Drei Jahre lang durchstreifte Thomas Stock in einem Umkreis von acht Kilometern die Fluren um Vohenstrauß, um das Leben der hiesigen Insektenwelt festzuhalten. Mit vier Videokameras war er unterwegs. "Ich habe Szenen eingefangen, die bekommst du nur, wenn du jeden Tag von September bis Oktober hinaus in die Natur kannst." Am Montagabend zeigte der Filmemacher das Ergebnis seiner Arbeit im Medienraum von Oberpfalz Medien in einer Uraufführung.
Zum "Streifzug durch die Insektenwelt des Herbstes im Oberpfälzer Wald" hatte der Lionsclub Neustadt-Lobkowitz eingeladen. Lions-Präsident Christian Kick und Dietmar Prusko, Präsident Hilfswerk, überreichten dem Georgenberger Bürgermeister Johann Mauerer und dem ehemaligen Rathauschef von Pleystein und amtierenden Präsidenten der Franz-von-Schönwerth-Gesellschaft einen Scheck in Höhe von 500 Euro aus dem Erlös der Veranstaltung. Das Geld soll zugunsten des "Sagen- und Märchenpfades", der auf einem Teilstück des Glasschleiferweges bei Georgenberg geplant ist, eingesetzt werden.
Die Naturaufnahmen, die Stock mit seinen Kameras am Boden und aus der Luft aufgenommen hatte, begeisterten die Besucher. Nach aufsehenerregenden Film über die Insektenwelt im Frühjahr, nun der zweite Teil. Den kurzweiligen und auf die jeweiligen Situationen angepassten Soundtrack - auch einen Libellenwalzer - hatte der studierte Musiker selbst komponiert.
Besonders spannend zeigte Stock die Liebesspiele der Insekten, die sich auf unterschiedlichste Weise abspielen. Die Rote-Liste-Arten kamen im Herbstfilm eher seltener vor. "Weil der Herbst nicht mehr so ergiebig ist. Dafür ist er umso spannender." Das 45-Minuten-Video zeigt unter anderem Bläulinge, die mit ihren Flügeln Wespen von den Blüten vertreiben, schöne Hochzeitszeremonien im heimischen Schmetterlingsreich und - lustig - sturzbetrunkene Hornissen, die von Fallobst zu Fallobst taumeln.
Stock hatte in diesem Jahr mit seinem Frühjahrsfilm erstmals an einem der renommiertesten europaweiten Naturfilmfestivals, dem Naturvision-Festival in Stuttgart, teilgenommen und seine Arbeit wurde unter 300 professionellen Einsendungen zu den 40 sehenswertesten Naturfilmproduktionen des letzten Jahres gekürt. Im Oktober wurde der prämierte Film an den Naturvision-Tagen im Bayerischen Wald im Kino gezeigt.













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