19.09.2018 - 17:47 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Angeblich angeschossener Hund am Hammerweg: Fall für die Polizei

Wurde am Hammerweg ein Hund angeschossen? Die Gerüchteküche brodelt seit Tagen. Am Gassiweg, der vom Erlen- und Ulmenweg abzweigt, hängen entsprechende Warnschilder. Nun steht fest: Es ist tatsächlich ein Hund verletzt.

Diese Wunde hat sich der angeblich angeschossene Hund am Hammerweg zugezogen.
von Sonja Kaute Kontakt Profil

(jak) Wurde am Hammerweg ein Hund angeschossen? Die Gerüchteküche brodelt. An einem beliebten Gassiweg, der vom Erlen- und Ulmenweg abzweigt, hängen entsprechende Warnschilder. Nun steht fest: Es ist tatsächlich ein Hund verletzt. "Wir haben den möglichen geschädigten Hundebesitzer ausfindig gemacht", verkündet Thomas Fritsch, Sprecher der Weidener Polizei, am Mittwoch. Bei seinem Mischling handle es sich wohl um das Tier, auf das sich die Warnschilder am Hammerweg beziehen.

Erstmeldung zum Thema

Weiden in der Oberpfalz

Beim Spazierengehen auf dem Pfad in den Wald habe der Mischling laut Herrchen plötzlich gejault und sich geleckt. Zuhause habe der Besitzer die Verletzung entdeckt und das Tier zu einer Tierärztin im Landkreis gebracht. Bei der Polizei habe der Mann sich nicht gemeldet, weil die Ursache der Wunde nicht zuzuordnen gewesen sei.

Nach Sichtung des Fotos mit der Verletzung des Hundes sagt Thomas Fritsch: "Wir können nicht ausschließen, dass es eine Schusswunde ist." Man könne es allerdings auch nicht sicher bestätigen. Die Tierärztin, die den Hund behandelt hat, könne ebenfalls nicht zweifelsfrei sagen, ob die Wunde eine Schussverletzung ist. Er habe am Mittwoch mit ihr gesprochen. "Sie konnte sich zunächst nicht recht an den Hund erinnern", weil sie die Wunde nicht als Schussverletzung angesehen habe. Ein Hund reagiere laut Tierärztin beispielsweise ähnlich wie das betroffene Tier, wenn sich plötzlich ein schmerzhafter Abszess von selbst öffnet.

Gerüchte über Schrot und Kinder mit Softair-Pistolen

Zwei Gerüchte kursieren am Hammerweg zu den angeblichen Schüssen auf den Hund. Demnach handle es sich entweder um eine Verletzung durch Schrot oder um spielende Kinder im Wald, die mit Softair-Pistolen um sich schießen. Zumindest das erste Gerücht scheint derzeit unwahrscheinlich. "Ich bin kein Waffenexperte, aber bei Schrot stelle ich mir eine Streuung vor, als hätte man mit Splitt geschossen, mit lauter kleinen Verletzungen", so Fritsch. Der Mischling hat jedoch eine einzelne, tiefe und kreisrunde Fleischwunde.

Zum Gerücht, die Verletzung stamme von von Kindern abgefeuerten Softair-Pistolen, sagt Fritsch: "Das ist gut möglich, aber wir haben dazu keinerlei Hinweise bekommen." Es habe zwar jemand am Samstag zwei Knallgeräusche gehört. Aber der Zeitpunkt passe nicht zum vom Hundebesitzer genannten Zeitpunkt der Verletzung. Keine Informationen gebe es bei der Polizei dazu, ob in der Straße An der Herbstau ein weiterer verletzter Hund lebe, wie es eine Gassigeherin erzählt hatte. Sollte dies wahr sein, sollte sich der Besitzer bei der Weidener Inspektion melden.

Die Polizei werde den betroffenen Bereich am Hammerweg verstärkt mit in die Streife einbeziehen. Wer Hinweise hat, solle sich an die Rufnummer 0961/401-321 halten.

Weiden in der Oberpfalz
Weiden in der Oberpfalz
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp