Dieser Beitrag ist Teil einer Serie von Artikeln im Jubiläumsjahr von Oberpfalz-Medien. Viele davon sind in einer Beilage unserer Tageszeitungen am 30. Mai 2026 erschienen.
Ehrenamt wird immer wichtiger. Es stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt und übernimmt Aufgaben, die staatliche Strukturen allein nicht mehr leisten können. Auch viele Mitarbeiter von Oberpfalz-Medien (OM) gestalten nach Feierabend ihre Lebenswelt aktiv mit. Hier ein bunter Querschnitt davon:
Thomas Amann
Die Welt ist klein. In Amberg reicht sie bis auf die Philippinen. Aus diesem ostasiatischen Land stammt nicht nur die Frau des OM-Betriebsratschefs Thomas Amann. Der 59-Jährige ist auch Vorsitzender der Amberger Entwicklungshilfeorganisation Projekthilfe Dr. Luppa, die seit 1964 auf den Philippinen wirkt.
Dieser Einsatz kam vor allem durch Amanns Job bei der Amberger Zeitung zustande. Als er 1989 Vereinsvorsitzenden Dieter Luppa interviewte, ließ ihn dieser nicht mehr los. Denn der Arzt wusste, dass Amann schon wegen seiner Frau oft in dieses Land reisen wird. So flog Amann häufig nach Sorsogon, um zwei Kliniken des Vereins zu besuchen. Für ihren Unterhalt hatten die Amberger jahrelang den Erlös des Altstadtfests gestiftet.
Heute sind es andere Projekte wie Schulsanierungen und -patenschaften, um Bildung zu fördern, damit wenigstens Kinder der Armutsspirale entfliehen können. Das unterstützt auch Amann, der erst zweiter und nun erster Vorsitzender der Projekthilfe ist. Jährlich reist er auf die Philippinen, wo er mit Hilfe seiner Frau verlässliche Partner vor Ort findet für neue Vorhaben zur Linderung der Not am anderen Ende der Welt.
Stefan Bodensteiner
Wenn Stephan Bodensteiner über seine Arbeit und sein Ehrenamt spricht, merkt man sofort, wie sehr ihn Struktur, Teamgeist und regionales Engagement antreiben. Der 31-Jährige arbeitet bei Oberpfalz-Medien im Bereich CRM und Datenmanagement im Werbemarkt. Dort kümmert er sich darum, das CRM-System stetig weiterzuentwickeln und sinnvoll mit anderen Softwarelösungen zu verknüpfen.
Seit vergangenem Jahr engagiert er sich zusätzlich in der Bürgerliste Floß. Dort übernimmt er vor allem Aufgaben rund um Werbemittel, Social Media und lokale Öffentlichkeitsarbeit. Seine Motivation dafür liegt in seiner engen Verbundenheit zu Floß – dem Wunsch, seinen Heimatort aktiv mitzugestalten, und dem starken Team, das ihn von Beginn an getragen hat. Viele der Mitglieder kennt er schon aus dem Burschenverein, wo die Zusammenarbeit ebenfalls hervorragend funktionierte.
Besonders prägend sind für ihn gemeinsame Erfolge, etwa das Erreichen der Ziele bei der Kommunalwahl 2026. Solche Momente zeigen ihm, was man im Team bewegen kann. Persönlich ermöglicht ihm das Ehrenamt einen tiefen Einblick in kommunale Abläufe, beruflich profitiert er von praktischen Erfahrungen, wie lokale Werbung wahrgenommen wird und sich verändert.
Doris Borchardt
Ehrenamtliches Engagement begleitet Doris Borchardt schon lange – doch seit 2018 hat es für die Mitarbeiterin der Redaktions-Administration und Honorarabrechnung bei Oberpfalz-Medien eine ganz besondere Form gefunden. In der evangelischen Kirche St. Peter und Paul in Mantel übernimmt sie seitdem Mesnerdienste.
„Für den ausgeschiedenen und leider kurz darauf verstorbenen Mesner konnte kein Nachfolger gefunden werden“, erzählt sie. „Also hat sich ein Team zusammengefunden, das sich die Aufgaben teilt, damit die Gottesdienste wie gewohnt stattfinden können.“
Besonders berühren sie die Momente der Ruhe vor Beginn des Gottesdienstes, für Doris Borchardt ein „magischer Moment der Stille“: „Wenn alles vorbereitet ist, die Kerzen brennen und man ganz allein in der Kirche kurz seinen Gedanken nachhängen kann.“ Ebenso wertvoll sei für sie die Dankbarkeit der Besucher.
