10.12.2020 - 13:04 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Postbank bleibt über Weihnachten hinaus am angestammten Platz in Weiden und Grafenwöhr

Weiden und Grafenwöhr sind akut nicht von den Schließungsplänen der Postbank bedroht. Doch eine Bestandsgarantie gibt es nicht.

Die Postbank will zwar 100 Filialen schließen, nicht aber die in Weiden. Das bedeutet auch, dass Paket- und Briefkunden ihre Sendungen nicht nur vor der Tür einwerfen, sondern auch innen an den Schalter gehen können.
von Uwe Ibl Kontakt Profil

Bis zu 100 der derzeit 800 Filialen plant die zur Deutschen Bank gehörende Postbank in den kommenden Jahren zu schließen. Grafenwöhr und Weiden sollen nach Mitteilung von Pressesprecher Oliver Rittmeier davon nicht betroffen sein. Aber: "Auch in Zukunft wird die Bank die Wirtschaftlichkeit ihrer Filialen fortlaufend prüfen und ihr Netz entsprechend arrondieren." Eine Bestandsgarantie könne man deshalb weder für Weiden noch für Grafenwöhr geben.

Gerade jetzt für die Weihnachtspost ist die Postbankfiliale mit Schalter, Packstation und Paketbox nicht die einzige Möglichkeit in Weiden und dem Landkreis, Päckchen und Pakete auf den Weg zu bringen. Postsprecher Erwin Nier verweist auf ein Netz von weiteren DHL-Paketshops, Partnerfilialen sowie Verkaufspunkten. Im Landkreis gibt es 36 Ableger der Post. Versandfertige Sachen nimmt auch der Paketzusteller an der Haustür mit, wenn er vorbeikommt. Dazu kommt noch eine Vielzahl von Packstationen.

"Wir wissen nicht, wer wo, was bestellt", sagt Nier, aber das Sendungsaufkommen ist definitiv höher als im Vorjahr. Mitte November habe man bereits die Gesamtmenge von 2019 erreicht. Und Spitzentage mit 11 Millionen Sendungen, die die Post 2019 in den Tagen vor Weihnachten registriert hatte, erreichte sie heuer bereits im November. Beim Lockdown im Frühjahr habe man vor Ostern an einigen Tagen die 9-Millionen-Marke geknackt. Im Durchschnitt befördert die Post pro Tag 5,2 Millionen Pakete. Auch bei den Briefen gebe es zu Weihnachten Zuwächse, aber bei weitem nicht so hoch wie bei den Paketen. Insgesamt sank die Zahl der Briefe in den vergangenen zehn Jahren von rund 72 Millionen auf nun 50 Millionen.

Eine Ausdünnung des Filialnetzes sei derzeit bei der Deutschen Post nicht geplant, so Nier. In einem Ort über 2000 Einwohner muss die Post vertreten sein. "Wenn dort keine Infrastruktur mehr ist, stellen wir eine Interimsfiliale hin und halten damit die Präsenz aufrecht." Derzeit ist das aber in der Region kein Thema.

Die Schließung der Postbankfiliale in Altenstadt/WN

Altenstadt an der Waldnaab
Service:

Weihnachtspost rechtzeitig losschicken

  • Spätestens am 18. oder 19. Dezember sollten Päckchen und Pakete bei der Post sein, damit sie noch bis Heiligabend ankommen.
  • Briefe kommen in aller Regel bis zum 24. Dezember beim Empfänger an, wenn sie am 21. oder allerspätestens 22. Dezember vor der Leerung im Briefkasten eingeworfen wurden.

 

 

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