Für Polizeihauptkommissar Markus Drlicek ist es "Dreistigkeit in Vollendung" - möglicherweise war aber auch ein gerüttelt Maß Dummheit mit im Spiel. So oder so: Was sich vor wenigen Tagen ein 26-Jähriger aus dem Landkreis Schwandorf leistete, dürfte "in die Annalen des Amtsgerichts Weiden" eingehen, wie Drlicek im Polizeibericht vom Wochenende vermutet.
Es geschah am Donnerstag gegen 7.15 Uhr. Der Mann war als Angeklagter mit dem Auto zu seiner Verhandlung gefahren. Beim Gerichtsgebäude suchte er einige Zeit vergeblich nach einem Parkplatz. So sah sich der 26-Jährige genötigt, dem Gericht in einem kurzen Anruf seine Verspätung mitzuteilen. Kein Drama - eigentlich. In diesem Fall jedoch war dem Vorsitzenden Richter bekannt, dass der Mann gar keine Fahrerlaubnis besitzt!
Nach Abschluss der Verhandlung in Weiden gab es daher ein Nachspiel: Dem 26-Jährigen folgte ein Beschatter, der die "Zielperson" tatsächlich beim Einsteigen und Wegfahren mit einem in der Nähe abgestellten Auto beobachten konnte.
Der Mann, der bereits mehrfach wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis aufgefallen ist, "hat die Fahrt zum Gericht inzwischen zugegeben", berichtet Polizeihauptkommissar Drlicek. Den Unbelehrbaren und auch den Halter des Wagens erwarte nun jeweils ein Strafverfahren. Drlicek: "Frechheit siegt eben nicht immer."













Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.