Für Doris Borchardt ist ihr Engagement ein Ausdruck einer grundlegenden Überzeugung: „Ehrenamt ist wichtig. Unsere Gesellschaft funktioniert nur, wenn nicht jeder nur an sich denkt.“ Sie sei gerne „ein kleines Rädchen im Getriebe“, denn jedes einzelne werde gebraucht, „damit die ganze Maschine laufen kann“.
Irmi Bruckner
Das Herz von Irmgard Bruckner schlägt seit langer Zeit für die Kirchengemeinde St. Peter & Paul in Haselbach (Stadt Schwandorf). Seit fast drei Jahrzehnten engagiert sie sich hier ehrenamtlich, ebenso 30 Jahre arbeitet sie im Anzeigeninnendienst der Amberger Zeitung. 24 Jahre war sie Mitglied des Pfarrgemeinderats, davon 20 Jahre als Sprecherin, seit 2025 ist sie Kirchenpflegerin der katholischen Kirchenstiftung.
Vor 28 Jahren gründete sie den Singkreis Haselbach, den sie seit Beginn als Chorleiterin führt. Aus acht Sängerinnen entwickelte sich ein fester Chor mit heute 16 Mitgliedern, der regelmäßig in der Kirche, bei Festen und bei Veranstaltungen im Umland auftritt. Die Gruppe zeichnet sich durch große Beständigkeit, Engagement und musikalische Leidenschaft aus.
Den Einsatz in dem kleinen Stadtteil von Schwandorf geht die 62-Jährige mit großer Leidenschaft an: Organisationstalent, Kreativität und Freude an der Arbeit mit Menschen prägen ihr Ehrenamt. Besonders die Chorarbeit hat ihr zahlreiche positive Begegnungen geschenkt. Sie bekommt für ihr Wirken viel Sympathie und Lob zurück. „Es macht Freude, etwas Positives zu bewirken, und zu sehen, wie sich alles entwickelt und ineinandergreift“, schwärmt die Chorleiterin.
Christina Fischer
Christina Fischer, die bei Oberpfalz-Medien als Organisationsentwicklerin arbeitet, engagiert sich seit zehn Jahren in ihrer Freizeit für die Organisation und Realisierung szenischer Führungen. Gemeinsam mit einem Team von zehn Ehrenamtlichen bringt sie Besucherinnen und Besuchern die Geschichte der Schlossanlage Burgtreswitz und des Moosbacher Geschichtspfads näher. Angetrieben wird sie dabei von ihrer tiefen Liebe zur Heimat und ihrer Geschichte.
Besonders eindrucksvoll sind für sie Momente, in denen Kinder oder Menschen mit Beeinträchtigungen teilnehmen – ihre Begeisterung und manchmal auch der Respekt vor Burggeist „Matere“ bleiben ihr stets in Erinnerung. Das Ehrenamt schenkt ihr persönliche Freude: Selbst wenn sie vor einer Führung denkt „Heute mag ich nicht“, ist sie danach immer motiviert und gut gelaunt – getragen vom positiven Feedback und dem starken Zusammenhalt im Team.
Beruflich erinnert sie das Wirken im historischen Umfeld daran, dass Wandel beständig ist und jeder mitgestalten kann, wenn man aufmerksam hinsieht.
Norbert Kneidl
Seit mehr als drei Jahrzehnten gehört Norbert Kneidl zum Verlag – und seit einigen Jahren auch zum Motorsportverein Falkenberg e.V., wo er sich in seiner Freizeit ehrenamtlich einbringt. 2021 stieß er zum MSV, zunächst wegen seiner Kinder. „Ich war sofort beeindruckt von der herzlichen Aufnahme und der engagierten Arbeit des Teams“, erinnert er sich. Bereits ein Jahr später übernahm er das Amt des zweiten Vorsitzenden – ein Vertrauensbeweis, den er dankbar annahm.
