Dieser Beitrag ist Teil einer Serie von Artikeln im Jubiläumsjahr von Oberpfalz-Medien. Viele davon sind in einer Beilage unserer Tageszeitungen am 30. Mai 2026 erschienen.
April 2026: Herbert-Quandt-Medienpreis für Beiträge von Wolfgang Würth zum Aufstieg und Fall der Ziegler-Holding
Mit dem Herbert-Quandt-Medienpreis werden seit 1986 jedes Jahr herausragende wirtschaftsjournalistische Beiträge ausgezeichnet. Für das Jahr 2025 hat die Jury aus rund 200 Einreichungen vier Preisträger für den mit insgesamt 50.000 Euro dotierten Preis ausgewählt. Mit dabei: ein Beitrag von Wolfgang Würth, Redakteur von Oberpfalz-Medien. Ein Jahr nach der Ziegler-Pleite veröffentlichte Oberpfalz-Medien ein Zeitungsmagazin sowie ein Video von ihm unter dem Übertitel "Ziegler – Aufstieg und Fall". Nominiert sind die redaktionellen Inhalte des langjährigen Oberpfalz-Medien-Redakteurs in der Kategorie Crossmedial, die sich dadurch auszeichnet, dass ein Thema über verschiedene Medienkanäle hinweg vernetzt aufbereitet wird.
Herbst 2024: Madsack-Award und Kölner Recherchepreis für Multimedia-Serie "Die Kupfers"
Das Podcast-Team Sebastian Böhm und Christian Gold von Oberpfalz-Medien ist im Herbst 2024 für das Multimedia-Projekt „Die Kupfers“ gleich doppelt ausgezeichnet worden. In einer Artikel-Serie und sechs begleitenden Podcast-Folgen zeichnen Böhm und Gold die Geschichte der jüdischen Glasfabrikanten-Familie Kupfer nach. Die Familie wurde während der NS-Zeit verfolgt, und ihr Schicksal steht exemplarisch für das Unrecht dieser Zeit. Anlass der Recherchen war die Verlegung der ersten Stolpersteine in Weiden im Jahr 2022. Dafür bekamen Böhm und Gold zunächst im September 2024 den Madsack-Award. "Diese Arbeit verbindet das Beste, was Lokaljournalismus leisten kann: gründliche und einfühlsame Recherche sowie die Präsentation der Ergebnisse in bemerkenswerter Qualität. Hier können viele, auch weit größere Redaktionen von der Oberpfalz lernen", erklärte Hendrik Brandt, Chefredakteur in der Madsack-Mediengruppe und Geschäftsführer der Madsack-Stiftung, in seiner Laudatio.
Ähnlich sah das die Jury des Kölner Recherchepreises, den Böhm und Gold im November 2024 ebenfalls gewannen. Sie lobte die Arbeit, die ein „medialer Stolperstein gegen das Vergessen“ sei. Weiter hieß es: „Mit ihren ausgreifenden Recherchen und einer beeindruckenden medialen Aufbereitung haben Sebastian Böhm und Christian Gold die Spuren der Familie Kupfer sichtbar und hörbar gemacht.“ Die Preisverleihung fand im Neven DuMont Haus in Köln statt.
Juli 2024: Dr.-Georg-Schreiber-Medienpreis für "Wie ist es ...?"-Podcast von Sebastian Böhm
Qualitativ hochwertiger Journalismus, der auf Fakten basiert und Antworten auf relevante Fragen liefert, ist für die Gesellschaft wichtiger denn je. Der renommierte Dr.-Georg-Schreiber-Medienpreis würdigt seit 20 Jahren journalistische Beiträge, die sich in diesem Sinne speziell mit Themen im Gesundheitswesen befassen. Dazu gehörte im Jahr 2023 auch die Podcast-Reihe „Wie ist es ...?“ von Oberpfalz-Medien. Redakteur Sebastian Böhm interviewt darin unterschiedlichste Menschen und lässt sie vor dem Mikrofon ihre ganz persönlichen Geschichten erzählen. Vergeben wird der Dr.-Georg-Schreiber-Medienpreis zur Förderung des journalistischen Nachwuchses von der AOK Bayern in Zusammenarbeit mit der Deutschen Journalistenschule München e.V. (DJS) und den Nachwuchsjournalisten in Bayern e.V. (NJB). Die Auszeichnung, die alle zwei Jahre ausgelobt und in verschiedenen Kategorien vergeben wird, ist mit insgesamt 30.500 Euro dotiert.
