29.10.2020 - 18:11 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Umfrage in Weiden: Was halten Sie vom zweiten Corona-Lockdown?

Diesen Artikel lesen Sie mit
Was ist OnetzPlus?

Nun ist es endgültig: Der zweite Lockdown in diesem Jahr beginnt am Montag, 2. November. Kontakte werden strikter beschränkt, Freizeiteinrichtungen und Restaurants müssen schließen. Wie finden die Weidener das? Wir haben uns umgehört.

Egal ob mit dem Fahrrad oder zu Fuß: In der Weidener Fußgängerzone gilt Maskenpflicht. Ab Montag kommen weitere Einschränkungen hinzu.
von Helmut KunzProfil

„Selbstverständlich habe ich Verständnis für den neuerlichen Lockdown“, sagt Walter Schell. „Wir haben nun einmal diese Pandemie, deshalb finde ich die Maßnahmen richtig. Ich kann Leute nicht verstehen, die dagegen demonstrieren. Das ist nicht mein Ding.“ Was er vermissen werde? „Ich lebe alleine. Hauptsache die Geschäfte bleiben offen.“ Wie er bisher durch die Pandemie gekommen sei? „Ich lebe noch und bin glücklich.“

Walter Schell.

„Ich habe schon Verständnis für den Lockdown“, unterstreicht Ulrike Hertlein. „Wofür ich wenig Verständnis zeige, ist, dass Lokale, die bisher alle entsprechenden Maßnahmen getroffen haben, auch schließen müssen. Die sollten offen bleiben dürfen.“ Die Regelungen in Schulen und Betrieben finde sie in Ordnung. „Shoppen und hinaus in Natur gehen darf man ja. Ich vermisse die Begegnungen in enger Runde in den Gaststätten. Bisher bin ich ideal durch die Pandemie gekommen.“

Ulrike Hertlein.

„Ich habe für den Lockdown in dieser Form nur teilweise Verständnis“, betont Renate Schirdewahn. „Für die Gastronomie verstehe ich ihn nicht. Da hat es doch den Sommer über in der Fußgängerzone super funktioniert. Für die Sportvereine, in denen viele junge Leute in Massen zusammengekommen, eher schon." Ansonsten sollte halt jeder Rücksicht nehmen. "Ich werde die abendlichen Lokalbesuche vermissen. Mein Mann feiert seinen 65. Geburtstag. Wir wollten essen gehen. Kann man vergessen. Aber es gibt Schlimmeres. Bisher bin ich, mit Rücksicht, gut durch die Pandemie gekommen.“

Renate Schirdewahn.

„Ich habe voll und ganz Verständnis für diesen Lockdown“, sagt Helmut Schneider. „Wenn wir diese Pandemie jetzt nicht kappen und sie weiter ansteigt, dann erwarten uns in Deutschland noch ganz andere Sachen. Ich bin schon dafür, dass wir ein Stück weit diszipliniert durch die Gegend laufen.“ Vermissen werde auch er seine Restaurantbesuche. Bisher sei er bei der Einhaltung der Auflagen gut über die Runden gekommen. „Ich lebe alleine und halte mich zurück.“

Helmut Schneider.

„Wir sind alle gefährdet“ meint Angelika Birkmüller. „Jeder muss aufpassen, dass er niemanden anders gefährdet. Das halte ich für wichtig. Wir wissen alle nicht, was genau durch das Virus passiert. Ich vermisse während der Lockdown-Phase meine Freunde und Bekannten. Ich habe jetzt bald Geburtstag. Der fällt aus." Die Pandemie habe sie gar nicht gemerkt. "Ich arbeite, bei mir ging alles geregelt weiter. Vermisst habe ich die Urlaubsreisen.“ Was sie an der Maske stört? „Mein Brillenglas ist ständig beschlagen.“

Angelika Birkmüller.

„Die Maßnahmen sind da, um die Menschen vor dem Virus zu schützen“, macht Abdulkarim Badea deutlich. „Ich kann den Lockdown nachvollziehen, weil er uns Sicherheit bringt. Dass wir durch dadurch alle geschützt werden sollen, finde ich wirklich großartig. Unsere Bewegungsfreiheit wird wohl in den kommenden Wochen etwas eingeschränkt sein." Aber all dies sei doch nur zum Wohle der Bevölkerung. "Wir versuchen die ganze Zeit schon, uns und auch andere nicht anzustecken."

Abdulkarim Badea.

„Meine Gefühle sind gemischt“, sagt Achmed Kueugeru. „Ich finde, dass wir angeschmiert werden. Ich verstehe beide Seiten: Das Virus und die Schutzmaßnahmen dagegen. Aber wir müssen nicht alles kaputt machen. Ich vermisse in den nächsten Wochen ganz stark meine Freunde und meinen Bekanntenkreis." Bisher sei er eigentlich gut durch die Coronakrise gekommen. "Ich bin jemand, der auch alleine was unternimmt und ich halte meinen Abstand ein.“

Achmed Kueugeru.

"Querdenker"-Marsch vorbei am Klinikum Weiden: Wer hat das genehmigt?

Weiden in der Oberpfalz
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.