13.01.2020 - 12:05 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Christkindlmarkt Weiden: Standbetreiber erhalten künftig früher Bescheid

Da haben sie die Bescherung: Der Christkindlmarkt 2019 findet ein Nachspiel im Stadtrat. Auf SPD-Antrag versichert die Verwaltung einstweilen, Ab- und Zusagen an Standbetreiber künftig "fristgerecht" zu erteilen.

Den Weidener Christkindlmarkt 2019 veranstaltete die Stadt erstmals wieder in Eigenregie. Anlaufprobleme blieben bei der Organisation nicht aus.
von Ralph Gammanick Kontakt Profil

Für gehörig Unruhe in der eigentlich staaden Zeit sorgte vor allem die Klage der Familie Renner, die mit ihrem Glühweinstand erstmals seit 43 Jahren nicht zum Zuge kam. Erst am 24. Oktober erhielt sie den Ablehnungsbescheid – bis dahin hatte sie längst die nötigen Bestellungen für die Saison getätigt. Über eine "finanzielle Katastrophe" schimpfte zudem die Betreiberin eines Crepes-Standes, die dem Christkindlmarkt immerhin 17 Jahre lang angehörte und nun ebenfalls kurzfristig von ihrer Nichtberücksichtigung erfuhr. Die SPD wollte dem Vorgang, über den sich in Leserbriefen und sozialen Medien auch viele Bürger empörten, auf den Grund gehen. Die Ausschreibungsmodalitäten hinterfragte sie ebenso wie den Zeitpunkt der Zu- oder Absagen sowie der Information darüber. Und sie fordert in ihrem Antrag, "für die kommenden Jahre das Ergebnis der Ausschreibung bis zum Juli den Marktkaufleuten mitzuteilen, so dass diese Planungssicherheit haben".

Nun rückt das Thema auf die Tagesordnung der Stadtratssitzung am Montag, 20. Januar (Beginn um 15 Uhr im Neuen Rathaus). Im Vorlagebericht dazu versichert die Stadtverwaltung zwar, alle Bewerber künftig fristgerecht über Zu- und Absagen zu informieren. Allerdings sei das im Juli, wie es die SPD fordert, nicht möglich, "da das Stadtrecht hierfür andere Zeiträume vorgibt". Laut Marktsatzung beginnt die Abgabefrist für Anträge auf Standplätze am 1. März, und sie endet erst am 31. Juli. Innerhalb des folgenden Monats muss die Stadt dann darüber entschieden haben.

Warum das 2019 nicht geklappt hat? Gegenüber Oberpfalz-Medien argumentierte Rechtsdezernentin Nicole Hammerl zunächst, wegen der Urlaubszeit hätten sich die Planungen verzögert. Der Vorlagebericht liefert nun eine andere, detailliertere Erklärung. Demnach sei beabsichtigt gewesen, die Budenstadt größtenteils auf den Unteren Markt zu verlegen und noch größer und attraktiver zu gestalten. "Amt 32 konnte jedoch bis Oktober nicht in Erfahrung bringen, ob die vorhandene Stromversorgung ausgereicht hätte, um den ungleich höheren Bedarf der Beschicker im Vergleich zu reinen Wochenmärkten zu decken." Als man nicht weiter zuwarten konnte, sei im Oktober entschieden worden, den Christkindlmarkt wie bisher am Oberen Markt und nur zu einem kleinen Teil am Unteren anzusiedeln.

Weiden in der Oberpfalz
Weiden in der Oberpfalz
Weiden in der Oberpfalz

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.