Nun ist es offiziell: Der Juli war nach Daten des EU-Klimawandeldienstes Copernicus der heißeste bisher gemessene Monat. Laut EU-Klimawandeldienst Copernicus lag die globale Durchschnittstemperatur im Juli 2023 bei 16,95 Grad – und damit 0,33 Grad höher als im bisherigen Rekordmonat Juli 2019. Das teilte Copernicus am Dienstag mit.
Speziell für Deutschland war der Juli allerdings definitiv kein Rekordmonat, wie ein Experte des Deutschen Wetterdienstes (DWD) gegenüber der dpa sagte. Der Monat war hierzulande zwar im vieljährigen Vergleich zu warm, aber weder für einen Juli noch insgesamt rekordverdächtig.
Das bestätigen auch Zahlen aus der Oberpfalz: In Weiden war der Juli mit einem Temperatur-Monatsmittel von 19,6 Grad lediglich der elftheißeste Juli seit 1947. Laut Daten des DWD ist der Juli 2006 mit einer Temperatur von im Mittel 21,6 Grad in Weiden Hitze-Spitzenreiter – kurz vor dem Juli 1994 mit einem Temperatur-Mittel von 21,5 Grad. Ähnliches zeigen die Wetterdaten aus Amberg: Auch hier führt der Juli 2006 die Hitze-Tabelle an – und zwar ebenfalls mit einem Temperatur-Mittel von 21,6 Grad. Im Hitze-Ranking landet der Juli 2023 im Amberg auf Platz zehn – mit im Mittel 20,2 Grad.
Das deutsche Temperaturmittel lag in diesem Juli laut DWD bei 18,7 Grad, das bayerische bei 19,2 Grad. Der bayerische Wert ist nach Einschätzung des DWD allerdings deutlich zu warm – vor allem, wenn man ihn mit dem Referenz-Mittelwert aus den Jahren 1961 bis 1990 vergleicht: 16,6 Grad. Laut DWD ermöglicht der Vergleich aktueller mit diesen vieljährigen Werten eine Einschätzung des längerfristigen Klimawandels.













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