Bei der Jahreshauptversammlung im Jugendheim hörten die Mitglieder in den Rechenschaftsberichten eine eindrucksvolle Leistungsbilanz. Engelbert Franz, Vorstand für Finanzen und Betriebswirtschaft, ging detailliert auf das Vereinsgeschehen ein. Mit 31 Neuaufnahmen habe der BVS-Rehasportverein einen gewaltigen Zulauf erfahren. Der Entwicklung stünden aber auch 12 Todesfälle und 20 Austritte entgegen. Die vielen Austritte begründete der Sprecher entweder mit Wegzug oder durch den Umzug in ein Seniorenheim. Aktuell zähle der Verein 265 Mitglieder. Der Mitgliedsbeitrag, so Franz, werde auch in diesem Jahr nicht angehoben, obwohl man mit 25 Euro Jahresbeitrag sicherlich bayernweit einen der niedrigsten Beitragssätze habe.
Anschließend ging Franz auf das sportliche Angebot des BVS-Rehasportvereins ein. Es gebe die Herzsportabteilung, die von Edith Balk geleitet wird, eine Abteilung für Osteoporose/Krebsnachsorge/Diabetes/Asthma- und Lungenkranke/Orthopädie, die Margret Dressel leitet, und mehrere Gruppen mit Wassergymnastik. Dazu komme noch eine Nordic-Walking-Abteilung und die spielerische Abteilung, in der vornehmlich Flugball angeboten wird. Eine weitere Spieleabteilung, Boccia, stehe kurz vor der Gründung. Franz bedankte sich vor allem bei den Übungsleiterinnen Carmen Henning, Edith Balk, Margret Dressel und Eva Ristl. Sie alle leisteten Enormes und sie investierten dafür viel Freizeit. Mit dem ehemaligen Chefarzt des Krankenhauses Tirschenreuth, Dr. Norbert Fischer, habe man sogar einen weiteren Arzt gewinnen können.
Im gesellschaftlichen Bereich nannte der Sprecher unter anderem die Sonnwendfeier. "Wir sind stolz, unseren Mitgliedern etwas bieten zu können." Deshalb auch sein Appell an die Mitglieder, sich mehr im Verein einzubringen. Der Vorstand und die Übungsleiter alleine könnten dies alles nicht mehr bewältigen. "Wir arbeiten nicht für uns, sondern für euch." Wer aktiv im Vorstand mitarbeiten wolle, soll sich melden.
Einen Kurzbericht über die Arbeit in der Sparte Flugball gab Margret Dressel. Sie nannte als Höhepunkt die bayerischen Meisterschaften, das Flugballturnier und den Besuch von Freundschaftsturnieren. Aktuell nehmen in Waldsassen elf Männer und Frauen regelmäßig an den Übungsstunden für Flugball teil.
Die anschließenden Neuwahlen leitete Bürgermeister Bernd Sommer: Vorsitzender des Bereichs für Finanzen und Betriebswirtschaft wird auch in den kommenden drei Jahren Engelbert Franz aus Mitterteich sein. Robert Zinnecker ist Vorsitzender im Bereich Organisation und Öffentlichkeitsarbeit. Als Vorsitzender für die EDV-Organisation wurde Günther Kraus aus Tirschenreuth im Amt bestätigt. Zur neuen Vorsitzenden für den Sportbetrieb wurde Eva Ristl gewählt. Als Kassenrevisorinnen wurden Renate Goblirsch und Maria Stingl bestätigt.
Bürgermeister Bernd Sommer betonte: "Der BVS-Rehasportverein Waldsassen ist eine gute Adresse für Menschen, die gesundheitliche Probleme haben." Diese seien hier sehr gut aufgehoben. Gerade auch deshalb sicherte er auch zukünftig die Unterstützung der Stadt zu. Abschließend wurde per Mehrheitsentscheid der Vereinsausflug 2020 festgelegt. Es setzte sich eindeutig der Spreewald vor Eisenach und Leipzig durch. Hintergrund
Betrüger wollte Geld vom BVS-Rehasportverein
Im November war das Vorstandsteam des BVS geschockt. Ein Betrüger versuchte den Verein um 8.300 Euro zu erleichtern. Robert Zinnecker bekam einen Anruf eines Mitarbeiters einer örtlichen Bank und fragte ihn, ob er, Zinnecker, diese Überweisung in genannter Höhe unterzeichnet habe. Robert Zinnecker verneinte dies jedoch, er verwies darauf, dass für finanzielle Transaktionen Engelbert Franz zuständig sei. Zinnecker fuhr sofort zur Bank. Dort zeigte man ihm diese fingierte Überweisung mit seiner gefälschten Unterschrift. Robert Zinnecker erstattete sofort bei der Polizei Strafanzeige. Bis heute habe man jedoch von diesem Vorfall nichts mehr gehört.
Verzicht auf Verordnungen der Rentenversicherung
In seinem Kassenbericht freute sich Franz, dass die Abrechnungen mit den Krankenkassen „wie am Schnürchen klappen“. Probleme gebe es jedoch bei den Rentenversicherungen – nicht bei der Rentenversicherung Bayern Süd, sondern vor allem mit der Rentenversicherung im Bund Berlin. Die Zahlungsmoral dieser Behörde sei katastrophal. Zum Teil müsse man mehr als vier Monate auf das Geld warten. Er habe deshalb schon einen „bitterbösen“ Brief nach Berlin geschickt. Daraufhin habe ihn die dortige Chefin persönlich angerufen, und ihm ihr Leid geklagt, wonach die Hälfte der Mitarbeiter krank sei. Zum Besseren habe sich bisher aber nichts geändert. Er werde deshalb dem Vorstand des BVS vorschlagen, künftig auf Verordnungen, die von der Rentenversicherung kommen, zu verzichten.














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