Mai 2022 und September 2023: Doppelte Auszeichnung für Projekt #oberpfalzwirmüssenreden
Neue Ansätze bei der Publikation von Zeitungsinhalten und bei der Vermarktung von Medien: Dafür werden Medienschaffende alle zwei Jahre mit dem Bayerischen Printpreis ausgezeichnet. Im Jahr 2023 war dafür das Format #oberpfalzwirmüssenreden nominiert: Ein Projekt von Oberpfalz-Medien, das sich gegen sexuelle Belästigung in sozialen Netzwerken richtet.
Die Jury hielt #oberpfalzwirmüssenreden von Eva-Maria Hinterberger, Magdalena Raß und Isabell-Katrin Diehl für ein inspirierendes, abteilungsübergreifendes Projekt, das sich engagiert mit unangebrachten, obszönen oder ungewollten Nachrichten sowie Bildern in den sozialen Medien auseinandersetzt. Die drei Frauen gäben den Betroffenen so eine Stimme und lenkten Aufmerksamkeit auf dieses Thema, das oft zu wenig Beachtung fände.
Für #oberpfalzwirmüssenreden war das bereits die zweite Auszeichnung: Im Mai 2022 hatte das Projekt bereits den „Dr. Georg Schreiber-Medienpreis“ in der Kategorie "Online" gewonnen. Die Jury würdigte damit das Projekt, an dem die drei Frauen fünf Monate lang gearbeitet hatten. Erschienen waren die prämierten Beiträge im Mai 2021 im Onetz und in einem Wochenend-Magazin der Tageszeitung über sieben Seiten.
Januar 2023: "Inklusionspreis für konstruktiven Journalismus" der Stiftung Lebenshilfe Landkreis Tirschenreuth für Redakteurin Lucia Brunner
In Erbendorf oder Mitterteich schnell mal in ein Geschäft am Marktplatz oder über die Ampel - kein Problem, oder? Doch, für Menschen mit Sehbehinderung sogar ein Großes. Wie schwer für sie einfachste Dinge des Alltags sein können, erfuhr eine breite Leserschaft Anfang 2020 in der Zeitung "Der neue Tag" und im Onetz. Geschrieben hat den Artikel Redakteurin Lucia Brunner, nachdem sie an mehreren Tagen mit den betroffenen Senioren auf Tour gewesen war. Auch andere Menschen und ihre Schicksale hat sie seither in die öffentliche Wahrnehmung gebracht. Im Januar 2023 stand Lucia Brunner als Preisträgerin selbst im Mittelpunkt.Die Stiftung Lebenshilfe Landkreis Tirschenreuth verlieh der 30-jährigen Redakteurin von Oberpfalz-Medien den mit 500 Euro dotierten "Inklusionspreis für konstruktiven Journalismus". Warum die Wahl auf Lucia Brunner fiel, erklärte Friedrich Wölfl, Sprecher der neunköpfigen Jury, in seiner Laudatio. Mit ihren Beiträgen habe sie das Thema Inklusion nicht nur in die Öffentlichkeit gebracht, sondern auch die Suche nach Lösungen in den Blick gerückt.
Juni 2019: Nominierung zum Deutschen Lokaljournalistenpreis für die Serie "Tote am Eisernen Vorhang"
Mit dem deutschen Lokaljournalistenpreis zeichnet die Konrad-Adenauer-Stiftung Journalistinnen, Journalisten und Redaktionen aus, die Vorbildliches für den deutschen Lokaljournalismus geleistet haben. Die Auszeichnung, die seit 1980 vergeben wird, hat sich als einer der wichtigsten Medienpreise Deutschlands etabliert. Für den Lokaljournalistenpreis 2018 war die Serie "Tote am Eisernen Vorhang" von Oberpfalz-Medien-Redakteurin Christine Ascherl unter den Nominierten. Sie schaffte es damit in die Endrunde der acht besten Beiträge unter 341 Einsendungen. Die Serie hat ihren Ursprung in Ermittlungen der Weidener Staatsanwaltschaft. Diese rollt die Tötung von vier Deutschen neu auf. Die DDR-Bürger waren zwischen 1967 bis 1986 beim Fluchtversuch über die tschechoslowakische Grenze nach Bayern und Österreich zu Tode gekommen.


















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