In dieser Funktion unterstützt er die Vereinsführung, organisiert Abläufe und hilft dabei, den lebendigen Vereinsbetrieb aktiv mitzugestalten. Der MSV widmet sich zwei Sparten: Jugendkartslalom und Autoslalom. Besonders die Arbeit mit den jungen Fahrerinnen und Fahrern motiviert ihn. „Wenn die Kinder nach einem gelungenen Lauf strahlend aus ihren Karts steigen, motiviert mich das und ich weiß, warum sich das Ehrenamt lohnt.“
Für den 54-Jährigen bedeutet sein Einsatz, Teil einer starken Gemeinschaft zu sein. Neue Menschen kennenzulernen, Wertschätzung zu erleben und Kindern sowie Jugendlichen ihr Hobby zu ermöglichen – all das macht sein Engagement für ihn besonders wertvoll.
Uli Piehler
Wenn in Wutschdorf im Landkreis Amberg-Sulzbach der historische Dorfbackofen raucht, dann ist meistens unser Reporter Uli Piehler nicht weit. Nicht, weil er über das Brotbacken berichtet, sondern weil er selber den Ofen schürt und die Teiglinge einschießt.
Uli Piehler ist fest in seinem Heimatdorf verwurzelt und so kommt es, dass er den Heimat- und Kulturverein Freudenberg leitet, der sich mit zahlreichen Veranstaltungen um den gesellschaftlichen Zusammenhalt im Ort kümmert. Dazu gehören das Backofenfest, Konzerte, Autorenlesungen, Exkursionen, Ausstellungen und Führungen – und sogar die Organisation des Freudenberger Faschingszuges.
Uli Piehler ist ein echter Heimatliebhaber und das merkt man dann auch, wenn er für Oberpfalz-Medien schreibt.
Andreas Royer
Seit fast 40 Jahren arbeitet Andreas Royer, 58, als Lokalredakteur bei Oberpfalz-Medien, aktuell am Printdesk für die Regionen Sulzbach-Rosenberg und Amberg. Ebenso lange begleitet ihn seine Leidenschaft für die Imkerei. „Was 1986 mit dem Eintritt in den Bienenzuchtverein Sulzbach-Rosenberg begann, hat sich zu einer lebenslangen Leidenschaft entwickelt“, sagt er. Heute bringt er sich als Zweiter Vorsitzender des Vereins und seit fast zwei Jahrzehnten als Vorsitzender des Imker-Kreisverbands ein. Ein Schlüsselerlebnis war für ihn der damals akute Nachwuchsmangel: „Diesen Stillstand wollte ich nicht hinnehmen.“
Seine Motivation wurzelt in der Liebe zur Natur. „Das Ehrenamt ist für mich die ideale Plattform, um aktiven Naturschutz auszuüben.“ Besonders am Herzen liegt ihm die Umweltbildung, um Menschen für das „Wunderwerk Bienenvolk“ zu begeistern. Geprägt haben ihn vor allem die stillen Momente am Bienenstand: „Die genaue Beobachtung dieser faszinierenden Gemeinschaft gibt mir viel Kraft.“ Sein Engagement sieht er als Dienst an der Gesellschaft: „Die Bestäubungsleistung unserer Honigbienen ist das große Schwungrad der Natur – es mit anzutreiben erfüllt mich mit tiefer Zufriedenheit.“
Susanne Rzepka
Susanne Rzepka hat sich von von 2015 bis 2025 bei der Amberger Tafel engagiert. Seit rund acht Jahren unterstützt die Verlagskauffrau im Anzeigenbereich von Oberpfalz-Medien zusätzlich den „Verein zur Förderung seelischer Gesundheit im Alter“ (SEGA).
Zur Tafel kam sie, weil sie unbürokratisch helfen wollte – besonders in einer Zeit, in der viele Geflüchtete aus Syrien, Afghanistan und dem Irak Unterstützung suchten. Zugleich war es ihr wichtig, der Lebensmittelverschwendung entgegenzuwirken.
Über die enge Vernetzung verschiedener sozialer Einrichtungen entstand schließlich auch der Kontakt zu SEGA. Besonders prägend sind für sie die vielfältigen Begegnungen und die spürbare Dankbarkeit der Menschen, denen in schwierigen Situationen geholfen werden kann. Ihr Engagement eröffnet der 56-Jährigen wertvolle Einblicke in unterschiedliche Kulturen und Lebensrealitäten und erweitert ihren Blick für vielfältige Lebenswege und Schicksale.
