16.09.2019 - 11:28 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Oberpfalz-Medien präsentieren Pilzwanderung mit Experte Stefan Hartwig

Der erste Pilz stand keine 50 Meter vom Sammelpunkt der Pilzwanderer-Gruppe. Ausgerechnet ein Exemplar aus der Familie der Knollenblätterpilze. Die Schwammerlfreunde hatten sich am Samstagmorgen in Letzau bei der Strobelhütte getroffen.

Der frühe Vogel fängt den Wurm. Beizeiten brachen die Pilzwanderer am Samstagvormittag auf. Experte Stefan Hartwig zeigt den Sammlern einen Knollenblätterpilz, allerdings ein ungiftiges Exemplar.
von Helmut KunzProfil

Dort wartete bereits der Pilzsachverständige Stefan Hartwig aus Vohenstrauß auf die 25 Pilzesammler. Die Veranstaltung wurde von Oberpfalz-Medien präsentiert.

Beim besagten Knollenblätterpilz handelte es sich aber um ein ungiftiges Exemplar. Bei genauem Hinsehen erkannte Hartwig sofort, dass der Pilz sogar essbar wäre. Allerdings hatte er schon einige Tage auf dem Buckel und allein schon deshalb deshalb war es nicht mehr ratsam, den glitschigen Speisepilz mitzunehmen. „Neben einigen Knollenblätterpilzarten werden wir heute vor allem Bläulinge finden“, versprach Hartwig von der Deutschen Gesellschaft für Mykologie seiner Gruppe.

Wieder kam die Frage auf, ob Pilze abgeschnitten oder herausgedreht werden sollten. „Egal“. Auf alle Fälle umdrehen und die Kappenunterseite untersuchen. „Dort befinden sich die Merkmale, an denen sich ein Pilz bestimmen lassen kann.“ Hartwigs Aufgabe bestand darin, die Teilnehmer ganz individuell auf Schwammerlsuche zu schicken, um hinterher die gefundenen Pilze zu identifizieren.

Er selbst benutzte den Hauptweg durch den Wald. Seine Gruppenmitglieder ließ er links und rechts rund 20 Meter vom Weg ausschwärmen. „Wenn ihr welche findet, könnt ihr gleich zu mir kommen. Gemeinsam bestimmen wir sie dann.“

Zur Bestimmung der jeweiligen Pilzart waren natürlich jedes Mal alle Sammler eingeladen. „Irgendwann wiederholen sich die Pilzarten allerdings." Die Exkursion am Fischerberg dauerte zwei Stunden. Am Parkplatz wurden später der Fund gemeinsam inspiziert und von Hartwig notiert und zur Niederschrift gebracht. Alle Schwammerlsucher hatten sich an die Bitte gehalten, Körbe für die Pilze mitzubringen und keine Plastiktüten.

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