Wird in Weiher Kirwa gefeiert, ist seit 184 Jahren beste Stimmung garantiert. So war es nach zwei Jahren Corona-Pause auch heuer wieder. Ob Wetter, Musikgruppen, Tänze der schmucken Kirwapaare, Bewirtung oder Gästeandrang – alles passte. Drei Tage lang war der Sportplatz am Fuße des Rotbühl Zentrum des Kirwatrubels. Zum zwölften Mal hatten Feuerwehr und Kirwaleit dorthin eingeladen. 30 Meter hoch ragte der Kirwabaum, der aus dem Kirchenholz geholt werden konnte, aus dem zwei Meter tiefen, von Hand gegrabenen Loch in den Himmel. Die Boum hatten ihn am Samstag am frühen Morgen geholt, die Moidln ihn geschmückt. Am Samstagnachmittag wurde er auf dem Festplatz in die Senkrechte gehievt. Dass am Abend Riesenstimmung herrschte, war das Verdienst der Birgländer Bäiazüpfl. Das Quartett brachte die Gäste dermaßen in Stimmung, dass so mancher den Heimweg erst antrat, als es schon wieder hell wurde.
Der Kirchweihsonntag begann mit einem sehr gut besuchten Gottesdienst in der Dorfkirche Mariä Opferung, zelebriert von Stadtpfarrer Johann Hofmann. Dann ließ man sich das Mittagessen schmecken. Reißenden Absatz fanden die von den Kirwamoidln und Weiherer Frauen gebackenen Küchln. Kurz nach 15 Uhr marschierten die 16 Kirwapaare, angeführt von den „Allerscheynst’n“, auf dem Sportplatz zum Baumaustanzen ein. Es gab viel Beifall für den Schottisch, den Jägermarsch, die Sternpolka und den Zwiefachen. Der Kirwawalzer endete mit der Kür von Stefanie Marxer und Sebastian Wendl zum Oberkirwapaar. Anschließend hielt der Harmonika Franz die Gäste bis in die Abendstunden bei Laune.
Am Kirwamontag fanden sich viele Firmen- und Behördenvertreter aus Hirschau und Umgebung zum Mittagessen ein. Rund ging es dann im Dorf beim Kirwabärtreiben. Dieses Mal hatte es Peter Hanauer erwischt. Zum Endspurt spielten am Abend „D’Boazn Briada“ auf. Kirwa-Schlussakt war die Verlosung des Kirwabaumes. Christopher Kummer hieß der Gewinner.














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