18.12.2018 - 17:45 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Internationaler Style im "Heimgarten"

Erst auf vier Rädern, jetzt in den eigenen vier Wänden: Nina Schaumberger und Velja Krstic bringen nicht nur Londoner Style in die Rehbühlstraße. In ihrem Gastro-Pub "Zum Heimgarten" setzen sie auf internationale Vielfalt - und Qualität.

Gastronomisch treffen Nina Schaumberger und Velja Krstic genau den Geschmack der Weidener. Jetzt erweitert das Gastro-Ehepaar ihr Angebot - in der Gaststätte "Zum Heimgarten".
von Julia Hammer Kontakt Profil

Erst auf vier Rädern, jetzt in den eigenen vier Wänden: Nina Schaumberger und Velja Krstic bringen nicht nur Londoner Style in die Rehbühlstraße. In ihrem Gastro-Pub im "Zum Heimgarten" setzen sie auf internationale Vielfalt - und so manches "Alleinstellungsmerkmal". "Für uns erfüllt sich ein Traum, den wir schon hatten, bevor wir mit unserem Foodtruck angefangen haben". Ein eigenes Restaurant.

Nächster Kochkurs-Termin im Gastro-Pub

"Gastro-Pub", betont Schaumberger. "Lockere Atmosphäre, hervorragende Qualität." Dass die London-Rückkehrer die Gaststätte "Zum Heimgarten" übernehmen, sei Zufall gewesen, sagt die 34-Jährige. "Wir wollten nur die Küche und den Lagerraum für unseren Foodtruck nutzen. Das wollten die Vermieter nicht. Es sollte wieder Leben in das Lokal einkehren."

Neue Möbel, alter Charme

Die Gaststätte überzeugt Schaumberger und Krstic ab dem ersten Moment. Viel Platz - und alt. "Wir lieben alte Gebäude", erzählt der 41-Jährige, während er sich im großzügigen Hauptsaal umsieht. Durch die großen, spitz zulaufenden Fenster dringt viel Licht. Die Stühle stehen auf den "Zoigltischen", die das Ehepaar für ihre Eröffnung Anfang Dezember angeschafft hat. Bevor die ersten Gäste in den internationalen Genuss kamen, hieß es: Wände streichen, neue Verkleidung für den Tresen, Möbel kaufen. "Wir sind noch nicht fertig, aber schon sehr zufrieden", erzählt Schaumberger. Die erste Härteprobe hat das Gastro-Pub bestanden. "Drei Weihnachtsfeiern. Die Resonanz war großartig", freut sich die 34-Jährige. Bisher bewirtet das Paar zwei der drei Räume. "Im dritten sind die Wände orange und die Bänke blau. Überbleibsel von dem indischen Lokal vor uns. Aber das ändern wir." Rund 80 Gäste finden in dem Lokal Platz. Während das kulinarische Angebot schnell feststand, haben sich die neuen Pächter viele Gedanken über den Namen ihres Lokals gemacht.

Foodtruck fährt weiter

"Jeder kennt es als ,Heimgarten'. Bei den Gästen wird es auch immer der ,Heimgarten' bleiben. Wir hängen aber ein Schild mit unserem Firmennamen daneben. ,Nina und Velja Gastro-Pub im Heimgarten.'Eine Kombi aus Neuem und Altem." Auch beim Essen setzen die Partner auf ihr Erfolgsrezept: international mit regionalen Produkten und "hoher Qualität". "Ein paar Gerichte werden sich mit dem Angebot unseres Foodtrucks überschneiden. Kimchi wird es auch hier geben. Wir bieten kleine Speisen an. Die Idee ist, sich durchprobieren zu können - mit anderen zu tauschen. Eine Art Tapas."

Der neue "Heimgarten" wird jedes erste Wochenende im Monat von Donnerstag bis Sonntag sowie jeden Freitag geöffnet sein. "Wir betreiben unseren Foodtruck weiterhin. Wenn alles anläuft, erweitern wir die Öffnungszeiten vielleicht." Rund die Hälfte der Plätze können Gäste im Voraus reservieren. "Den Rest wollen wir für Laufkundschaft freihalten. Oft entscheidet man sich spontan, essen zu gehen. Das soll auch bei uns möglich sein", erklärt der 41-Jährige. Eine der nächsten Arbeiten wird die Theke sein. "Wir wünschen uns eine große Bar im Pub-Style. Dort sollen die Gäste entspannt einen Cocktail oder ein Bier trinken können."

Wenn alles fertig ist, steigt die große Eröffnung. Und das gleich drei Tage lang - vom 18. bis 20 Januar. "Das große Finale wird ein Familienbrunch mit Cocktails. Das kennen wir aus London und finden es toll." Ideen hat das Ehepaar auch für die Sommermonate. "Wir wollen den Biergarten nutzen. Schlicht, mit einigen Bänken. In den Ecken wollen wir Paletten mit Polstern aufstellen, auf denen man gemütlich einen Cocktail trinken kann." Neben Burgern und Gegrilltem weiß Krstic genau, was er seinen Gästen anbieten will: "Unseren Stil von Brotzeit. Kaltes Roastbeef mit Brot oder eine Art spanischen Brathering." Das Projekt ist anstrengend. "Und zeitaufwendig", verrät Schaumberger. "Aber wir machen es mit Leidenschaft und sind sicher, dass es funktioniert."

Zum Glück (zurück): Nina, Velja und der Geschmack der Heimat

Hintergrund:

Das Konzept "Gastro-Pub"

"Ein Pub ist grundsätzlich nichts anderes als ein Wirtshaus", erklärt Nina Schaumberger. Gastro steht für gastronomisch hochwertiges Essen. "Diese Kombination wollen wir in lockerer Atmosphäre anbieten."

Dabei legt das Unternehmerpaar großen Wert auf hohe Qualität ihrer Speisen und Getränke. Das Bier stammt aus dem Brauhaus Floß, Gemüse und Fleisch beziehen Schaumberger und Krstic von regionalen Händlern und Landwirten.

"Uns liegt es am Herzen, dass unsere Gäste unser Konzept verstehen. Deshalb werden wir es auch vorne auf unsere Speisekarte drucken."

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