16.11.2021 - 15:24 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Bald mehr Recht für Fahrradfahrer in der Asylstraße?

Fahrradfahrer aufgepasst: Die Stadtverwaltung Weiden überlegt, die Einbahnstraße Asylstraße für den Fahrradverkehr in gegenläufiger Richtung freizugeben. Damit dürfte ein anderer Weg für Autofahrer in dieser Straße endgültig passé sein.

Einfahrt verboten: Für Radfahrer könnte diese Regel in der Asylstraße in Weiden bald aufgehoben werden.
von Simone Baumgärtner Kontakt Profil

Das Konzept zur Vorlage im Hauptverwaltungsausschuss demnächst steht, der Beschluss aber fehlt noch. So hat das Amt für öffentliche Ordnung der Stadt Weiden geprüft, inwiefern die Asylstraße für den gegenläufigen Fahrradverkehr freigegeben werden kann. Das Urteil: Es ginge. Doch was spricht dafür, dass künftig Radfahrer entgegen dieser Einbahnstraße nahe des Adolf-Kolping-Platzes unterwegs sein dürfen?

Gerade erst ist die Asylstraße neu asphaltiert worden, eine entsprechende Fahrbahnmarkierung sei erfolgt, heißt es im Vorlagebericht. Das sei ein guter Zeitpunkt gewesen, um in Sachen Radverkehr genau hinzuschauen. Das Ergebnis: In der Asylstraße herrsche nach dem Rechtsabbiegeverbot in Richtung Adolf-Kolping-Platz, mit dem Schleichweg-Fahrer ausgebremst werden sollten, relativ wenig Verkehr. Obendrein sei die Fahrbahn sehr breit, es existieren Ausweichstellen und die Straße sei übersichtlich gestaltet. Das alles spricht laut Vorlagebericht für die Freigabe der Asylstraße für den gegenläufigen Fahrradverkehr.

Viele neue Schilder

Allerdings brauche es dazu eine entsprechende Beschilderung. Unter dem Zeichen Einbahnstraße müsste ein Schild "Radfahrer kreuzen von rechts und links) angebracht werden; unter dem Zeichen "Verbot der Einfahrt" brauche es an den Ein- und Ausfahrtschleusen eine Markierung, die an den Knotenpunkten auf die Radfahrer aufmerksam mache. Zu Beginn der neuen Regelung seien übergangsweise Hinweisschilder auf den Radverkehr auch "in Gegenrichtung" nötig.

Markierung statt Betonsteine

Was allerdings endgültig weichen wird, sind die Betonsteine. Sie stellte die Stadt einst im Kampf gegen Schleichwegfahrer auf, um zu verdeutlichen, dass das Rechtsabbiegen von der Asylstraße zum Adolf-Kolping-Platz nun verboten ist. Wenn sie verschwinden, wird an dieser Stelle eine entsprechend Fahrbahnmarkierung erfolgen, erklärt das Amt für öffentliche Ordnung. Die Markierung wird deutlich machen, dass Autofahrer definitiv nicht mehr nach Rechts abbiegen dürfen. Einst hatte die Stadt mit dem Gedanken gespielt, diese Regelung wieder zu lockern. Aber so gilt definitiv weiter das Linksabbiegegebot am Ende der Asylstraße hinein in die Sedanstraße für Autofahrer. Radfahrer dagegen haben – wie bisher schon – die Wahl, rechts oder links abzubiegen.

Konkret können die Pläne aber erst nach einer entsprechenden verkehrsrechtlichen Anordnung in die Tat umgesetzt werden. Geeignete Witterungsverhältnisse brauche es obendrein, erklärt das Amt für öffentliche Ordnung – und den Segen des Hauptverwaltungsausschusses. Dieser tagt übrigens zu diesem und weiteren Themen am Donnerstag, 18. November, um 14.30 Uhr im großen Sitzungssaal im Neuen Rathaus.

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