Lara Sauer
Lara Sauer hat ein Herz für Tiere. Die Audience Developerin im Lesermarkt bei Oberpfalz-Medien bringt sich ehrenamtlich im Tierheim Schwandorf ein. Ihre Aufgabe besteht vor allem darin, Hunden, die bereits länger im Tierheim leben, die Möglichkeit zu geben, wieder Alltagssituationen in einem Zuhause kennenzulernen und Tagesausflüge mit ihnen zu unternehmen. So können sie den Tierheimalltag für ein paar Stunden hinter sich lassen, neue Gerüche und Eindrücke sammeln und natürlich ganz viel Aufmerksamkeit genießen.
Manche dieser Hunde bringen einige Herausforderungen oder Unsicherheiten mit. Das macht sie aber kein Stück weniger liebenswert. Durch diese Auszeiten kann man ihnen Schritt für Schritt wieder den Alltag in einem richtigen Zuhause näherbringen. Sie dürfen einfach mal wieder „Hund sein“ – selbst, wenn es nur für einen Tag ist.
„Ich mache diese Arbeit ehrenamtlich, weil ich ein absoluter Hundemensch bin und finde, dass Hunde uns unglaublich viel zurückgeben“, betont Lara. Für sie ist es daher eine Herzensangelegenheit, ihnen auf diesem Weg ein Stück Lebensqualität zu schenken. Aktuell betreut die 26-Jährige die Beagle-Hündin Mia aus dem Tierheim Schwandorf, die noch auf ihr „Für-Immer-Zuhause“ wartet.
Corinna
Corinna, die im Kundenservicecenter von Oberpfalz Medien beschäftigt ist, ist großer Fußballfan. Sie engagiert sich seit Oktober 2025 ehrenamtlich als Social Media Managerin bei der ersten Fußballmannschaft der SpVgg Trabitz, die derzeit in der Kreisliga kickt. Ihr Ziel war es von Anfang an, den Verein digital sichtbarer zu machen, Fans und Zuschauer stärker einzubinden und die besondere Stimmung vom Sportplatz auch online erlebbar zu machen. Besonders prägen sie die emotionalen Momente rund um die Spiele: „Wenn Spieler, Trainer, Fans und Helfer nach einem wichtigen Sieg gemeinsam feiern, spürt man das Herzblut im Amateurverein“, schwärmt Corinna. Diese Augenblicke festhalten und teilen zu können, bedeutet ihr viel – vor allem, wenn ihre Beiträge Menschen verbinden und die Gemeinschaft spürbar wächst. Persönlich erfüllt sie dieses Engagement, beruflich stärkt es ihre Kommunikationsfähigkeit und den Umgang mit unterschiedlichen Menschen – Fähigkeiten, die auch im Kundenservice wertvoll sind und ihren Arbeitsalltag bereichern.
Sabine Schefter
Die „fünfte Jahreszeit“ ist Sabine Schefters Jahreszeit. Die Vertriebsmanagerin im Werbemarkt bei Oberpfalz Medien unterstützt seit 2010 den Faschingsverein Vohenstrauß. Nach ihrer Zeit als Tänzerin übernahm sie organisatorische Aufgaben hinter den Kulissen. Gemeinsam mit der Kostümgruppe arbeitet die 40-Jährige stets ab Oktober an den Outfits für die Kinder- und Jugendgarde, immer passend zum aktuellen Faschingsmotto. Ihre drei Töchter unterstützen dabei oft als Modelle beim Anpassen, Abstecken oder Ausprobieren der neuen Kostüme. Auch das Schminken der Kinder vor den Auftritten gehört zu ihren Aufgaben.
Während der intensiven Faschingswochen hilft Sabine zudem regelmäßig bei Veranstaltungen, häufig im Bardienst. Seit 2025 ist sie außerdem stellvertretende Schatzmeisterin im Förderverein und übernimmt dort organisatorische und finanzielle Themen. Der Verein kümmert sich ganzjährig um die Stadthalle und ermöglicht ein vielfältiges Kulturprogramm. Für Sabine steht Fasching für Gemeinschaft, Kreativität und viel Herzblut – Werte, die sie mit ihrem Engagement weiterträgt.
