28.09.2018 - 10:47 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Thomas Bäumler kandidiert erneut für Kirchenvorstand: "Ich habe es nie bereut"

Die Protestanten der Stadt haben im Oktober gleich zwei Mal die Wahl. Nicht nur bei der Landtagswahl am 14. Oktober, sondern auch bei der Kirchenvorstandswahl am 21. Oktober können sie ihre Stimme abgeben.

Thomas Bäumler kandidiert erneut als Mitglied des Kirchenvorstands.
von Julia Hammer Kontakt Profil

(juh) Einige Kandidaten sind keine Unbekannten - so wie Thomas Bäumler. Die neuen Mitglieder des Kirchenvorstands im Dekanat Weiden werden per Briefwahl bestimmt. "Sie sind das Leitungsgremium der Kirchengemeinde", informiert Susanne Götte, Öffentlichkeitsreferentin im Dekanat. Die Aufgaben sind vielseitig: Gemeindeentwicklung, Personalentscheidungen, Kooperationen. Seit sechs Jahren stellt sich der 43-jährige zweifache Familienvater und Wirtschaftsjurist Bäumler aus der Gemeinde St. Michael diesen Herausforderungen - und möchte das auch weiterhin machen. Im Interview erzählt er, warum.

ONETZ: Wie lange wirken Sie schon als Mitglied des Kirchenvorstandes?

Thomas Bäumler: In Weiden seit der letzten Wahl im Oktober 2012. Davor war ich schon einmal in meiner vorherigen Kirchengemeinde St. Georg in Plößberg sechs Jahre als Kirchenvorstand tätig .

ONETZ: Wieso haben Sie sich damals für eine Kandidatur entscheiden, wieso nun wieder?

Thomas Bäumler: Es hat mir schon immer Spaß gemacht, mich kirchlich zu engagieren, früher bei einer Jugendgruppe und lange Jahre als Trompeter in einem Posaunenchor. Deshalb habe ich mich gefreut, als ich damals angesprochen wurde, ob ich Lust hätte, für den Kirchenvorstand Weiden zu kandidieren. Ich habe es nie bereut. Die Arbeit im KV hat ebenfalls viel Spaß gemacht. So war es ganz klar, dass ich mich wieder sehr gerne für dieses Amt zur Verfügung stelle.

ONETZ: Was verbindet Sie mit der evangelischen Kirche?

Thomas Bäumler: Der offene, ehrliche und wertschätzende Umgang miteinander und die Tatsache, dass jeder in seiner Meinung tatsächlich frei ist – und diese auch sagen darf. Dieses Gefühl hat mir die „evangelische Kirche“ tatsächlich auch schon seit meiner Jugend vermittelt und daran hat sich bis heute nichts geändert.

ONETZ: Für viele Menschen – vor allem junge – gehört die Kirche nicht zum Leben. Wie problematisch ist das im alltäglichen Kirchenleben?

Thomas Bäumler: Es ist problematisch, da die Jugend – wie überall – auch innerhalb der Kirche die Zukunft darstellt. Es ist ziemlich erschreckend, in eine schwindende Zukunft zu blicken. Die Ideen, die ich habe, um diesen Trend entgegenzuwirken, bringe ich mit anderen Kirchenvorständen und hauptamtlichen Kräften in einer eigens dafür gegründeten Arbeitsgemeinschaft ein. Die wichtigste Idee ist, diesen jungen Menschen zu vermitteln, dass sie mit ihren Ideen ernst genommen werden und dass sie erkennen, wie wertvoll eine funktionierende Gemeinschaft ist.

ONETZ: Wie verantwortungsvoll ist die Aufgabe eines Kirchenvorstands?

Thomas Bäumler: Sehr verantwortungsvoll, da dem Kirchenvorstand auch die Entscheidung über den Umgang mit kirchlichen Gebäuden und Finanzen obliegt. Noch wichtiger ist, dass der Kirchenvorstand überwiegend aus ehrenamtlichen Kräften besteht, die – so sehe es jedenfalls ich – als Bindeglied oder Dolmetscher zwischen der Gemeinde und den hauptamtlichen Kräften, hauptsächlich den Pfarrerinnen und Pfarrern, fungieren und oft den jeweils anderen Blick von der einen auf die andere Seite transportieren können – und auch müssen.

ONETZ: Mit welcher Wahlbeteiligung rechnen Sie?

Thomas Bäumler: Da bei dieser Wahl die Briefwahlunterlagen zusammen mit den Wahlscheinen versendet worden sind, gehe ich davon aus, dass die Wahlbeteiligung noch höher sein wird, als bei der letzten Wahl 2012. Eine Aussage über einen bestimmten Prozentsatz traue ich mir aber nicht zu. So nah ist man dem allmächtigen und allwissenden Gott dann selbst als Kirchenvorstand nicht.

ONETZ: Was war Ihr bisher schönstes Erlebnis, Ihr größter Erfolg?

Thomas Bäumler: Es gab es in dieser Amtsperiode viele verschiedene schöne Situationen. Ich freue mich sehr darüber, dass es uns als Kirchenvorstandsgremium gelungen ist, das Evangelische Vereinshaus durch Zusammenarbeit mit einem professionellen Partner und entsprechend ausgerichteter Strategie neu und nachhaltig zu beleben und zukunftsfähig zu machen und insofern die zum Teil unvorhersehbaren Auswirkungen des NOC auf eben dieses Haus in ein positives Gegenteil verkehrt haben zu können.

Die Kandidaten zur Kirchenvorstandswahl im Dekanat Weiden:

St. Michael: Thomas Bäumler, Angelika Beddig-Jaeger, Christioph Birner, Michael Emmerich, Karl Gerhard, Elisabeth Heider, Iris Hilburger, Uwe Ibl, Priscillia Jersak, Martin Kießling, Tino Krumbiegel, Klaus Nixdorf, Dorothee Rühl, Jutta Schaller, Horst Seifert, Christoph Thomas, Sybille Wagner, Verena Waßink und Matthias Wellstein.

St. Markus: Sandra Farnbauer, Herbert Jung, Doris Kick, Thomas Loukas, Nicole Ottersbach, Witali Schledewitz, Elena Schneider und Hannelore Weber.

Bartholomäus Rothenstadt und Etzenricht: Kurt Beyser, Reinhard Brunner, Juliana Dotzler, Silke Greitzke, Nicole Heinz, Kathleen Pöschl, Axel Rast, Sonja Rustler, Robert Schätzler, Ernst Streloke, Fritz Streloke, Doris Troglauer, Christina Überall, Bianca Wager und Kerstin Weber.

Neunkirchen St. Dionysius: Elfriede-Carina Cummings, Michael Dendorfer, Reinhold Drechsler, Hans Joachim Grajer, Daniela Klier, Günter Kraft, Michael Kraus, Hans Miederer, Nadine Röckl-Wolfrum, Ernst Werner, Silke Winkler und Ramona Zupfer.

St. Peter und Paul Mantel: Doris Borchardt, Markus Janner, Annette Punzmann, Luise Riedel, Markus Schieder, Helga Steiniger,Harald Stengel, Rosemarie Uschold, Ottokar Wätzold und Elke Wiesner.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.