Ullersberg bei Ursensollen
31.03.2021 - 10:04 Uhr

Marterl erinnert an gefallenen Verwandten

Das Marterl in Ullersberg wurde renoviert. Bild: Annemarie Lehmeier/exb
Das Marterl in Ullersberg wurde renoviert.

Nicht zu übersehen ist dieses wunderschön renovierte Marterl kurz vor Ullersberg. Von der Kreisstraße aus Richtung Haag kommend, biegt man kurz vor Leinsiedl zu dem Ort ab, dann fällt es einem, in der Abendsonne golden leuchtend, ins Auge. Wie der vor kurzem verstorbene Landwirt Johann Kurz erzählte, hat seine Mutter Theresia dieses Flurdenkmal errichtet zum Andenken an ihren drei Jahre jüngeren und im Zweiten Weltkrieg gefallenen Bruder Josef Lehmeier aus Winkl. Im Juli 1912 geboren, verstarb er am 2. Februar 1943 an der Ostfront.

Johann Kurz erinnerte sich noch gut daran, wie er als kleiner Bub mit seiner Mutter zu diesem Marterl gegangen war. Die Mutter pflegte es mit Liebe, oft brachten die beiden frische Blumen mit und stellten diese dort ab. Bis zum Straßenbau in den 70er-Jahren stand es auf der gegenüberliegenden Seite mit Blick zur aufgehenden Sonne – ein Zeichen der Auferstehung.

Und so kam es, dass auch Johann Kurz in seinem Leben eine besondere Beziehung zu diesem Flurstock aufbaute. Für ihn war das Marterl von großen Wert. Deshalb hatte er noch im vergangenen Jahr dessen Renovierung veranlasst, die vor kurzem abgeschlossen wurde.

Ullersberg renoviertes Marterl. Bild: Annemarie Lehmeier
Ullersberg renoviertes Marterl.
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