Das gute Miteinander pflegt der Wernberg-Köblitzer Pfarrer Markus seit 26 Jahren in der Pfarreiengemeinschaft. An Christi Himmelfahrt feiert der Geistliche seinen 60. Geburtstag.
Machen und machen lassen, ist seine Devise. Nur so ist auch die gute Kooperation mit vier Ruhestandsgeistlichen in der großen Pfarreiengemeinschaft mit knapp 6000 Gläubigen zu erklären. Mitglieder der Pfarrei sind bereit, sich zu engagieren. In den beiden Pfarrgemeinderatsgremien, sechs Kirchenverwaltungen und zwei Ortsgremien findet Pfarrer Ertl ein offenes Ohr.
Der Geistliche ist gerne unter Menschen. So hätte er sich auch seinen runden Geburtstag etwas anders vorgestellt: Am Donnerstag auf dem Marktplatz in geselliger Runde nach dem Flurumgang. In Corona-Zeiten ist das nicht möglich. "Vielleicht ergibt sich später eine passende Gelegenheit", hofft er.
Eigentlich war Pfarrer Ertls Lebensweg ein ganz anderer: Am 31. Mai 1961 in Sulzbach-Rosenberg geboren, entschied er sich für den Beruf des KFZ-Mechanikers. Doch in der kirchlichen Jugendarbeit wuchs in ihm der Wunsch, Priester zu werden. Ertl besuchte die Spätberufenenschule in Fockenfeld. Abitur, Theologiestudium in Regensburg, Praktikum in Wiesau folgten. Am 29. Juni 1991 wurde Markus Ertl in Regensburg zum Priester geweiht. Nach Kaplanjahren in Kötzting und Dingolfing wurde der damals 34-Jährige am 28. August 1995 zum Nachfolger des verstorbenen Wernberger Pfarrers Josef Birk ernannt. Inzwischen hat er seinen Dienstsitz von Wernberg nach Unterköblitz verlegt. Doch auch hier steht die Tür zum Pfarrhaus offen.
In der damals 1600 Gläubige zählenden Pfarrei St. Anna fasste Pfarrer Ertl schnell Fuß. In der Pfarrei warteten viele Aufgaben. Der Neubau des Kindergartens St. Anna stand an. Das Pfarrheim St. Anna entstand, Burgkapelle und die Kapelle am Kalvarienberg sind renoviert. Ein Großprojekt war die Generalsanierung der Pfarrkirche St. Anna. Renovierungen liefen in den Kirchen in Woppenhof, Deindorf und Neunaigen, jetzt ist Glaubendorf an der Reihe. Eine Mammutaufgabe war neben den Bauarbeiten die Organisation der Pfarreiengemeinschaft.
Doch "die Frohbotschaft Jesu verkünden", ist sein zentrales Thema. Das macht er in der Heiligen Messe, bei Bibelwanderungen des Frauenbundes und der KAB oder bei diversen Wallfahrten. Der katholische Geistliche pflegt die Ökumene und packt auch ganz praktisch mit an: Ertl ist Mitglied der Feuerwehr Wernberg, im Kirwaverein gerne gesehen und bei der KAB Wernberg Vorsitzender. Seine Hauptaufgabe sieht Pfarrer Ertl darin, "den Menschen die Freude am Glauben zu vermitteln und ihnen zu zeigen, dass Gott im Leben wichtig ist."





















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