23.09.2021 - 16:30 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Kinderkrebshilfe Oberpfalz Nord ein Segen für Schwerstkranke

Tagtäglich treffen Familien plötzliche Schicksalsschläge. Die Diagnose einer schweren Krankheit schockiert. Betroffenen in dieser Not das Leben erträglicher zu machen, dafür steht der Verein der Kinderkrebshilfe Oberpfalz Nord.

Der neue Vorstand des Vereins Kinderkrebshilfe in der Region Oberpfalz Nord mit Vorsitzendem Herbert Putzer (Mitte) und Weidens zweiten Bürgermeister Reinhold Wildenauer (Zweiter von rechts).
von Robert DotzauerProfil

Seit 2004 besteht der Verein der Kinderkrebshilfe in der Region Oberpfalz Nord. Die Hilfsorganisation hat sich zu einem mächtigen Fürsprecher für schwerkranke Kinder und ihren Familien entwickelt.

Der Leistungsbericht von Vorsitzendem Herbert Putzer im Weidener Schützenheim zeigte auf: Die Kinderkrebshilfe ist für viele Schwerstkranke ein Rettungsanker. Die Bilanz für die Jahre 2019 und 2020 sprach Bände. 383 Anträge auf Unterstützung, aktuell 125 betreute Familien sowie Sach- und Geldleistungen in Höhe von fast einer halben Million Euro. Geld aus der Region für die Region, wie Herbert Putzer betonte. Der Vorsitzende verband die beeindruckenden Zahlen mit der Auflistung eines umfangreichen Leistungskataloges von der Finanzierung einer Haushaltshilfe bis zur Übernahme von Fahrt- und Übernachtungskosten bei Klinikaufenthalten der begleitenden Eltern.

Der Vereinschef verwies zudem auf die gute Zusammenarbeit mit Kliniken, Ärzten, Therapiezentren und Sozialeinrichtungen. Gleichzeitig bedauerte Putzer die Zurückhaltung betroffener Familien, sich in der Not an den Verein zu wenden. „95 Prozent der Anregungen kommen von den Netzwerken.“

An Einzelbeispielen schilderte Putzer der Mitgliederversammlung die Leidenswege schwerstkranker Kinder, denen mit Unterstützung des Vereins geholfen werden konnte. Doch Putzer verteilte auch Anerkennung. Sie ging besonders an die aktuell 555 Vereinsmitglieder, an Spender und Gerichte. „Bei uns geht kein Euro verloren. Alle Zuwendungen fließen zu 100 Prozent in die Hilfen.“ Gleichzeitig erinnerte der Vereinschef an das ehrenamtliche Wirken der Vorstandsmitglieder.

Zweiter Bürgermeister Reinhold Wildenauer als Vertreter der Stadt Weiden bescheinigte der Führungsmannschaft „viel Herzblut“. Keine Gegenliebe fand Anni Löw mit ihrem Wunsch auf Satzungsänderung. Die Formulierung „Unterstützung schwerstkranker Kinder“ ging der Gründungsvorsitzenden zu weit. Zudem bemängelte sie die Verwendung des Vereinsguthabens bei einer eventuellen Auflösung. Gegen die Stimme von Löw lehnte die Versammlung die Änderungsanträge ab.

Einstimmig bestätigte die Versammlung Vorsitzenden Herbert Putzer (Vohenstrauß), zweiten Vorsitzenden Andreas Steinl (Speinshart) und dritte Vorsitzende Gunda Hagn (Wernberg) in ihren Ämtern. Schatzmeister bleibt Hartmut Ordnung (Weiden), als Schriftführerin bestätigt wurde Helene Rolle aus Burgtreswitz. Die Kasse prüfen wie bisher Bernd Steghöfer und Karl-Heinz Neumann (beide Neustadt/WN). Leichte Veränderungen gab es bei der Wahl der Beisitzer. Dem Vorstand zur Seite stehen nun Beate Gmeiner (Störnstein), Enrico Gradl (Pressath), Jutta Harbig (Neustadt/WN), Thomas Mathes (Wurz), Petra Troppmann (Neustadt/WN) und Waltraud Wagner (Speinshart).

Hilfe braucht derzeit auch der zehnjährige Stefan Reil

Vohenstrauß

 

 

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