25.06.2020 - 18:27 Uhr
Oberpfalz

Trump gefährdet Vertrag mit Russland

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US-Präsident Donald Trump sagt, wo ein Teil der in Deutschland stationierten US-Truppen künftig sein soll. Das schadet den Osteuropäern mehr als es nützt. Ein Kommentar von Alexander Pausch.

US-Präsident Donald Trump (rechts) spricht neben seinem polnischen Amtskollegen Andrzej Duda während einer Pressekonferenz im Rosengarten des Weißen Hauses über die Verlegung von US-Truppen aus Deutschland nach Polen.
von Alexander Pausch Kontakt Profil
Kommentar

Nichts wünschen sich die Nato-Mitglieder im Osten sehnlicher als die Anwesenheit von mehr US-Truppen in ihren Ländern zur Abschreckung Russlands. Deshalb freuen sie sich über die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, mehr Soldaten nach Polen zu senden. Doch das Angebot hat Pferdefüße. Sollten diese US-Soldaten aus Deutschland kommen, fürchten Polen, Litauen, Lettland und Estland, dass sie in der Auseinandersetzung zwischen Berlin und Washington zerrieben werden könnten. Denn anders als Trump wissen diese Länder genau, ohne Deutschland als Aufmarschgebiet für US-Verstärkungen sind sie im Konfliktfall verloren.

Zum anderen gefährdet eine zu große Stationierung in den einstigen Mitgliedstaaten des Warschauer Pakts oder der ehemaligen Sowjetunion die Nato-Russland-Akte aus dem Jahr 1997. Eine der letzten verbliebenen Vereinbarungen zwischen West und Ost. Ein Aus bedeutet aber noch weniger Sicherheit und Stabilität.

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