Im Business-Park an der Böttgerstraße eröffneten die Ostbayerische Technische Hochschule (OTH) und R-Tech, ein Unternehmen der Stadt Regensburg, den zweiten Standort der Digitalen Gründerinitiative Oberpfalz (DGO).
„Die DGO wirkt für uns in einen Bereich hinein, der für die Wirtschaft in der Region ganz wichtig ist“, unterstrich Professor Wolfgang Weber, der federführende Verantwortliche für das Projekt: „Existenzgründungen sind für die Regionalentwicklung entscheidend.“ Einbezogen seien auch die Landkreise und kreisfreien Städte aus der gesamten Oberpfalz.
Die DGO wende sich an junge Unternehmer mit frischen Ideen. Sie zu betreuen und zu coachen – darunter besonders die Absolventen der eigenen Hochschule, die den Weg in die Selbstständigkeit suchten –, sei eine wesentliche Aufgabe dieser Initiative, erläuterte Weber. Dazu zähle, dass Start-up-Firmen Flächen zur Verfügung gestellt und bei ihrem Einstieg in die unternehmerische Tätigkeit unter die Arme gegriffen werde.
Kreatives Milieu
Auf 700 Quadratmetern Bürofläche in Weiden haben jetzt junge Start-ups Gelegenheit, sich in einem kreativen Milieu und im Austausch mit anderen Gründern aus den Bereichen Technik und Wirtschaft zu entwickeln. Und auch in Zusammenarbeit mit der Hochschule: „Das ist die Idee, die dahintersteckt“, sagte Weber. „Wenn es um technische oder betriebswirtschaftliche Fragen und Lösungen geht, stehen zehn Kooperationspartner zur Verfügung. Da gehören auch Banken dazu."
"Unser Ziel ist, auf diese Weise Arbeitsplatzeffekte in der nördlichen Oberpfalz auszulösen." Weiden und Amberg würden Büroflächen anbieten, genauso wie es Regensburg im Süden des Regierungsbezirks mache, erklärte Weber. Die Hälfte der DGO-Büros in der Böttgerstraße sei bereits von vier Start-up-Firmen belegt. "Für die weiteren Räume gibt es Anfragen."
Wie Weber betonte, würden im E-House, dem anderen Gründerzentrum, momentan Büroräume frei werden. "Gerne können sich weitere Interessenten an uns wenden." Voraussetzung sei eine "schöne, digitale Geschäftsidee".
Regionaler Bezug wichtig
Die Anmietung sei normalerweise zeitlich unbegrenzt. "Sie ist nur dann begrenzt, wenn Firmen sehr stark expandieren und sehr viele Arbeitsplätze schaffen. Was wir ja hoffen." Zwei Unternehmen hätten die DGO bereits verlassen und sich in der Region auf eigene Beine gestellt: "Die haben größere Räume gebraucht."
Der regionale Bezug sei den Betreuern von der OTH sehr wichtig. Man wolle keine Firmen "hochcoachen", "die uns dann in Richtung Ballungsräume verlassen", machte Weber deutlich. Sein Appell an die Politik: "Bitte nicht mehr anprangern, was die Nordoberpfalz nicht hat, sondern herausstellen, was sie bieten kann."
Gefördert werde das Projekt durch das Bayerische Wirtschaftsministerium, sagte Weber. Als Mitglied des Ausschusses für Wissenschaft und Kunst im Bayerischen Landtag und politischer Vater des Projekts sprach Landtagsabgeordneter Stephan Oetzinger von einem weiteren Meilenstein im Ausbau der Vernetzungsstruktur der OTH.
Er ermunterte die Gesellschaft zu einem Umdenken, was das Thema "Gründen und Scheitern" betreffe. Scheitern, wenn eine Idee nicht funktioniere, sei ein wissenschaftlicher Prozess und sollte so auch hingenommen werden. Diesen Gedanken lege er besonders bei Start-ups an Herz.
Bürgermeister Lothar Höher wiederholte die Parole "Stadt und Land in einer Hand". Landrat Andreas Meier betonte den Mangel an Unternehmensflächen vor allem in Weiden. Bei einer Führung durch die Räumlichkeiten stellte Projektmanager Andre Pscherer die DGO vor.














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