29.08.2019 - 10:06 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Brandstifter schlägt wieder zu

Jetzt scheint es wirklich offensichtlich: Ein Feuerteufel treibt in Neunkirchen sein Unwesen. Auch beim dritten Brand innerhalb weniger Wochen in dem Stadtteil geht die Kripo von Brandstiftung aus und prüft mögliche Zusammenhänge.

Erneut Einsatz in Neunkirchen: Die örtliche Feuerwehr rückt am Donnerstagmorgen zum Brand eines Gartenhauses aus.
von Jutta Porsche Kontakt Profil

Alarm am Donnerstag gegen 6.45 Uhr: In Neunkirchen brennt ein Gartenhaus. Der dritte Fall innerhalb weniger Wochen. Anfang Juli war bereits eine Scheune völlig niedergebrannt. Einige Wochen später brannte eine Holzlege.

Bereits beim Brand der Scheune am 8. Juli um 3.45 Uhr nachts hieß es anschließend, dass die Polizei Brandstiftung nicht ausschließt. Diesmal wurde die Feuerwehr zum Schwelbrand eines Gartenhauses in der Hofackerstraße gerufen. Ein Passant hatte die ILS laut Leitstellenchef Herbert Putzer informiert. "Innerhalb von sechs Minuten war die Feuerwehr Neunkirchen vor Ort."

Nach Angaben von Einsatzleiter Christian Müller, Kommandant der Neunkirchener Wehr, handelte es sich um einen Glimmbrand an der Eingangstür. "Das war mit ein paar Litern Wasser gelöscht." Personen kamen nicht zu Schaden. Zwölf Mann der Neunkirchener Wehr waren vor Ort. Sie haben das Gebäude anschließend geöffnet, gelüftet und auf Glutnester kontrolliert. Den Schaden beziffert Pressesprecherin Sandra Mallmann vom Polizeipräsidium Oberpfalz in Regensburg auf rund 3000 Euro.

Blick zurück auf den 8. Juli: Damals war der Vorfall wesentlich dramatischer. Gegen 3.45 Uhr steht eine Scheune in der Pfarräckerstraße lichterloh in Flammen. Über 80 Einsatzkräfte aus Neunkirchen, Weiden, Frauenricht und Neustadt/WN rücken an und bekämpfen die Flammen. Dass es den Wehrmännern so schnell gelingt, ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Grundstücke zu verhindern, ist nicht zuletzt dem Umstand zu verdanken, dass sich die Scheune ganz nah hinter dem Feuerwehrhaus befindet. So war die Schlauchleitung zum Brandort schnell verlegt. Heu oder Maschinen waren in diesem Gebäude nicht eingelagert. Es gab auch keine Stromquellen im Inneren, so dass die Polizei bald in Richtung Brandstiftung ermittelte. Ein Zeuge hatte damals außerdem einen Mann vom Tatort weglaufen sehen.

Das zweite Feuer in Neunkirchen betraf einen Holzunterstand in der St.-Michael-Straße. Ein aufmerksamer Nachbar hatte am 13. August laut Polizei den Schwelbrand entdeckt und dank schneller Alarmierung Schlimmeres verhindert. Zurück blieb ein Schaden im mittleren dreistelligen Bereich. In allen drei Fällen zusammen schätzt die Polizei den Schaden auf eine mittlere fünfstellige Summe.

Für ihre Ermittlungen ist die Weidener Kripo dringend auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen. Sie fragt deshalb: Wer hat Personen oder Fahrzeuge am 29. August gegen 6.45 Uhr in der Hofackerstraße oder in der Nähe beobachtet, die im Zusammenhang mit dem Brand stehen könnten? Wer kann zu den Bränden am 8. Juli gegen 5.40 Uhr (Feldscheune) oder zum Schwelbrand an dem Holzunterstand vom 13. August gegen 3.20 Uhr sachdienliche Angaben machen? Hinweise werden unter der Telefonnummer 0961/401291 entgegengenommen.

Der Schwelbrand an der Eingangstür des Gartenhauses ist gelöscht. Auch in diesem Fall hat ein aufmerksamer Passant die Leitstelle rechtzeitig alarmiert.
Komplett niedergebrannt ist diese Scheune am 8. Juli in der Pfarräckerstraße. Damals waren mehrere Feuerwehren im Einsatz und verhinderten ein Übergreifen auf benachbarte Häuser. Der Schaden fiel mit fast 50000 Euro dennoch recht hoch aus.

Im August brannte in Neunkirchen ein Holzstand

Neunkirchen bei Weiden in der Oberpfalz

Im Juli brannte in Neunkirchen eine Scheune

Weiden in der Oberpfalz
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