02.08.2020 - 10:13 Uhr
TrausnitzOberpfalz

Grünes Licht für die Zukunft

Seit 2013 unternimmt die Gemeinde große Anstrengungen, die Breitbandversorgung im Gemeindegebiet dem modernsten Stand anzunähern. Jetzt will sie in das Gigabit-Programm des Freistaates einsteigen.

Eduard Maier von der Firma Breitbandberatung Bayern zeigt dem Gemeinderat den Weg in die digitale Zukunft.
von Richard BraunProfil

Der Breitbandausbau ist ein aktuelles Thema in der Bevölkerung. Die Erwartungen sind groß und die Bereitschaft zum Mitmachen vielerorts vorhanden. Bereits jetzt verfügen 34 Prozent der Haushalte über Glasfaserleitungen bis in das Haus. Dies ist ein sehr hoher Anteil, der aber noch weiter ausgebaut werden soll. Erklärtes Ziel des Gemeinderates ist es, bis 2026 alle Haushalte mit Glasfaser zu erschießen. Doch dieses hochgesteckte Ziel kann nur mit kompetenter Beratung und Unterstützung gelingen. Wie dies zu bewerkstelligen ist, zeigte Eduard Maier von der Firma Breitbandberatung Bayern dem Gemeinderat in seiner letzten Sitzung auf. Im ersten Schritt erstellte die Firma eine Bitratenanalyse für das gesamte Gemeindegebiet. Damit besteht die Möglichkeit, den Breitbandausbau messbar darzustellen. Das Ergebnis zeigt die Schwachpunkte auf, die es zu beseitigen gilt.

Weiterer Artikel aus einer Gemeinderatssitzung

Trausnitz

Das Ergebnis der Analyse kann unter der Webseite „Breitbandausbau Trausnitz“ in Erfahrung gebracht werden. Während die Ortschaften Köttlitz und Reisach bereits jetzt über Glasfaser ins Haus verfügen, wird der größte Teil der Gemeinde noch mit Kupferkabel ab dem KVZ versorgt. Je größer der Abstand zum Kabelverteiler ist, desto geringer ist die Ausbeute beim Endverbraucher. Häufig liegen die Fehler aber auch in der falschen oder veralteten Hardware des Nutzers. Etwas abgehängt von der Entwicklung ist die Ortschaft Atzenhof, die durch das Bundesprogramm erschlossen werden soll. Im Nachhinein hat sich dieser Schritt als Nachteil erwiesen. Mit dem Gigabit-Programm des Freistaates bietet sich nun die Möglichkeit, jede Adresse mit Glasfaser zu erschließen. Die Förderung kann dabei bis zu 90 Prozent betragen. Dadurch werden Raten von 200 Megabit und mehr möglich. Bürgermeister Martin Schwandner drängte darauf, dass dieses Mal das gesamte Gemeindegebiet in die Erschließung mit einbezogen wird. Obwohl bereits in den letzten Jahren bei jedem Straßenbau Leerrohre mit verlegt worden sind, die jetzt für den Breitbandausbau zur Verfügung stehen, wird die gesamte Erschließung nicht ohne flächendeckenden Tiefbau über die Bühne gehen. Nach eingehender Beratung gab der Gemeinderat grünes Licht für den Einstieg in das Gigabitprogramm des Freistaates. Mit der Planung wurde die Breitbandberatung Bayern GmbH beauftragt.

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