12.05.2020 - 16:28 Uhr
UrsensollenOberpfalz

Neues Wohnheim in Ursensollen: Senioren wohnen in bester Lage

Für Ursensollen ist es ein Groß- und Wunschprojekt zugleich: Wenn in zwei Jahren das Seniorenheim "Wohnen am Nussbaumpark" öffnet, soll davon die gesamte Gemeinde generationenübergreifend profitieren – auch mit einem Café in bester Lage.

Die Bauarbeiten haben begonnen: In bester Lage am Dorfplatz errichtet die Baufirma Anton Steininger die Einrichtung „Seniorenwohnen am Nussbaumpark“.
von Tobias Gräf Kontakt Profil

Für den neuen Bürgermeister Albert Geitner war es der erste Spatenstich seiner Amtszeit, wie er am Dienstag vor Corona-bedingt kleinem Publikum freudig verkündete. Gemeinsam mit seinem Amtsvorgänger Franz Mädler und Tatjana Richter, der Oberin der Schwesternschaft Wallmenich-Haus Amberg vom BRK, gab Geitner den symbolischen Startschuss für das Bauprojekt "Seniorenwohnen am Nussbaumpark".

Das Wohnungsunternehmen Amberg (WU) lässt als Investor für 6,5 Millionen Euro ein Seniorenwohnheim zentral am Dorfplatz errichten. "Den Nussbaumpark müssen wir uns gedanklich noch vorstellen, der wird nämlich erst nächstes Jahr angelegt", sagte WU-Geschäftsführer Dieter Gerl bei seiner Ansprache vor der bereits ausgehobenen Baugrube. Doch wenn das beauftrage Unternehmen Anton Steininger aus Neunburg vorm Wald das von Architekt Markus Meier geplante Haus in zwei Jahren fertigstellen wird, biete die Einrichtung laut Gerl 21 barrierefreie Wohnungen, 15 Tagespflegeplätze, 2 Wohngruppen und einen öffentlichen Gemeinschaftsraum - "und das in herausragender Lage im Zentrum von Ursensollen".

Erste Initiative vor 15 Jahren

Dass die Schwesternschaft Wallmenich-Haus Amberg, die als Betreiber Pflege und Betreuung der Senioren übernimmt, in der Gemeinde mit offenen Armen empfangen wird, betonte Tatjana Richter.

"Seit 15 Jahren schon bemüht sich Herr Mädler darum, die Schwestern nach Ursensollen zu locken." Mehrere Versuche schlugen fehl, auch Auswahl und Erwerb eines passenden Grundstücks erwiesen sich als schwierig. Dass es nun doch endlich gelungen ist, eine Senioreneinrichtung für betreutes Wohnen nach Ursensollen zu bringen, sei überfällig, so Richter: "Die Nachfrage in der Region nach unseren Diensten ist sehr groß.

Auch in Kümmersbruck gibt es gute Nachrichten für Senioren.

Kümmersbruck

Vor allem der Bedarf an ambulanter Pflege, der bisher nicht richtig abgedeckt ist, ist enorm." Für die Rot-Kreuz-Schwestern, die in Amberg bereits das Clementine-von-Wallmenich-Haus betreiben, sei der Standort in Ursensollen "der erste Sprung in den Landkreis", sagt Richter. Ihr Betreuungs- und Pflegeangebot könne nun auch den älteren Menschen in Ursensollen und - dank ambulantem Pflegeservice - auch in der Umgebung angeboten werden. Aufträge würden in einem Umfeld von 10 bis 15 Kilometern angenommen, informierte die Oberin. Zudem gehöre auch Essen auf Rädern, Beratung und hauswirtschaftliche Versorgung zum Leistungskatalog.

Tagespflege für bis zu 15 Gäste

Neben dem ambulanten Service bietet die Schwesternschaft im "Seniorenwohnen am Nussbaumpark" künftig ein dreigeteiltes Konzept:

"Das Haus wird für bis zu 15 Gäste montags bis freitags eine Tagespflege bieten. Dabei wohnen die Senioren weiter zu Hause, werden aber tagsüber von Pflegern betreut und fachgerecht unterstützt. Dies bringt für Angehörige eine Entlastung und bietet den Senioren eine Unterbrechung des Alltags," beschrieb Richter die Ausrichtung.

Das Angebot umfasst auch betreutes Wohnen in 21 Wohnungen, die als Eigentums- oder Mietwohnung bezogen werden können. "Hier können sowohl Alleinstehende als auch Ehepartner einziehen. Darüber hinaus werden zwei Wohngruppen für Menschen mit Demenz eingerichtet." Dabei leben je Wohngruppe maximal neun Pflegebedürftige unter dem Motto "gemeinsam ein Zuhause gestalten" - ähnlich wie in einer Familie - in einem Haushalt zusammen und werden dabei rund um die Uhr betreut.

Besonders stolz ist die Oberin auch auf das vernetzte Versorgungsangebot. Dies ermögliche Partnern auch im Alter zusammen zu bleiben. "Oft scheitert es daran, dass der eine Partner schon krank und pflegebedürftig ist während der andere noch rüstig ist." Das Wohnkonzept in der Einrichtung am Nussbaumpark verhindere eine Trennung. Hier könne der rüstige Partner in die betreute Wohnung einziehen und der Pflegebedürftige lebt - innerhalb derselben Wohnanlage - in der ambulant betreuten Wohngemeinschaft. "Dadurch wird Leben unter einem Dach ermöglicht", sagte Richter.

Der neue Bürgermeister Albert Geitner (Dritter von links) absolvierte den ersten symbolischen Spatenstich in seiner Amtszeit.
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.