Die Truppenabzugspläne von US-Präsident Donald Trump waren Thema einer Besprechung von MdL Harald Schwartz mit den stellvertretenden Bürgermeistern der Stadt Vilseck, Thorsten Grädler und Markus Graf, sowie den Fraktionsvorsitzenden von CSU und Junger Union, Peter Lehner und Jonas Dittrich. Der Fraktionschef der CSU-Stadtratsfraktion wollte laut einer Presseinformation der Jungen Union "Hintergründe und Einschätzungen aus dem Landtag wissen, weil sich viele besorgte Bürger an ihn wandten".
„Es wäre nicht nur für die direkt betroffenen Mitarbeiter der US-Armee schlimm. Die Arbeitgeber und Arbeitnehmer aus Vilseck, die indirekt von den Streitkräften leben, müssten nach jetzigen Stand auch mit schlimmen Folgen rechnen“, zitiert die Pressemitteilung Peter Lehner. Harald Schwartz berichtete den Anwesenden von Gesprächen mit Staatssekretär Thomas Silberhorn, den Bundestagsabgeordneten und Bürgermeistern der betroffenen Gemeinden. Sein Fazit: „Es ist erkennbar, dass alle Ebenen sehr bemüht sind und gut zusammenarbeiten.“ Ganz wichtig sei aus seiner Sicht, dass vor Ort schlüssige Konzepte entwickelt werden. Förderprogramme zur Unterstützung der Kommunen müssten dann auf den höheren politischen Ebenen, grundsätzlich zunächst im Bundestag, eventuell auch im Landtag, diskutiert und beschlossen werden.
Vielversprechende Möglichkeiten
Als besonders wichtig betrachtet es Schwartz, dass ein Regionalmanager bei einer höheren Behörde installiert wird, der sich um eine Bewältigungsstrategie in den betroffenen Regionen kümmert. Der Dritte Bürgermeister der Stadt Vilseck, Markus Graf, meinte: „Ich glaube nicht, dass die Amerikaner zu einhundert Prozent abziehen werden, von daher starten wir sicher nicht bei null. Die Kompensation der weiteren Schäden können wir mit großer Anstrengung und Kooperation aller Ebenen und Parteien aber sehr gut hinbekommen.“ Peter Lehner stimmte Schwartz vor allem bei dem Konzept vor Ort zu: „Es gibt mehrere Möglichkeiten, die vielversprechend klingen. Beispielsweise fällt mir ein Gründerzentrum für Start-Ups ein.“
Vilsecks Zweiter Bürgermeister Thorsten Grädler appellierte, das Kirchturmdenken aufzugeben: „Wir müssen uns dringend mit den anderen betroffenen Kommunen vernetzen. Diese große Herausforderung lässt sich nicht allein in Vilseck lösen, sondern besser im Verbund. Meiner Meinung nach wäre die Errichtung einer Sonderwirtschaftszone ein vernünftiger Weg. Dies hat in der Geschichte schon des Öfteren funktioniert. Außerdem bietet die Digitalisierung Chancen für Kommunen, die beispielsweise keinen Autobahnanschluss haben. Umso wichtiger ist es gerade jetzt, die Ausweisung von Gewerbeflächen in Vilseck massiv nach vorne zu treiben.“
Hightech-Offensive als Chance
Der Fraktionsvorsitzende der Jungen Union, Jonas Dittrich, stimmte Grädler zu. Für ihn liegt in der sogenannten „Hightech-Offensive“ eine große Chance: Das bayerische Kabinett habe eine solche im vergangenen Jahr "völlig zu recht beschlossen". Auch in unserer Region würden damit Projekte mit modernster Forschung gefördert. "Warum sollte sich Vilseck also nicht auch mit der OTH vernetzen, um für beide Seiten gewinnbringend zu sein?“ Dittrich riet davon ab, sich zu sehr auf einen langsamen Abzug zu versteifen: „Ein Tod auf Raten führt letztlich auch dazu, dass man stirbt.“ Alle Gesprächspartner waren sich einig, dass man im engen Kontakt bleiben muss.





















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