16.09.2020 - 10:19 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Bombensuche: Klinikum Weiden wird teilweise evakuiert

Die weitläufige Evakuierung des Geländes rund um die SpVgg Weiden am Sonntag, 27. September, wegen des Verdachts einer zu entschärfenden Fliegerbombe hat auch Auswirkungen auf das Klinikum Weiden. Es kommt zu einer Teil-Evakuierung.

Auch das Klinikum Weiden ist von der Bombensuche betroffen: Im Betrieb am Sonntag, 27. September, gibt es deshalb einige Einschränkungen.
von Simone Baumgärtner Kontakt Profil

Das Klinikum Weiden bleibt nicht von den Folgen der Bombensuche am Sonntag, 27. September, rund um das Wasserwerk-Stadion verschont: Es wird wegen dieses Tages teilevakuiert, heißt es in einer Pressemitteilung am Mittwochvormittag. „Die Versorgung und Sicherheit unserer Patienten ist trotz der Teilevakuierung in vollem Umfang gewährleistet und sichergestellt“, betonen darin Vorstand Dr. Thomas Egginger und Medizinische Direktorin Michaela Hutzler in einer Pressemitteilung am Mittwoch. Das gelte sowohl für neuralgische Abschnitte und Abteilungen wie Notaufnahme, Kreißsaal oder Kinderklinik als auch für andere Bereiche wie Operationssäle, MRT, CT oder Endoskopie.

Pressesprecher Michael Reindl stellt klar: Meldungen in anderen Medien, wonach das Klinikum Weiden vollständig evakuiert werden muss, sind nicht korrekt. Patienten seien nur in einem geringen Maß betroffen. „Wir müssen ausschließlich kleinere Bereiche unseres Klinikums evakuieren, nämlich die Palliativstation und die Station 201 der Klinik für Neurologie, die sich in unserem Neubau an der Gabelsbergerstraße befinden“, erklärt Medizinische Direktorin Michaela Hutzler. Diese Patienten werden während der Teilevakuierung auf anderen Stationen des Klinikums Weiden untergebracht, betreut und behandelt.

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Die zu evakuierenden Bereiche des Klinikums seien in enger Abstimmung mit dem Kampfmittelbeseitigungsdienst definiert worden. Dabei handle es sich um das Schwesternwohnheim (Bereitschaftszimmer und Büros), die komplette Küche und die im Neubau untergebrachten Stationen. Der Weiterbetrieb aller anderen Abschnitte sei als unbedenklich eingestuft worden.

Während Sperrung auch Notfall-Eingriffe möglich

Konkret heißt das, fast alle Kliniken-Abschnitte seien an diesem Tag voll einsatzfähig. Wie im Normalbetrieb könnten auch während der Sperrung des Gebiets beispielsweise Notfall-Eingriffe durchgeführt werden. Geburtswehen plagen eine werdende Mutter am Bombensuch-Tag: „Auch unser Kreißsaal steht wie gewohnt zur Verfügung, es gibt keine Einschränkungen der medizinischen Versorgung und Betreuung bei spontanen Geburten“, sagt Hutzler. Weil das Klinikum aber im Zeitraum der Sperrung von 8 bis 18 Uhr nicht von Privatpersonen angefahren werden kann, erfolgt die Koordination von Transporten für Notfallpatienten oder eben Schwangere ausschließlich über die Integrierte Leitstelle, die regulär über die 112 erreichbar ist. In Ausnahmefällen – wie zum Beispiel einer Geburt – ist dabei auch eine Begleitperson erlaubt.

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Patienten werden wie gehabt versorgt

Auch intern ändere sich an den Abläufen am Klinikum Weiden nicht viel. „Trotz Evakuierung der Küche ist die Speisenversorgung unserer Patienten gewährleistet. Alle Bereiche – von Kreißsaal über Kinderklinik und Notaufnahme bis zu den Intensivstationen – werden wie im Normalbetrieb aufrechterhalten und stehen vollständig zur Verfügung. Auch die Anlieferung von Notfallpatienten per Rettungshubschrauber, zum Beispiel für Patienten mit einem Polytrauma nach Unfällen, ist an diesem Tag möglich“, erklärt die Medizinische Direktorin.

Neuer Anfahrtsweg für Rettungswagen

Leicht anpassen müssten sich einzig die Rettungstransporte, die Notfälle nicht über die Bismarckstraße, sondern über den Haupteingang der Notaufnahme in der Söllnerstraße ans Klinikum bringen werden. „Wir sind sehr froh, dass uns und unseren Patienten trotz Teil-Evakuierung alle Einrichtungen und die gesamte Medizintechnik wie gewohnt zur Verfügung stehen. Damit ist die Sicherheit und Versorgung aller Patienten vollständig gewährleistet“, betont Vorstand Egginger nochmals.

Fragen und Antworten zur Evakuierung

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Info:

Bombensuche und Klinikum: So läuft's ab

  • Am Tag der Bombensuche sind keine Besucher am Klinikum Weiden erlaubt.
  • Patienten können an diesem Tag nicht selbständig die Notaufnahme aufsuchen – sie erhalten Informationen über das weitere Vorgehen telefonisch entweder direkt über die Integrierte Leitstelle (112) oder die Hotline der KVB (116117).
  • Die Integrierte Leitstelle Nordoberpfalz (ILS, erreichbar unter 112) organisiert den Transport von zu Hause ins Klinikum und entscheidet, ob bei kleineren Verletzungen oder Erkrankungen die Behandlung im Klinikum Weiden oder einem anderen Krankenhaus, zum Beispiel Tirschenreuth, einer Kassenärztlichen-Vereinigung-Bereitschaftspraxis oder beim diensthabenden Bereitschaftsarzt erfolgen kann oder muss.
  • Die Bereitschaftspraxis der Kassenärztlichen Vereinigung (KV), die sich im Klinikum Weiden befindet, ist an diesem Tag ebenfalls geschlossen.
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