Am 9. November hätte Hans Stock seinen 82. Geburtstag feiern können. Zahlreiche Glückwünsche wären ihm sicher gewesen, denn Zeit seines Berufslebens hat er sich den Namen "Mister Baywa" erarbeitet. Der Spitzname würdigt sowohl den weitsichtigen Kaufmann als auch den zugänglichen Chef, verlässlichen Geschäftspartner und überhaupt den angenehmen Zeitgenossen.
Es ist aber auch die Zusammenfassung einer heute selten gewordenen Mischung aus Karriere und Betriebstreue. Bei der Baywa seiner Heimatstadt Weiden begann Stock als 15-Jähriger eine Lehre als Groß- und Außenhandelskaufmann. 44 Jahre später ging er als Hauptgeschäftsführer im gleichen Unternehmen in den Ruhestand.
Das, was heute noch der Inbegriff des Baywa-Standorts Weiden ist, der Baustoff-Handel, ist das Pflänzchen, das Hans Stock zum soliden Baum hochgezüchtet hat. Auf ihn gehen der Neubau und das Wachstum in der Unteren Bauscherstraße zurück. Der Bau- und Gartenmarkt an gleicher Stelle ist geschlossen, die Agrarsparte ist nach Wernberg umgezogen, aber der Bauwarenhandel hält die grüne Baywa-Fahne nach wie vor in Weiden hoch.
Die kaufmännischen und charakterlichen Talente Stocks sprachen sich bis in die Unternehmenszentrale nach München herum. Dort hätte er noch ein paar Sprossen auf der Karriereleiter nehmen können. Doch der Familienmensch, Schwimmer und Radfahrer zog lieber den Schritt in den Ruhestand kurz nach dem 60. Geburtstag vor. Heute wird er auf dem Stadtfriedhof beerdigt.















Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.