Weiden in der Oberpfalz
22.10.2019 - 19:17 Uhr

Im Landkreis Neustadt/WN und in Weiden: Herbstsonne lockt Stinkwanzen

Sie sind wieder da. Die Wanzen lieben das sonnige Herbstwetter und sammeln sich aktuell vermehrt an Hauswänden, in Fenster- und Türrahmen und auf Terrassen. Wir werden uns daran gewöhnen müssen, sagen Experten.

Die Stinkwanzen lieben das aktuelle sonnige Herbstwetter und sammeln sich vermehrt an Hauswänden, in Fenster- und Türrahmen und auf Terrassen. Bild: Stephanie Hladik
Die Stinkwanzen lieben das aktuelle sonnige Herbstwetter und sammeln sich vermehrt an Hauswänden, in Fenster- und Türrahmen und auf Terrassen.

Die Graue Gartenwanze oder Baumwanze liebt es warm, und so tauchte sie in den vergangenen Tagen wieder vermehrt auf. Einzelne Exemplare, die sich an Hauswänden sonnen oder durchaus in Massen, wie manche Kollegen zu berichten wissen. "Das ist schon ekelig. Die sitzen vor allem in den Türrahmen und wenn ich das Fenster öffne, fallen sie runter. Auch in den Wohnzimmerecken haben sich einige gesammelt." Die Hoffnung, dass vielleicht die Hauskatze sich über die Krabbler hermacht, erfüllte sich leider nicht. Und so bleibt für die Betroffenen nur abzuwarten, bis sich die Insekten wieder verziehen.

Weiden in der Oberpfalz12.10.2018

Das Phänomen der Stinkwanzen tauchte erstmals massiv im vergangenen Herbst 2018 auf. Damals hatten Oberpfalz-Medien mehrfach über das vermehrte Auftreten in Weiden und Umgebung berichtet. Dank der Mithilfe unserer Leser wurden die Tiere mitunter identifiziert und kategorisiert. Auch Experten schalteten sich ein. Dr. Olaf Zimmermann vom Pflanzenschutzdienst in Baden-Württemberg, der sich von berufs wegen täglich mit Wanzen beschäftigt, gab damals Entwarnung. Bei den meisten Wanzen, die an den Hauswänden sitzen würde es sich um die heimische Graue Gartenwanze handeln. Die ernährt sich vor allem von Pflanzen und sei ansonsten harmlos. Schädlicher sei da schon die Marmorierte Baumwanze, die Obst und Gemüse liebt und in den vergangenen Jahren bereits ganze Obstplantagen am Bodensee vernichtete. Mit dem Klimawandel könnte sich diese Art jedoch weiter ausbreiten. Wer nicht sicher ist, was sich da so in seiner Wohnung tummelt, kann sich jederzeit an den Wanzenexperten am Landwirtschaftlichen Technologiezentrum Augustenberg (LTZ) in Karlsruhe wenden.

Weiden in der Oberpfalz04.10.2018
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