30.07.2021 - 11:48 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Bundestagswahl 2021: Was Sie als Wähler in Weiden wissen müssen

Am 26. September stimmt Weiden mit ganz Deutschland über den nächsten Bundestag ab. Ob wieder in Wahllokalen gewählt werden kann, wie die Briefwahl funktioniert, wer die Direktkandidaten sind und welche Parteien antreten, lesen Sie hier.

Auch Weidener wählen im September den neuen Bundestag. Zwölf Direktkandidaten stehen zur Auswahl.
von Simone Baumgärtner Kontakt Profil

Wann wird abgestimmt? Wie? Und wie haben die Wahllokale in Weiden geöffnet?

Die Bundestagswahl ist am Sonntag, 26. September. Die Wahl findet in Form einer Brief- und Urnenwahl statt. Die Wahllokale in Weiden haben am Wahltag von 8 bis 18 Uhr geöffnet.

Wo ist mein Wahllokal?

Das steht auf der Wahlbenachrichtigung, die laut Auskunft der Stadt Weiden Ende August an die Wähler versandt wird. Diese wird wegen der besseren Lesbarkeit nicht in Karten-, sondern in Briefform in einem verschlossenem Umschlag versandt.

Wie und wo kann ich Briefwahl in Weiden beantragen?

Auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung befindet sich bereits ein Vordruck, der ausgefüllt an die Stadt zurückgesandt wird. Der Antrag kann aber auch gestellt werden, bevor die Wahlbenachrichtigung zugestellt wurde. Dazu braucht es folgende Angaben: Familienname, Vornamen, Geburtsdatum und Wohnanschrift (Straße, Hausnummer, Postleitzahl, Ort).

Als Weidener wähle ich im Wahlkreis 235. Was heißt das?

Weiden bildet zusammen mit den Landkreisen Neustadt und Tirschenreuth den Wahlkreis 235. Folglich stimmen knapp 170.000 Wahlberechtigte hier ab. In der kreisfreien Stadt Weiden sind es an die 33.000.

Wer sind die Direktkandidaten in meinem Wahlkreis?

  • CSU: Für die CSU tritt Albert Rupprecht an. Der gebürtige Waldthurner und Diplom-Volkswirt sitzt seit 2002 im Bundestag. Damals zog er noch über die Landesliste ein, später als Direktkandidat. Hierbei erreichte er 2005 48,4 %, 2009 44,9 %, 2013 55,1 % und 2017 46,3 % der Erststimmen im Wahlkreis.
  • SPD: Für die SPD tritt Uli Grötsch an. Der ehemalige Polizist zog 2013 und 2017 über die Landesliste in den Bundestag ein. Er konnte 2017 22,3 % der Erststimmen holen und erhielt damit mehr Zustimmung als seine SPD (19,4 %).
  • FDP: Die Liberalen schicken die Frauenärztin Silke Klotz aus Weiden ins Rennen. Die 47-Jährige ist langjähriges Mitglied bei den Liberalen und trat zuletzt bei der Stadtratswahl in Weiden an. Dort machte sie den größten Satz auf der Liste nach vorne: Sie sprang von Platz 30 auf 8.
  • Freie Wähler: Der Direktkandidat der Freien Wähler ist Tobias Groß. Der IT-Systemelektroniker aus Edeldorf kandidierte zuletzt für den Landtag.
  • Bündnis 90/Die Grünen: Die 53-jährige Anne Droste aus Windischeschenbach tritt als Direktkandidatin für die Grünen an. Die gelernte Krankenschwester, Stadt- und Kreisrätin (Landkreis Neustadt) setzte sich in einer Stichwahl gegen den Erbendorfer Josef Schmidt durch.
  • Die Linke: Christian Weidner will für die Linke in den Bundestag. Der 51-jährige Kaufmann tritt damit nach 2017 erneut an. Damals erreichte er 4,4 % der Erststimmen im Wahlkreis.
  • ÖDP: Der ÖDP-Kreisverband schickt seinen Vorsitzenden Christian Wallmeyer aus Waldthurn ins Rennen. Er ist 48 Jahre alt und arbeitet als Diplom-Ingenieur.
  • Bayernpartei: Roland Bayer ist der Direktkandidat der Bayernpartei, 1977 geboren und gelernter Bäcker aus Zessau (Trabitz). Zuletzt wollte er als Bürgermeister in Trabitz antreten, bekam aber nicht genug Unterstützerunterschriften. Damals zählte seine Partei 8 Mitglieder in Trabitz. 7 braucht es für eine Gründung.
  • AfD: Der Direktkandidat der AfD ist Manfred Schiller. Der Unternehmer aus Weiden wirkt seit 2020 im dortigen Stadtrat.
  • dieBasis: Der Kreisverband der Partei gründete sich im März. Einer der Vorsitzenden ist Dietmar Assel. Seit April ist er auch Direktkandidat. Der Gastronom und einstige Partyveranstalter im Josefshaus hatte schon mal politische Ambitionen: Als FDP-Mitglied trug er sich mit dem Gedanken, als Oberbürgermeister in Weiden zu kandidieren.
  • #parteifrei #Gemeinsam gewinnen! #Gemeinsam verändern! #Einfach mal anders: Erststimme Dippel!: Konrad Dippel ist aus Trabitz, parteilos und startet seinen fünften Anlauf für ein Direktmandat im Wahlkreis Weiden. Der 50-Jährige erzielte seit 2005 jeweils das drittbeste Erststimmenergebnis nach dem CSU- und SPD-Kandidaten. Sein bisher bestes Resultat holte er 2009 mit 14,1 % der Erststimmen.
  • Keine CO2-Steuer. Wiederherstellung unserer Grundrechte!: Helmut Bauer ist 62 Jahre alt, Steinmetzmeister, Frührenter und der zweite unabhängige Direktkandidat. Das heißt, der Eslarner ist nicht von einer Partei vorgeschlagen, sondern von einzelnen Wahlberechtigten im Wahlkreis. Mindestens 200 Unterstützeruntschriften waren bislang nötig. Heuer genügten wegen der Coronapandemie 50. Bauer tritt seit Jahren immer wieder politisch in Erscheinung, zuletzt als Organisator ostbayerischer Querdenker-Demos, 2019 als Organisator einer Demonstration gegen die "Klimalügner".

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