14.09.2020 - 10:45 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Mit Stefan Hartwig auf Pilzsuche am Fischerberg

Stefan Hartwig kennt sich mit Schwammerl aus: Der Experte zeigt den Teilnehmern am Oberpfalz-Medien-Kurs gleich zu Beginn ein besonderes Exemplar.

Schwammerl-Experte Stefan Hartwig freut sich, den Teilnehmern seines Workshops ein Exemplar aus der Familie der Knollenblätterpilze präsentieren zu können.
von Helmut KunzProfil

Wer Schwammerl sucht, dürfte wohl nicht gerade erpicht darauf sein, dass das erste Exemplar, das ihm in die Hände fällt, der Familie der Knollenblätterpilze zuzurechnen ist. Wie schon im vergangenen Jahr schnitt Stefan Hartwig gleich zu Beginn seiner Wanderung als Anschauungsmaterial genau diese Pilzsorte ab. Der Schwammerl-Experte weiß allerdings genau, was in die Pfanne darf und was nicht. Und er kennt die Plätze, wo die leckeren Pilze zu finden sind. Am Samstagvormittag teilte er seine Erfahrung mit 25 Schwammerlsuchern, die ihn beim Workshop von Oberpfalz-Medien durch den Wald am Fischerberg begleiteten. Ausgangspunkt war der Parkplatz unterhalb des Vierlingsturms.

Momentan sei die idealste Zeit, Speisepilze zu finden, unterstrich Hartwig. „Noch gut eine Woche lang, dann wird es wieder rückläufig.“ Oben am Fischerberg würden die Schwammerlsucher jetzt hauptsächlich auf Steinpilze stoßen. „Wir finden aber auch viele andere Speisepilze zum Essen: Täublinge, Milchlinge, Maronen, Parasolpilze. Lassen wir uns überraschen.“

Grund für diese Vielfalt sei die Hochlage. Der Waldboden oberhalb von Letzau sei „stocksauer“ aufgrund der vielen Fichten, Kiefern und eingestreuten Buchen. Auch wenn die Kurzteilnehmer corona-bedingt Abstand hielten, wurden die gefunden Pilze gleich noch vor Ort und während der gemeinsamen Wanderung durch den Wald besprochen. Nach Abschluss der mehrstündigen Exkursion begutachtete Hartwig die gesammelten Werke. „Wir wollen ja nicht, dass etwas Falsches in die Körbe gerutscht ist."

„Abschneiden oder raus drehen ist die zweithäufigste Frage beim Schwammerlsuchen.“ Hierbei gebe es eine ganz einfache Regel: „Bin ich mir sicher, dass der Pilz essbar ist, kenne ich ihn, dann immer abschneiden.“ Wer sich unsicher sei, sollte den Pilz heraus drehen. „Unten an der Stielbasis gibt es bestimmt Merkmale, an denen man den Pilz festmachen kann.“

Wer zum Pilzsuchen in den Wald gehe, sollte unbedingt einen Korb bei sich tragen. Plastiktüten seien ungeeignet. „Auch niemals Pilze in Plastikeimern transportieren.“ Denn darin würde sich ein Mikroklima bilden. „Das Pilz-Eiweiß zersetzt sich und kann sehr leicht zu einer Lebensmittelvergiftung führen.“ Zu speziellen Pilz-Zubereitungsrezepten äußerte sich Hartwig nur auf Nachfrage.

Ein Pressather findet einen seltenen Pilz

Pressath

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