05.03.2020 - 17:21 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Barrierefreiheit: Bahnhof Weiden vom Abstellgleis holen

Seit Jahren wünschen sich die Weidener einen barrierefreien Bahnhof. Fehlanzeige. Doch nun hofft Bürgermeister Lothar Höher in Sachen Umbau auf das Jahr 2025. Immerhin: "Wir lagen schon mal bei 2040."

Der Bahnhofsbereich von Weiden. Hier stehen in den kommenden zehn Jahren erhebliche Veränderungen an, unter anderem der barrierefreie Ausbau mit Anbindung an den Ortsteil Lerchenfeld (rechts).
von Volker Klitzing Kontakt Profil

Lothar Höher spricht von Schande. Er schäme sich für jeden Menschen mit Behinderung und jede Mutter mit Kinderwagen, die am Weidener Bahnhof aussteigen müssen. Doch jetzt gibt es tatsächlich "erstmals Chancen", wie Alois Lukas (CSU) im Sonderausschuss Innenstadtentwicklung betonte, dass der Bahnhof in absehbarer Zeit barrierefrei umgebaut werde. In Zusammenhang mit Anträgen der CSU und der SPD zur Anbindung des Stadtteils Lerchenfeld sagte Höher, man sei jetzt einer von zwölf Standorten in Bayern mit der Priorität eins. Und das Thema Barrierefreiheit, für das laut Brigitte Schwarz (SPD) seit zehn Jahren gekämpft werde, sei nicht mehr an die geplante Elektrifizierung gekoppelt. Das von CSU-Fraktionschef Markus Bäumler genannte Jahr 2030 geht dem Bürgermeister nicht weit genug. "Wir waren bei 2040, jetzt aber wollen wir 2025 schaffen."

Der lange Kampf ist für Reinhold Wildenauer (Bürgerliste) ein Beispiel, wie sich Frust beim Bürger aufstaue. Jetzt gebe es aber einen Hoffnungsschimmer. Allerdings müssen an den Verhandlungen mit der Bahn 16 Untergruppierungen beteiligt werden. Gisela Helgath erinnerte an Gespräche mit der Bahn zum Stadtumbau West. "Die waren suboptimal."

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