13.08.2020 - 09:58 Uhr
Wernberg-KöblitzOberpfalz

Wasserpreis in Friedersdorf auf neuem Niveau

Das Trinkwasser für den Ortsteil Friedersdorf wird teurer – mehr als doppelt so teuer, um genau zu sein. Und in Neunaigen wird das Friedhofskreuz entfernt. Dazu gibt es einen interessanten Vorschlag aus dem Martkrat Wernberg-Köblitz.

Für das kleine Friedersdorf hat sich der Wasserpreis um mehr als das Doppelte erhöht. Hauptabnehmer sind Landwirte mit Viehzucht, die täglich enorme Mengen an Wasser benötigen. Im benachbarten Rottendorf ist vor zwei Jahren die öffentliche Wasserlieferung ausgefallen: Da musste die Feuerwehr das wichtige Nass zu den Bauern bringen (Foto).
von Thomas Dobler, M.A. Kontakt Profil

Wie der Marktrat bei seiner letzten Sitzung erfuhr, kauft Wernberg-Köblitz für seinen Ortsteil Friedersdorf (34 Einwohner) das Trinkwasser vom Wasserzweckverband Neunaigen-Kemnath. Bislang kostet der Kubikmeter 1,12 Euro. Rund 4000 Kubikmeter Wasser werden pro Jahr für das Bauerndorf benötigt. Nun hat sich der Zweckverband gemeldet, nachdem seine neue Gebührenkalkulation fertig war. Das Ergebnis: Trinkwasser soll jetzt 2,51 Euro pro Kubikmeter (plus Umsatzsteuer) kosten – und zwar rückwirkend zum 1. Januar dieses Jahres. Entsprechend musste nun vom Marktrat der zugrundeliegende Wasserlieferungsvertrag geändert werden. Was dieser auch tat.

Bürger zeigen Initiative

Nachdem das Kreuz auf dem Friedhof Neunaigen durch Witterungseinflüsse beschädigt wurde, hat das Rathaus beim Bauhof den Abbau des Kreuzes in Auftrag gegeben. In der Ratssitzung war nun zu hören, dass sich ein Neunaigener Bürger bereit erklärt habe, ein neues Kreuz zu bauen, wobei die Holzkosten die Marktgemeinde übernimmt. Der Korpus, ebenfalls beschädigt, wird eingelagert. Bürgermeister Konrad Kiener spekulierte, ob dessen Restaurierung ebenfalls privat erfolgen könnte: „Durch die Dorfgemeinschaft oder eine andere Vereinigung vielleicht?“

Nicht ganz so billig kommen die Erdbauarbeiten, mit denen drei Regenüberlaufbecken via Glasfaserkabel an das Prozessleitsystem der Kläranlage angeschlossen werden. Das wirtschaftlichste Angebot dafür hat die Oberviechtacher Baufirma Baumer abgegeben, die dafür knapp 100 000 Euro möchte und den Auftrag auch bekommen hat. Weitere 30 000 Euro müssen für Nebenkosten ausgegeben werden, etwa für die Deponiegebühren für das überschüssige Aushubmaterial und ähnliches. Eingebunden in den Auftrag werden auch die Firmen Hägler aus Pfreimd (Spleisarbeiten) und Fischer aus Wilting (Programmieren des Prozessleitsystems). Sie müssen gesondert entlohnt werden.

37 Meter ist der unscheinbare Feld- und Waldweg lang, über den der künftige Dirt-Bikes-Park im Bereich des Rabenbühl-Spielplatzes erreicht werden kann. Der Weg, der am westlichen Ende der Max-Meier-Straße beginnt, hat jetzt eine öffentliche Funktion und muss rechtlich anders behandelt werden. Dazu gab der Marktrat seinen Segen.

Nur eine Formalie war für den Rat die Bestätigung des Kommandanten und seinem Stellvertreter der Glaubendorfer Feuerwehr. In diese Positionen wurden kürzlich Herbert Mutzbauer und Johannes Hägler gewählt. Hägler muss allerdings noch einen Führungs-Lehrgang an der Feuerwehrschule absolvieren.

Zwei Euro pro Kubikmeter

Nachdem jetzt die Abrechnung für das Jahr 2018 vorliegt, hat sich gezeigt, dass bei einer Bilanzsumme von 11,5 Millionen Euro das Wasserwerk einen Gewinn von 142.000 Euro ausgewiesen hat. In der Summe sind bereits jene 17.000 Euro enthalten, die den Überschuss der Photovoltaikanlagen ausmachen. Die Wassergebühr beträgt derzeit zwei Euro pro Kubikmeter.

Mitgeteilt wurde vom Bürgermeister überdies, das den Markt im letzten Jahr fast 16.000 Euro an Spenden erreicht haben. Über die Hälfte war für den Kinderspielplatz in Neunaigen gedacht, die Feuerwehren wurden mit 3000 Spenden-Euro bedacht, das Kinderhaus „Marktzwerge“ mit 2000. Ein knapper halber Tausender ging an den Kinderspielplatz Feistelholz.

Ein Jahrzehnt lang ringt der Marktrat mit der Entscheidung, eine neue Sporthalle zu bauen

Wernberg-Köblitz
Da das Kreuz auf dem Friedhof Neunaigen durch Wind und Wetter beschädigt wurde, hat das Rathaus beim Bauhof den Abbau des Kreuzes in Auftrag gegeben.

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