12.12.2019 - 18:32 Uhr
UrsensollenOberpfalz

In Ursensollen erfüllt sich der Traum von den Sternen

Wünsche sind dazu da, erfüllt zu werden. Und so ist es nur folgerichtig, wenn in Ursensollen ein Planetarium eingeweiht wird. In 3D und mit eigener Sternwarte.

Es ist ganz großes Planeten-Kino. Ursensollens Bürgermeister Franz Mädler (vorne links) sowie dem Vorsitzenden des Fördervereins Volkssternwarte Amberg-Ursensollen, Professor Matthias Mändl (rechts daneben) war es vorbehalten, das Planetarium offiziell in Betrieb zu nehmen.
von Andreas Ascherl Kontakt Profil

Ursensollens Bürgermeister Franz Mädler fühlte sich am Donnerstag ein bisschen so wie vor 50 Jahren Neil Armstrong, als er den Mond betrat. Nicht jeden Tag kann man schließlich ein Planetarium einweihen. Aber es ergibt sich auch nicht jeden Tag eine Konstellation, wie man sie in Ursensollen findet. Mit einem astronomiebegeisterten Bürgermeister Franz Mädler und einem visionären Vorsitzenden des Fördervereins Volkssternwarte Amberg-Ursensollen, Professor Matthias Mändl.

Gemeinsam hatten sie einen Traum, mit Hilfe vieler fleißiger Hände, dem Geld des Freistaats, der EU und nicht zuletzt der Gemeinde Ursensollen konnte er umgesetzt werden. 1,5 der über 2,2 Millionen Euro für den Bau, so sagte es Franz Mädler, kommt aus öffentlichen Töpfen, den Rest übernimmt Ursensollen. "Es ist ein Leuchtturmprojekt mindestens für die Mittlere Oberpfalz", strich Mädler die Bedeutung des Planetariums heraus, das neben Hamburg das einzige in Deutschland mit 3D-Technik ist.

Ursensollen

"Man macht es aus Liebe zur Heimat", begründete er die Hartnäckigkeit, mit der er und Matthias Mändl ihren Traum verfolgt haben. Dabei war es eher Zufall, dass es das Planetarium gibt, sagte Matthias Mändl. Vor 21 Jahren hätten 14 Menschen gemeinsam den Förderverein gegründet. Doch zunächst habe dieser eine Odyssee über Feldwege, Panzerplatten und Wälder der Stadt Amberg und des Landkreises erlebt, bevor man den jetzigen Standort in Ursensollen gefunden und eine kleine Sternwarte aufgebaut habe.

Die Sterne näher bringen

"Wir versuchen den Menschen die Sterne näher zu bringen", nannte Mändl eine Motivation, die seinen Verein dazu bringt, sich ein Planetarium samt angeschlossener Sternwarte ans Bein zu binden. Denn auch das ist außergewöhnlich in Ursensollen: Planetarium und Sternwarte findet man in einem Gebäude. Die Bilder aus den Teleskopen können so bei Bedarf auch in die große Kuppel übertragen werden. Nicht weniger als das Universum sichtbar zu machen sei Ziel des Planetariums.

Für dessen Bau nicht nur 80 Prozent Firmen aus der Gemeinde und dem Landkreis stammen, sondern auch mit den EVH-Architekten aus Amberg sowie dem Landschaftsarchitekten Christopher Trepesch auch die Planer aus der Region kommen. Trepesch und Architekt Stefan Vogl erläuterten den Gästen am Donnerstag dann, wie aus der Idee, einen Ersatzbau für eine marode Sternwarte zu schaffen, ein ganzes Planetarium geworden ist. Regierungspräsident Axel Bartelt jedenfalls war bei der Eröffnung "tief beeindruckt".

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