Seit einigen Wochen trägt eine Grünanlage in der Leimbergerstraße beim AWO-Seniorenheim Hans Bauer den Name "Kurt-Eisner-Anlage". Die SPD-Stadtratsfraktion hatte sich für diese Namensgebung stark gemacht, um zu würdigen, dass Eisner der Stadt Weiden die Kreisfreiheit ermöglicht hatte. Dies liegt 100 Jahre zurück, im Stadtbild Weidens war dem Ersten Bayerischen Ministerpräsidenten nach dem Ersten Weltkrieg seitdem aber keine Würdigung zuteil geworden.
Oberbürgermeister Kurt Seggewiß stellte heraus, welche besonderen Rechte und Pflichten mit der Kreisfreiheit verbunden sind: "Dadurch ist Weiden zu dem geworden, was es heute ist." Fraktionschef Roland Richter freute sich, dass der Stadtrat einstimmig für die Benennung votiert hatte. Er zog aber auch Parallelen in die heutige Zeit, denn Eisner kam durch ein politisch motiviertes Attentat ums Leben. "Auch heute werden Politiker angegriffen und sogar mit dem Tod bedroht, zuletzt im Fall von MdB Uli Grötsch: "Wer polititische Mandatsträger angreift, egal von welcher Partei, soll wissen: Er greift uns alle an. Wir stehen hinter unserem Uli!"
Der stellvertretende Vorsitzende des SPD-Stadtverbands, Herbert Schmid, beleuchtete noch einmal die Persönlichkeit Eisners. Er selbst hatte sich bereits vor vielen Jahren für die Benennung einer Straße nach Kurt Eisner eingesetzt, jedoch vergeblich.
Mit dem Kastanienbaum, der an diesem Tag gepflanzt wurde, knüpfte die SPD auch noch einmal an das "Einheitsbuddeln" zwei Tage zuvor an, bei dieser erfolgreichen Pflanzaktion haben die Bürger viele Bäume für ein besseres Stadtklima gepflanzt.



















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