Katharina Schöner
Seit sie 14 Jahre alt ist, schlägt Katharina Schöners Herz für die Freiwillige Feuerwehr in ihrem Heimatort Griesbach. Die 24-Jährige engagiert sich dort als Betreuerin der Kinderfeuerwehr, als Schriftführerin, Atemschutzgeräteträgerin und kümmert sich zudem um die Social-Media-Arbeit – „weshalb es wohl auch sehr wenig Fotos von mir gibt“, sagt sie lachend. Bei Oberpfalz-Medien arbeitet sie als Online Marketing Managerin im Bereich Geschäftskunden.
Warum sie sich so stark einbringt? Motivieren brauche sie sich dazu nicht. „Es macht einfach Spaß! Ich mache es leidenschaftlich gerne und setze mich gern für Menschen in Not ein.“ Letztendlich wolle doch jeder Hilfe bekommen, wenn er sie benötigt.
Besonders nahe gehen Katharina Einsätze, bei denen jegliche Hilfe zu spät kommt. Gleichzeitig gebe es Momente, „in denen man stolz ist, weil man eine größere Katastrophe verhindern konnte“.
Ihr Ehrenamt gibt ihr aber noch mehr: „Die Feuerwehr ist für mich eine zweite Familie.“ Im Dorf kenne schließlich jeder jeden. Und: „Jeder hilft jedem, auch privat. Wenn die Sirene geht, weiß man nicht, was einem am Einsatzort erwartet – aber man weiß, dass man Kameraden hat, auf die man sich blind verlassen kann.“
Frank Werner
Wenn Frank Werner über sein Ehrenamt spricht, fällt sofort ein Satz, der alles erklärt: „Der FC Sankt Pauli ist mehr als ein Fußballclub.“ Der 61-jährige Redakteur am Printdesk ist seit der Gründung im Februar 2013 Präsident des Fanclubs „Paulizeirevier Weiden“. St. Pauli stehe für „eine klare Haltung, für unverrückbare Werte“ – Werte, die er „zu 100 Prozent“ unterstreicht. Seine Zuneigung zum Hamburger Stadtteil-Club gehe schon über Jahrzehnte, und weil es auch in der Oberpfalz viele Gleichgesinnte gebe, gründete man den Fanclub: „Um gemeinsam Fußball im TV zu schauen, gemeinsam zu Spielen zu fahren und um den braun-weißen Geist in die Oberpfalz zu tragen.“
Besonders prägend waren für ihn eine Führung durch die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg durch Mitglied und Gedenkstättenleiter Jörg Skriebeleit, ein Fanclub Turnier am Millerntor, Turniere in der Region, eine große Party zum Derby gegen den HSV, Currywurst-Buffets, Demos gegen Rechtsextremismus und der Besuch von Ex-Pauli-Profi Philipp Ziereis.
„Es ist immer wieder schön zu erleben, wie viele Menschen den magischen FC lieben“, schwärmt der „Paulizeirevier“-Präsident, der selbst mehrere Jahre in Hamburg gelebt und gearbeitet hat. Über die Jahre seien Freundschaften entstanden – unter anderem zu Fanclubs wie den „Pegnitz-Piraten“, den „Fjordepiraten“ Flensburg, den „Gaffel-Zecken“ Regensburg und zum Sündikat in Weiden.
Johannes Zettl
Nicht nur im Beruf übernimmt Johannes Zettl Verantwortung: Seit 2021 ist der 42-Jährige Geschäftsführer bei Oberpfalz-Medien, daneben engagiert er sich ehrenamtlich unter anderem beim Schwimmverein Weiden. Dort trainiert er die jüngsten Talente, die nach ihrem Seepferdchen erste Erfahrungen im Wettkampfschwimmen sammeln möchten. Als früherer aktiver Schwimmer möchte Johannes Zettl seine Leidenschaft an die nächste Generation weitergeben – an seine eigenen Kinder ebenso wie an alle anderen, die Freude am Wasser haben.
Besonders prägen ihn die vielen heiteren Momente im Training, in denen die Kinder sichtbar dazulernen und über sich hinauswachsen. Gleichzeitig spürt er, wie herausfordernd es geworden ist, Eltern für ein Ehrenamt zu gewinnen, während ihre Erwartungen steigen. Dennoch überwiegt für ihn der Wert des Engagements: „Es ist immer eine schöne Zeit mit den Kindern und es macht Spaß mit anzusehen, wie sie sich sportlich und menschlich entwickeln.“




























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