16.02.2020 - 13:32 Uhr
WaldershofOberpfalz

Die Zukunft der Kindergärten

Einen Monat vor der Kommunalwahl stehen die Waldershofer Bürgermeisterkandidatinnen Rede und Antwort. Sie stellen sich vor über 400 Zuhörern einer Podiumsdiskussion von Oberpfalz-Medien und Frankenpost.

Die Bürgermeisterkandidatinnen Margit Bayer (links) und Michaela Härtl (rechts) stellen sich den Fragen der Redakteure Wolfgang Benkhardt (Zweiter von rechts) und Gerd Pöhlmann (Zweiter von links).
von Autor FPHProfil

Wie geht es weiter mit den drei Kindergärten - mit Sankt Sebastian in Waldershof sowie Piccolino in Poppenreuth und dem angegliederten Waldkindergarten? Die beiden Kandidatinnen lassen am Samstagabend keinen Zweifel daran, dass die Kinder für sie eine hohe Priorität haben und die Kindergärten mit ihren unterschiedlichen pädagogischen Konzepten erhalten bleiben sollen.

"Ich möchte einen Neubau in Poppenreuth", sagt Michaela Härtl (Freie Wähler), und zwar mit einer Krippengruppe und zwei Kindergartengruppen. Und das müsse schnell gehen, denn die Eltern hätten einen Anspruch auf Betreuung. Sie stelle sich - auch wenn das sehr sportlich gedacht sei - einen Zeitrahmen von zwei Jahren vor. Der jetzige Zustand mit dem Kindergarten im Feuerwehrhaus sei alles andere als optimal. Mit einer zweiten Kindergartengruppe in Poppenreuth könnte man den Kindergarten Sankt Sebastian entlasten und hiermit die Ortsteile stärken. Allerdings: Es müsste erst noch ein Grundstück gefunden werden. Danach zu suchen, wäre eine ihrer ersten Aktionen als Bürgermeisterin.

Kein Grundstück

Auch Margit Bayer (CSU) erklärt, dass man den Kindergarten Piccolino brauche. Es sei aber schwierig, einen schnellen Neubau zu versprechen, da man noch kein Grundstück habe. Notfalls müsse man den Flächennutzungsplan ändern, um an ein Grundstück zu kommen. Bei der Suche danach sei auch der Wählerbund mit im Boot. "Wir lassen nichts unversucht." Anders als Härtl spricht sich Bayer für nur eine Kindergartengruppe aus. "Piccolino soll ein kleiner Dorfkindergarten bleiben." Um im Kindergarten Sankt Sebastian in Waldershof Platz zu schaffen, will Bayer die Kinderkrippe auslagern und in einem Neubau an der Ludwig-Hoffmann-Straße bei der Schule unterbringen.

Während Michaela Härtl beim vom Stadtrat beschlossenen Konzept der Gesamtleitung für alle drei Kindergärten bleibt, will Margit Bayer dieses Konzept auf den Prüfstand stellen. Der Grund: "Die Mitarbeiter fühlen sich damit nicht wohl." Und um die pädagogischen Konzepte auch in Zukunft umsetzen zu können, brauche man zufriedene Mitarbeiter. Beide Kandidatinnen betonen, dass sie die Kindergärten zur Chefsache erklären würden - für eine externe Beratung wollen sie aber künftig offen sein.

Im Blickpunkt:

Pfarrer als "Glücksfee"

Etwas nervös betreten Margit Bayer und Michaela Härtl die Bühne in der Aula der Jobst-vom-Brandt-Schule. Doch die Anspannung löst sich spätestens nach der Vorstellungsrunde, zu der die Moderatoren Wolfgang Benkhardt (Oberpfalz-Medien) und Gerd Pöhlmann (Frankenpost) bitten.

Spannend ist natürlich bei der Frage „Wieso bin ich die richtige Bürgermeisterin für Waldershof“ wer zuerst das Wort ergreifen darf. Hier bittet Wolfgang Benkhardt Stadtpfarrer Bernd Philipp um Mithilfe. Er spielt „Glücksfee“. Das Los fällt auf Michaela Härtl. (hd)

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