04.12.2020 - 12:09 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Juz Weiden: Neue Skateanlage soll bis Herbst 2021 stehen

Die alte Skateanlage beim Jugendzentrum in Weiden ist ein Flickenteppich. Etwas Neues muss her. Die Mitglieder im Bauausschuss zeigen sich von den ersten Entwürfen sehr angetan.

Die Skateanlage am Jugendzentrum ist in die Jahre gekommen. Dem Bauausschuss wurde jetzt ein erster Entwurf für einen Neubau vorgelegt.
von Stephanie Hladik Kontakt Profil

Beton und Bäume müssen sich nicht ausschließen. Was Landschaftsarchitekt Ralf Maier aus Köln am Donnerstag im Bauausschuss präsentierte, gefiel den Stadträten. Der Planer stellte die ersten Vorentwürfe für einen neuen Skatepark am Jugendzentrum vor. Immerhin 547.580 Euro sind dafür, verteilt über drei Jahre, in den Haushaltsansätzen 2020 bis 2022 eingeplant. "Damit sollten wir zurechtkommen", sagte Baudezernent Oliver Seidel. Bis zum Herbst 2021 könnte die Anlage stehen.

Eine Streetlandschaft aus Ledges (Blöcken), Treppenstufen mit Handläufen, Rampenelemente und eine Bowl sollen den jugendlichen Skatern künftig jede Menge Spaß und Action bringen. Verschiedene Höhen und Tiefen bis zu 1,20 Meter im Gelände steigerten die Attraktivität, wie Maier erläuterte. "Die Niveauunterschiede entstehen unter anderem dadurch, dass die neue Anlage auf dem bestehenden Asphalt aufgebaut wird. Nur da, wo Bäume gepflanzt werden, wird der Boden aufgebrochen. Neben dem Höhenausgleich durch Treppen gibt es die Möglichkeit, Rampen herunterzufahren."

Grün mit Doppelfunktion

Die zusammenhängende Begrünung zwischen dem Parcours hob der Planer heraus, denn das trage wesentlich zur Aufenthaltsqualität bei. Und sie diene auch der Entwässerung, wie Maier auf Nachfrage von Stadtrat Stefan Rank (Bürgerliste) sagte. "Im Moment wird das Gelände komplett über den Weidingbach entwässert. Später soll das auch über das Grün möglich sein." Dazu werde geprüft, sogenannte Rigolen einzubauen (Eine Rigole ist ein unterirdischer Pufferspeicher, um Regenwasser aufzunehmen und zu versickern, Anm. d. Red.).

Verbaut werde Ortbeton, der unter anderem geräuschdämpfende Eigenschaften aufweist und beständig sei. 20 bis 30 Jahre seien die Lebenserwartungen einer Skateanlage, sagte der Planer aus Köln. Neben ihm gebe es in Deutschland nur eine Handvoll Firmen, die sich auf den Bau solcher Anlagen spezialisiert hätten. Die Fläche in Weiden umfasse 1200 Quadratmeter, wovon rund 850 Quadratmeter befahrbar gemacht werden.

In der Stadt gebe es eine große Skaterszene, bemerkte Hildegard Ziegler (SPD). Und gerade in Coronazeiten sei die Anlage am Juz stark frequentiert. "Das Projekt ist ja mit dem Jugendzentrum abgesprochen und ich gehe davon aus, dass alle Wünsche berücksichtigt wurden", zeigte sich die Stadträtin vom Entwurf begeistert. "Wir sollten alle Möglichkeiten ausschöpfen, denn schließlich ist die Maßnahme auch ein erster Schritt zur Gestaltung der neuen Wittgartenanlage." Auch Markus Bäumler (CSU) gefiel das Gehörte, mahnte jedoch, die Kosten im Blick zu behalten. Für eine gute Alternative zu Laptop und Handy befand Gisela Helgath (ÖDP) den neuen Skateparcours. Hier könnten sich die Jugendlichen "austoben". Auch die Begrünung sei weitsichtig geplant, denn Beton heize sich im Sommer bekanntlich stark auf.

Treppenstufen mit Handläufen, Rampen und eine Bowl sind nur einige der Elemente im geplanten Skatepark am Jugendzentrum, die für mehr Fahrspaß sorgen sollen - umgeben von viel Grün.

Unterstellmöglichkeit ein Extra

Von einer Attraktivitätssteigerung sprach auch Stadtrat Rank. Er wollte noch geklärt wissen, ob eine Unterstellmöglichkeit für die Skater vorgesehen sei, es eine Flutlichtanlage gebe und ob durch den Rückbau der bestehenden Anlage weitere Kosten entstünden? Dies verneinte Baudezernent Seidel, da der Planer den vorhandenen Untergrund für den neuen Aufbau nutzen wolle. Die Kosten dafür seien bereits eingepreist. Eine Unterstellmöglichkeit sei jedoch bisher nicht Bestandteil der Baukosten. Und auch eine Flutlichtanlage sei nicht Gegenstand der Planungen. Dazu brachte Stadträtin Ziegler die bereits bestehenden Lichtmasten ins Spiel. Vielleicht könnte man diese nutzen.

Der neue Skatepark wäre die ideale Ergänzung zum gerade eröffneten Calisthenics-Park am Juz. "Der ist bei Kindern bis zu Senioren sehr beliebt und wird stark angenommen", freute sich Oberbürgermeister Jens Meyer. "Wir sollten unbedingt dranbleiben und das weitere Umfeld gestalten."

Calisthenics-Park zieht an

Weiden in der Oberpfalz

 

 

Kommentare

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Patrick Rothballer

Guten Tag,

Eine Bowl für Weiden wäre ein echtes Schmuckstück und definitiv ein Highlight in der Ganzen Nördlichen Oberpfalz. Die Bäume sind ja ganz hübsch angedacht und machen auf dem ersten Entwurf schon was her, jedoch wird das Laub und die Äste im Herbst, die Früchte im Sommer und der Vogeldreck im Frühling so manchen Skater Abrupt Abremsen (Stürzen) lassen. Auch hat mir meine Erfahrung gezeigt, das eine einzelne Bowl oft zu wenig ist. Anfänger stehen Erfahren Skatern im Weg und Erfahrene Skater Krachen in Anfänger. eine Zweite,Kleinere Bowl (eventuell kreisrund) würde das Angebot abrunden und den Ansturm wesentlich entzerren. Auch happert es Augenscheinlich an Sitzmöglichkeiten zum Ausruhen und zuschauen.
Ansonsten ein stimmiges Konzept das Die Skate und Scooter Szene in Weiden Aufjedenfall zu neuen Glanz verhelfen wird.

Ich freue mich jedenfalls sehr darauf im Herbst diesen Jahres (endlich) auf dem Neuen Spot zu Skaten und meine Skills (Tricks, Fähigkeiten) zu verbessern.

Beste Grüße!

Patrick R.

14.01.2021