30.07.2019 - 10:37 Uhr
WiesauOberpfalz

Lob für Projektarbeit mit Modellcharakter

Es ist ein Hingucker und Handwerkskunst vom Feinsten. Rollladen- und Sonnenschutzmechatroniker haben ein besonderes Markisen-Modell gefertigt.

Geplant und fertiggestellt wurde die doppelarmige Scherenmarkise von Fachschülern am Beruflichen Schulzentrum Wiesau. Vorgestellt und näher erläutert wurde sie von den Lehrern Thomas Diertl, Thomas Metzler, Uwe Heider, Robert Wolfrum und Jürgen Böckl (von links).
von Werner RoblProfil

Präsentiert wurde das funktionsfähige Markisen-Modell bereits bei der Freisprechungsfeier der Rollladen- und Sonnenschutzmechatroniker am Beruflichen Schulzentrum (BSZ) Wiesau. Über die Besonderheiten und wie die Projektarbeit entstand, informieren die betreuenden Fachpädagogen im Gespräch mit Oberpfalz-Medien.

Verkäuflich sei das Ausstellungsstück, das zum Blickfang in der Berufsschulaula wurde, freilich nicht, verweist Thomas Diertl auf den Modell-Charakter der außergewöhnlichen Sonnenschutzanlage, die am BSZ entwickelt wurde. Der Fachlehrer gab den Anstoß für die Projektarbeit, die den Arbeitstitel "Doppelseitige Scherenarmmarkise auf einer Wellenlänge" trägt.

Markisen planen und montieren ist ein Lernfeld, das sich "7+10 - Markisen planen, fertigen und montieren" nennt. Am Beruflichen Schulzentrum gehört es zu den vielen Ausbildungseinheiten, um damit angehende Rollladen- und Sonnenschutzmechatroniker, betreut von fachlich geschulten Leuten, praxisnah auf ihr Handwerk vorzubereiten. Dazu zählt Fachlehrer Thomas Diertl.

"Das Projekt umfasste zentrale fächer- und lernfeldübergreifende Problemstellungen, die exemplarisch für geschäftsprozessorientierte und betriebliche Vorgänge sind", erklärt Thomas Diertl und ergänzt: "Die Aufgabenstellung umfasste die technischen Zeichnungen, das Anfertigen von Bauteilen, zudem auch das Erarbeiten von Baugruppen und Erfassen von detaillierten Stücklisten. Selbstständig entwickelten die Auszubildenden auch eine notwendige Arbeitsplanung und Fertigungssteuerung, um zeitnah in die Produktion beziehungsweise Qualitätssicherung einzusteigen."

Im Team

Die gemeinsame Arbeit dauerte mehrere Monate, in denen jeweils drei bis fünf Schüler zu einem Team geformt wurden. Unterstützt wurden die Rollladen- und Sonnenschutzmechatroniker auch von weiteren Lehrkräften. Studienrat Dominik Fürst und Fachlehrer Robert Wolfrum halfen bei der Analysierung und Realisierung und ließen den Auszubildenden viel freie Hand bei der Lösung und anschließenden Bewertung des Einzelstückes. "Einfließen ließ man auch die Aspekte der Wirtschaftlichkeit, Fragen der Arbeitsergonomie und der Arbeitssicherheit", fährt Thomas Diertl fort. "Nicht außer Acht ließen wir dabei aber auch die Aspekte, die Mensch und Umwelt betreffen." Für die Bearbeitung des Ausbildungs-Projektes wurde pro Unterrichts-Blockwoche je ein Projekttag eingeplant.

Ideenreich und innovativ

Beeindruckt von den Leistungen der Rollladen- und Sonnenschutzmechatroniker äußert sich der stellvertretende Schulleiter, Thomas Metzler, der die Projektarbeit der Klassen MRO 12a und 12b in Augenschein nimmt. Die Scherenmarkise ist nicht nur ein Ausstellungsstück und soll auch nicht im Archiv verschwinden. "Es soll für Lernzwecke verwendet werden", kommentiert Metzler den künftigen schulischen Einsatz der doppelseitigen Scherenarmmarkise auf einer Wellenlänge und fügt hinzu: "Mit dem ideenreichen und innovativen Projekt bewies der Abschlussjahrgang 2019 eindrucksvoll, was er bei uns gelernt hat, um es im beruflichen Leben umzusetzen."

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.