Waldthurn
03.09.2021 - 15:27 Uhr

Große Trauergemeinde nimmt Abschied von Werner Arnold

Bei der Begräbnismesse für Werner Arnold erklingt das Lied von der „Schwarzen Madonna“, zu ihr ist der Altöttingwallfahrer 30 Mal zu Fuß den ganzen Weg von Regensburg nach Altötting gepilgert. Eine große Trauergemeinde nimmt nun Abschied.

Werner Arnold. Archivbild: Johann Bäumler
Werner Arnold.

Der Waldthurner Schreinermeister und ehemalige stellvertretende Bürgermeister Werner Arnold ist nach längerem Leiden in der Nacht zum Samstag (28. August) im Alter von 79 Jahren auf der Palliativstation im Klinikum Weiden verstorben. Pfarrer Norbert Götz erinnerte zunächst an die Kindheit des Verstorbenen, der im April 1942 geboren wurde und mit drei Schwestern aufwuchs. Im Juni 1964 heiratete er seine Lydia, ihnen wurden zwei Töchter und zwei Enkelkinder geschenkt. Arnold hatte viele Interessen, Jagd, Rauhaardackelzucht, Bienen, Fischerei und die Berge waren seine Leidenschaften, die Schreinerei hat er mit 55 Jahren an Alois Bäumler übergeben. Seit Februar 2018 verschlechterte sich sein Gesundheitszustand. „Das Ziel am letzten Tag bei der Wallfahrt nach Altötting ist für alle ergreifend, Herr Arnold hat nun sein Ziel bei Gott erreicht“, so Götz..

"Bedeutende Persönlichkeit"

Die Gesangsgruppe Triangel mit Steffi Daubenmerkl, Andrea Götz und Doris Völkl umrahmte mit den Organisten Marina Daubenmerkl und Georg Schmidbauer die Begräbnismesse. Anschließend führte ein langer Trauerzug zum Waldthurner Friedhof. Kameraden der Feuerwehr Waldthurn trugen den Sarg zum Grab, eine Bläsergruppe mit Simon Schwab, Sabine Dewald, Sophia Mäckl und Konstantin Stahl begleiteten die Beerdigung musikalisch. „Mit seinem Tod ist unsere Gemeinde um eine bedeutende Persönlichkeit ärmer geworden“, sagte Bürgermeister Josef Beimler. Der „Hammüllner“ habe sein Leben in den Dienst seiner Heimat gestellt. Er baute seine Schreinerei zu einem Vorzeigebetrieb aus, der weit über die Grenzen der Marktgemeinde hinaus bekannt war. „Sein Wissen, sein Können und seine Energie haben ihn zu Achtung und Anerkennung verholfen“.

Vielfältig engagiert

Darüber hinaus stand die Familie im Mittelpunkt, trotzdem ließ er es sich nicht nehmen, Verantwortung in seiner Heimatgemeinde zu übernehmen. Ab 1978 lenkte er zwei Jahrzehnte die Geschicke des Marktes als Gemeinderat und war sechs Jahre stellvertretender Bürgermeister. Die Freien Wähler verlieren einen geradlinigen Kommunalpolitiker mit Ecken und Kanten, dem das Gemeinwohl über alles ging. Nur wenige Namen verbindet man so mit dem OWV Waldthurn und der angeschlossenen Skiabteilung, wie den von Werner Arnold. Anfang 1961 trat Arnold in den OWV ein und lenkte Jahrzehnte die Geschicke des Vereins. 43 Jahre war er Zweiter Vorsitzender, 27 Jahre führte der begeisterte und erfolgreiche Skilangläufer die Skiabteilung als Spartenleiter. Auf seine Initiative hin sei der Grundstein für die Skihütte am Langlaufzentrum gelegt worden. Arnold war beim Kick`n Stammtisch (37 Jahre), beim Schützenverein Waldthurn (39 Jahre), beim Siedlerbund (42 Jahre) und beim FSV Waldthurn (58 Jahre). Mit dem Lied „Vom guten Kameraden“ verabschiedete sich die Feuerwehr Waldthurn vom Verstorbenen, der 54 Jahre bei ihr Mitglied war. Die Grenzlandjagdhornbläser Kreisgruppe Vohenstrauß spielte abschließend für ihren Jagdkollegen.

Tirschenreuth16.02.2021
 
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