20.06.2019 - 16:22 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Stiftlandgriller fahren zur Bayerischen Meisterschaft

Die Stiftlandgriller wollen am Samstag bei der Bayerischen Grillmeisterschaft in Poing eine 45-köpfige Jury von ihrem Können überzeugen. Dabei treten sie auch gegen den amtierenden Deutschen Meister aus Schweinfurt an.

Die Stiftlandgriller fahren am Samstag zur Bayerischen Grillmeisterschaft nach Poing. Diese sechs Mitglieder gehen für den Verein an den Start: Erster Vorsitzender Markus Brunner, Kassier Karsten Heßing, Claus Bitterer, Tobias Grünbauer, Karl Maschauer und Zweiter Vorsitzender Thomas Haberkorn (von rechts).
von Lucia Seebauer Kontakt Profil

Zum ersten Mal nehmen die Stiftlandgriller an einer Bayerischen Grillmeisterschaft teil. Der Verein ist eines von 25 Teams, die am Samstag im oberbayerischen Landkreis Ebersberg die Kohlen zum Glühen bringen werden. „Es war eine offene Ausschreibung. Man konnte sich bewerben. Doch obwohl wir schnell dran waren, sind wir als 23. Team gerade noch reingerutscht“, erklärt Vorsitzender Markus Brunner.

An Fronleichnam steckt der Verein noch mitten in den Vorbereitungen. Für jedes Team dürfen in Poing sechs Personen antreten. Neben Brunner als Teamchef werden noch Thomas Haberkorn (Zweiter Vorsitzender), Karsten Heßing (Kassier), Tobias Grünbauer, Karl Maschauer und Claus Bitterer an der heißen Flamme stehen. So kurz vor der Meisterschaft sind die Teilnehmer aufgeregt. „So ein Wettbewerb ist Neuland für uns“, gibt Claus Bitterer zu.

Grillzangen mit Gottes Segen

Um sich richtig vorzubereiten, haben die Stiftlandgriller zwei Mal geprobt und ein eigenes Konzept entwickelt. „Das erste Training war noch Chaos. Es ist anstrengend, Gerichte mit Sterne-Niveau anzurichten. Doch beim zweiten Probelauf lief alles perfekt und wir konnten unser Zeitmanagement optimieren“, erklärt Bäckermeister Karl Maschauer stolz. Und damit ja nichts mehr schief gehen kann: „In einer Kirche haben wir unsere Grillzangen weihen lassen. Auch der Herrgott ist an unserer Seite“, sagt Maschauer mit einem Schmunzeln auf den Lippen.

Grillkohle, Geräte und auch eine Kanne Kaffee haben die Stiftlandgriller für die Bayerische Grillmeisterschaft besorgt. Am Samstag werden sie vier Gerichte präsentieren, die vor allem mit regionalen Lebensmitteln zubereitet werden.

Als oberstes Ziel nimmt sich das Team den ersten Platz vor. „Wenn das aber nicht klappt, würden wir uns freuen, zumindest in die Top-Ten zu kommen“, sagt Heßing. Dafür muss die Gruppe bestimmte Vorgaben des Wettbewerbs einhalten und den Geschmack einer 45-köpfigen Jury treffen. Auch die Konkurrenz ist nicht ohne: „Die ‚Los Grillos‘ aus Schweinfurt sind Teilnehmer. Das ist der amtierende Deutsche Meister“, betont Bitterer. Zudem sind die Stiftlandgriller nicht das einzige Team aus der Oberpfalz. Neben ihnen werden die „Oberpfälzer Grilljunkies“ um den bayerischen Titel kämpfen.

Blindverkostung

Um diesen zu erhalten, müssen vier Gänge gegrillt werden. „Das erste Gericht beinhaltet Schweinebauch mit Beilage. Wie man das dann ausgestaltet, bleibt jedem Team selber überlassen“, weiß Heßing. Doch was sie genau vorhaben, verraten die Stiftlandgriller vor der Meisterschaft nicht. „Jeder Gang wird blind verkostet. Das heißt, die Jury weiß nicht, von welchem Team das Gericht kommt.“ In den weiteren Gängen werden Burger, ein Team-Gericht nach Wahl (Chefs Choice) und ein Dessert serviert. „Wir sehen uns dort auch als Botschafter für das Stiftland. Alle unsere Lebensmittel, die wir mitnehmen, sind von regionalen Produzenten“, betont Brunner.

Bei jeder Runde werden sechs Teller für die Jury und ein Schauteller für das Publikum am Marktplatz in Poing vorbereitet. „Die Jury-Mitglieder sind keine Experten, sondern Laien, die sich beworben haben. Bewertet wird nach den Richtlinien der ’German Barbecue Association’. Das ist der nationale Dachverband der Grillvereine“, erklärt Brunner. So wird jedes Gericht mit den Punkten null bis zehn und nach Geschmack, Optik und Harmonie bewertet.

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Tirschenreuth

„Das alles geht schon ins Geld. Wir könnten das ohne Sponsoring nicht schaffen.“ So leiht unter anderem die Friedenfelser Brauerei der Truppe einen Lastwagen mit siebeneinhalb Tonnen. „Das Unternehmen schmeißt wegen uns extra den Dienstplan um, damit wir mit dem Fahrzeug unsere Ausrüstung transportieren können“, sagt Brunner. Obwohl die Ausrichter des Wettbewerbs Zelte, Pavillon oder Tische stellen würden, nehmen die Stiftlandgriller alles selber mit.

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Haunritz bei Kemnath

„Wir haben drei Kugelgrills, eine Feuerplatte sowie einen Keramikgrill dabei.“ Nach den Wettbewerbsregeln dürfen die Teilnehmer nämlich nur über offenem Feuer grillen und nicht mit Gas. Ebenfalls sind keine Töpfe oder Pfannen erlaubt. „Man darf aber Lebensmittel als Behältnisse nehmen“, verrät Brunner. „Es wird ein wenig wie ein Campingausflug“, meint der Vorsitzende. „Wir fahren am Freitag runter, um alles für Samstag aufzubauen. Da es keine Security gibt, werden wir neben unserem Equipment auf Feldbetten schlafen.“

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