Weiden in der Oberpfalz
12.11.2019 - 17:10 Uhr

"Oberbürgermeister Gottes" ist tot

Der langjährige evangelische Dekan von Weiden ist tot. Rudolf Zeller starb wenige Tage vor seinem 82. Geburtstag in Neu-Ulm.

Der langjährige Weidener Dekan Rudolf Zeller ist im Alter von 81 Jahren in Neu-Ulm gestorben.




Druckhaus Archivbild: Karin Wilck
Der langjährige Weidener Dekan Rudolf Zeller ist im Alter von 81 Jahren in Neu-Ulm gestorben. Druckhaus

Der langjährige evangelische Dekan von Weiden ist tot. Rudolf Zeller starb wenige Tage vor seinem 82. Geburtstag in Neu-Ulm.

Zeller wirkte von 1987 bis 2000 als Dekan und geschäftsführender Pfarrer von St. Michael in Weiden. "Wir lassen ihn ungern gehen und nehmen ihn jederzeit zurück", hatte der Vorgesetzte seiner früheren Wirkungsstätte Neu-Ulm nach Zellers Wechsel in die Oberpfalz beim Einführungsgottesdienst gesagt. Das hatte sich der Geistliche offenbar gemerkt. Nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst verbrachte Zeller den Ruhestand wieder in Neu-Ulm.

"Mein ganzes Leben hat sich in Rhythmen von zehn bis 15 Jahren abgespielt", sagte er in einem Interview. Nach den zwölfeinhalb Jahren in Weiden, blieben ihm fast 19 Jahre für den letzten Lebensabschnitt, nachdem er damals einem Modell der Landeskirche folgte und frühzeitig in den Ruhestand ging. Er machte Platz für junge Pfarrer, von denen damals viele eine Stelle suchten.

Als Höhepunkte der Weidener Zeit bezeichnete Zeller die jährlichen Dekanatsmissionsfeste mit 1000 Teilnehmern, die Festgottesdienste zum Reformationstag und ganz besonders die Kirchenmusik, darunter besonders die Max-Reger-Interpretationen von Hanns-Friedrich Kaiser. Zeller wanderte und reiste gerne unter anderem nach Tansania zur Partnergemeinde Mwika und nach Schweden.

Als "Oberbürgermeister Gottes", bezeichnete der damalige OB Hans Schröpf 1998 den evangelischen Pfarrer, als er ihm die goldene Bürgermedaille der Stadt überreichte. Besonders hob er damals Zellers Aufbauarbeit von Diakoniezentrum und Frauenhaus sowie der ökumenischen Telefonseelsorge hervor. Der ehemalige Dekan sprach bei seinem Abschied von einer weit über das normale Verhältnis hinausgehenden Beziehung zwischen Rathaus und Kirche. Zeller hat mit Ehefrau Waltraud zwei Söhne und eine Tochter, die bereits vor einigen Jahren verstorben ist.

 
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