17.11.2020 - 10:39 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

OTH in Weiden wird digitaler und internationaler

Die seit Jahrzehnten bestehende BWL-Fakultät an der OTH in Weiden hat sich zwischenzeitlich zur internationalen "Weiden Business School" verwandelt. Was sich dahinter verbirgt, stellte jetzt die Hochschulleitung vor.

Die OTH-Leitung mit Präsidentin Andrea Klug (Zweite von links) an der Spitze stellt beim Besuch des Landtagsabgeordneten Stephan Oetzinger (Zweiter von rechts) die neue "Weiden Business School" und das Digitalisierungskonzept der Hochschule vor.
von Siegfried BühnerProfil

Der Anlass klang zunächst nach Routine. CSU-Landtagsabgeordneter Stephan Oetzinger kam an die OTH nach Weiden und wollte über den aktuellen Stand der parlamentarischen Beratungen zum neuen bayrischen Hochschulgesetz berichten. Er dürfte überrascht gewesen sein, denn fast die gesamte Hochschulleitung war erschienen und präsentierte das neue OTH-Kompetenzzentrum Digitaler Campus. Im Mittelpunkt dabei stand die Umwandlung der bisherigen betriebswirtschaftlichen Fakultät in die „Weiden Business School“.

Seit Jahren erhält die OTH Amberg-Weiden, unter anderem im Rahmen der High-Tech-Agenda Bayern, zusätzliche Haushaltsmittel für die Ausweitung ihres Lehr- und Studienangebots. „Vor fünf Jahren gab es an der Gesamthochschule 18 Studiengänge, derzeit sind es 47", freute sich OTH-Präsidentin Andrea Klug. Alleine für das Kompetenzzentrum Digitaler Campus seien 33 zusätzliche Planstellen zugewiesen worden und nach Abschluss der aktuellen Projektplanung stünden 300 neue Studienplätze zur Verfügung. „Zwischenzeitlich schaffen wir es, in einem halben Jahr einen neuen Studiengang einzuführen“, berichtete Klug. Für sie ist die Umwandlung der betriebswirtschaftlichen Fakultät in Weiden in die „Weiden Business School“ eine „wegweisende Entscheidung“. Diese Organisationseinheit stand deshalb auch im Mittelpunkt der Vorstellung des neuen Gesamtkonzepts der OTH in Weiden.

Dekan Professor Bernt Meyer informierte darüber zusammen mit Vizepräsidentin Christiane Hellbach und weiteren Professorenkollegen im Detail. Unter anderem sollen mit dem ausschließlich englisch-sprachigen Studiengang „International Business“ vor allem ausländische Studierende gewonnen werden. Gefördert werden soll dadurch auch die Kooperation mit ausländischen Partner-Hochschulen und die Möglichkeit des Erwerbs sogenannter „Double Degrees“, also Abschlüssen an zwei Hochschulen.

Dass bei der internationalen Ausrichtung der OTH schon erste Erfolge erzielt wurden, zeige der Anstieg des Anteils ausländischer Studierender an der Business School von vorher 11 auf jetzt 18 Prozent unter den derzeit mehr als 1200 Studierenden dieses Hochschulbereichs. Mit der stärkeren internationalen Ausrichtung der OTH sollen OTH-Absolventen auch für die einheimischen international agierenden Unternehmen noch interessanter werden.

An der "Weiden Business School" studieren laut Mayer derzeit 275 Master-Studierende. Breiten Raum nimmt an der Business School auch die Ausrichtung auf Mittel- und Osteuropa ein. Das Kompetenzzentrum Bayern – Mittel- und Osteuropa (Komo) wurde dafür personell mit einer Professur und auch inhaltlich ausgebaut. Mit zahlreichen neuen Studiengängen, unter anderem Digital Business einschließlich E-Commerce, wird auf die immer stärker werdenden Digitalisierungstrends in Wirtschaft und Gesellschaft reagiert. Weiterbildungsangebote und berufsbegleitende Studiengänge ergänzen das Angebot.

Im Masterstudiengang „International Management & Sustainability“ sollen die Voraussetzungen für eine internationale Karriere vermittelt werden. Für die Logistik-Branche in der Oberpfalz dürfte der neue Studiengang „Digitale Logistik“ besonders interessant sein. Hier geht es beispielsweise um die digitale Steuerung von Fertigungsprozessen und den Warenverkehr einschließlich der Transportsysteme. Für Vizepräsidentin Hellbach spielen in allen Studiengängen der Business School die Nachhaltigkeitsstrategien eine große Rolle.

Landtagsabgeordneter Stephan Oetzinger machte deutlich, dass auch die OTH Weiden-Amberg von den geplanten gesetzlichen Neuregelungen im Hochschulbereich erheblich profitieren würde. Gesprochen werde im Landtag über Themen wie „Promotionsrecht für HAWs“ oder „Optionsmodelle für Körperschaft des öffentlichen Rechts“ oder die „Bauherreneigenschaft“. Insgesamt gehe es dabei darum, die Selbstständigkeit der HAWs zu fördern.

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