29.09.2020 - 12:07 Uhr
WaldershofOberpfalz

Schüler bleiben cool mit Milch aus der Region

Gesunde Ernährung ist schon für die jüngste Generation ein wichtiges Thema. Kreisbäuerin Irmgard Zintl warb jetzt in der Jobst-vom-Brandt-Schule für die Produkte aus heimischer Landwirtschaft.

Für die Milch als coolen Drink warb eine Abordnung der Landfrauen, des Bayerischen Bauernverbandes und des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten bei den Kindern der Jobst-vom-Brandt-Schule. Mit dabei waren (von links) Schulleiterin Petra Andritzky, Anne König, Ulrich Härtl, Sabine Kastner, Renate Preiß, Irmgard Zintl, Christiana Enslein und Michaela Härtl.
von Oswald ZintlProfil

Der Weltschulmilchtag unter dem Motto „Milch, ein cooler Drink für Kinder“ am 30. September ist bei den Landfrauen dick im Kalender markiert. Die im Bayerischen Bauernverband organisierten Frauen haben diesen Termin im Vorfeld zum Anlass genommen, in Kindergärten und Schulen auf das EU-Schulprogramm für Milch, Obst und Gemüse hinzuweisen. „Milch und Milchprodukte sind gesund, gerade für Kinder“, betonte Kreisbäuerin Irmgard Zintl beim Besuch in der Jobst-vom-Brandt-Schule.

Über dieses Programm, das aus Landes- und EU-Mitteln finanziert wird, erhalten Kinder an Kindergärten, Grund- und Förderschulen kostenlos Milch und ausgewählte Milchprodukte, wobei in Bayern ausschließlich reine Milcherzeugnisse ohne Zuckerzusatz gefördert werden. „Es könnten sich deutlich mehr Kindergärten und Schulen beteiligen und dieses besondere Angebot nutzen“, sagte die Kreisbäuerin. „Mit der Verteilung kommen die Kinder auf den Geschmack und sie erfahren nebenbei, was gesunde Ernährung ausmacht. Milchprodukte sind leicht verdaulich und liefern Energie für Gehirn und Muskeln, außerdem unterstützt der wertvolle Mineralstoff Calcium das Knochenwachstum.“

Und noch einen Vorteil sah Irmgard Zintl im EU-Programm: „Wenn Betriebe aus der Region Schulen und Kindergärten beliefern, stärkt dies auch unsere heimische Landwirtschaft. Und eine größere Nachfrage der Einrichtungen wäre zugleich ein Anreiz für noch mehr regionale Lieferanten, ins Programm einzusteigen.“

Coronabedingt mussten dieses Jahr die Obst-, Gemüse- und Milchlieferungen teilweise eingestellt werden. Auch die bewährten Aktionen der Landfrauen in Zusammenarbeit mit den Ämtern für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten rund um den Weltschulmilchtag, etwa durch Hofbesuche und die Zubereitung von leckeren Milch-Shakes, mussten ausfallen. „Sobald es die aktuelle Lage zulässt, werden wir das wieder anbieten“, ergänzte die Kreisbäuerin.

Christiana Enslein vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten blickte auf die Geschichte des Weltschulmilchtages zurück, der vor 20 Jahren von der Welternährungsorganisation ins Leben gerufen wurde und in 40 Ländern verbreitet ist. In Bayern beteiligen sich über 2400 Einrichtungen am EU-Schulmilchprogramm. Unter Berücksichtigung der Situation rund um Corona mussten die sonst üblichen Aktionstage mit Lernstationen rund um die Milch und die Lebensbedingungen der Tiere auf den Bauernhöfen dieses Jahr abgesagt werden.

Die Kinder der Jobst-vom-Brandt-Schule hatten sich gut auf den Besuch der Landfrauen vorbereitet und konnten viele Fragen zur Milch und Tierhaltung beantworten. Schulleiterin Petra Andritzky kündigte an, die Schule für das Projekt anzumelden und das bisherige Obstangebot um Milchprodukte zu erweitern. „Wir haben coronabedingt im Frühjahr die bewährte Obst- und Brotzeitausgabe durch die Schüler eingestellt“, informierte Andritzky. Zwischenzeitlich habe sich in Zusammenarbeit mit der Stadt eine neue Lösung ergeben. Mit Nasrin Al Haso sei der Pausenverkauf neu besetzt und werde sehr gut angenommen.

Der Bauerverband unterstützt auch Gastronomen mit Milchgutscheinen

Tirschenreuth

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