 14:00 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Neuer Kanal in Tirschenreuth bietet Platz für Tausende Liter Regenwasser

Der neue Kanal in der Kleinklenauer Straße ist ein „Mords-Kaliber“. In Zahlen: Über 180 Zentimeter im Durchmesser weisen die Betonrohre auf. Da kann sich sogar ein Bürgermeister drin verstecken.

Der neue Stauraumkanal in der Kleinklenauer Straße ist ein ordentliches „Kaliber“. Die Rohre haben einen Durchmesser von über 1,8 Metern und sollen so auch große Regenwassermengen zurückhalten können. Dadurch werde das nachfolgende Netz entlastet. Im neuen Stauraumkanal kann sogar Bürgermeister Franz Stahl durchspazieren.
von Werner Schirmer Kontakt Profil

Der neue Kanal in der Kleinklenauer Straße ist ein "Mords-Kaliber". In Zahlen: Über 180 Zentimeter im Durchmesser weisen die Betonrohre auf. Da kann sich sogar ein Bürgermeister drin verstecken.

Die Arbeiten an den Kanal- und Wasserleitungen auf dem "Ziegelanger" gehören zu den Großbaustellen in der Kreisstadt. Mit den damit verbundenen Straßensperrungen können auch die Anlieger an den Umleitungen die Auswirkungen der Arbeiten spüren. Nachdem der vorgezogene Anschluss an die St.-Peter-Straße weit fortgeschritten ist, kann wenigsten hier wieder der Verkehr fließen. Die gesamte Fertigstellung des Projekts, mit der Neuanlage der Straße zum Abschluss, wird wohl erst im Frühjahr 2022 erfolgen. Die Sanierung des Kanalnetzes der Kreisstadt mit Leitungen zum Teil aus den 1930er Jahren zählt Bürgermeister Franz Stahl zu den größten Infrastrukturmaßnahmen der Stadt. In den kommenden zehn Jahren sollen Schritt für Schritt die schadhaften Stellen ausgebessert oder, wenn es nicht anders geht, komplett erneuert werden. Nach dem Start am "Ziegelanger" werde 2022 die Planung für die komplette Kanonikus-Mehler-Straße folgen.

Nach dem Beginn des aktuellen Abschnitts im östlichen Teil der Kleinklenauer Straße sowie im Angerweg und in der Planer Straße hätten die Arbeiten eigentlich auf der Kleinklenauer Straße weitergehen sollen. Durch die Verunreinigung der Wasserleitung durch Keime sei der Anschluss an den Kanal in der St.-Peter-Straße vorgezogen worden, schildert Stadtbaumeister Andreas Ockl den Verlauf. Dort seien auch ein großes Anschlussbauwerk sowie Kanalstücke in die St.-Peter-Straße vorgenommen worden. Immerhin soll der Anschluss die Wassermassen bei starkem Regen aus den höher liegenden Wohngebieten bewältigen.

Doch die größere Aufgabe bei der Wasserrückhaltung kommt dem neuen Kanal in der Kleinklenauer Straße zu. In dieser Form gehört das Bauwerk mit zu den größten Kanälen im Ort. Die Rohre weisen mit einem Querschnitt von über 1,8 Metern eine enorme Dimension auf. Rund 150 Meter lang wird dieser Kanal in der Straße verlegt und kann eine ordentliche Menge Wasser zwischenspeichern - und dann über den neuen Anschluss ans weitere Netz kontrolliert abgeben. Die Zeiten von Wasserfontänen, die bei starkem Regen aus den Kanaldeckeln sprudeln, sollten dann vorbei sein. Bei der Maßnahme werden von der Firma Leerrohre fürs Internet, sogenannte Speedpipes, mit verlegt. Bei Bedarf können die Anlieger auch die Anschlüsse zum Haus erneuern lassen. Während diese Stücke die Anlieger bezahlen müssen, werden die Kanal- und Wasserleitungen in der Straße, und natürlich auch die spätere Neuanlage der Fahrbahn, von der Stadt getragen. Dazu hofft Bürgermeister Franz Stahl auf einen 80-Prozent-Zuschuss zu den förderfähigen Kosten. Insgesamt geht man von Kosten in Höhe von rund 2,8 Millionen Euro für den ersten Abschnitt aus.

Beschwerden von Anwohnern an der B15 bei Tirschenreuth häufen sich:

Tirschenreuth
Bei der Erneuerung der Kanal- und Wasserleitungen wurde der Anschluss an die St.-Peter-Straße vorgezogen. Ein großes Anschlussbauwerk sorgt einmal dafür, dass die Wassermassen nach starken Regenfällen kontrolliert ins nachfolgende Netz abgelassen werden können.

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.