23.04.2021 - 15:50 Uhr
WiesauOberpfalz

Wiesauer Wasserversorgung: Voller Einsatz bei Nachtbaustelle

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Eine Nachtbaustelle an der Egerstraße in Wiesau sorgte nicht nur für Verkehrsbehinderungen. Die Arbeiten legten auch die Wasserversorgung weitgehend lahm. Bauamt und Wasserwerk erläutern die Hintergründe.

Mit Blick auf die betroffenen Anwohner fanden die Arbeiten in der Egerstraße in den Nachtstunden statt.
von Werner RoblProfil

„Die Verlegung einer neuen Wasserversorgungsleitung im Bereich des ehemaligen Festplatzes und des Sportzentrums an der Egerstraße wurde aufgrund verschiedener Baumaßnahmen notwendig“, erklärte Bauamtsmitarbeiter Alexander Bäumler auf Anfrage von Oberpfalz-Medien. „Zudem“, so der Verwaltungsangestellte, „war auch eine Umverlegung der Wasserversorgungsleitung am Grundstück der Feuerwehr erforderlich“. Bäumler erinnerte in diesem Zusammenhang an die geplanten Neubauten einer Feuerwehrhalle und des Norma-Verbrauchermarktes beziehungsweise die dafür erforderlichen Neuanschlüsse.

„Der Markt Wiesau beauftragte das Unternehmen mit der Neuverlegung in geschlossener Bauweise.“

Alexander Bäumler

In den Blick rückte Bäumler nicht zuletzt die Sanierung des Schulsportzentrums. Dessen Gaststätte erhält einen separaten Hausanschluss. Zudem ist, um die Auflagen für den Feuerschutz erfüllen zu können, im Bereich des Sportgeländes ein neuer Unterflurhydrant notwendig. Als weiteren Grund erwähnte er die Herstellung eines Ringschlusses für die nahe Wiesenstraße. Deutlich verbessert werden soll auch die Bewässerungsanlage der nahen Sport- und Tennisplätze.

Spülbohrverfahren

Die Verlegung der neuen und rund 180 Meter langen HDPE-Trinkwasserleitung wurde bereits im Vorfeld der Nachtbaustelle mittels Horizontal-Spülbohrverfahren durchgeführt. Dafür nutzte man einen Synergieeffekt: Aktuell arbeitet das Unternehmen Heinz-Bente (Gräfenhainichen) in der Nähe, um an der Photovoltaik-Anlage Fürstenhof beziehungsweise im Wiesauer Ortsgebiet Kabel zu verlegen. „Der Markt Wiesau beauftragte das Unternehmen mit der Neuverlegung in geschlossener Bauweise“, informierte Bäumler. So konnten, im Vergleich zur herkömmlichen Verlegung in offener Bauweise, erhebliche Kosten gespart werden. Laut Bäumler nahm die Gemeinde allein dafür rund 30.000 Euro in die Hand.

Nach Angaben aus dem Wasserwerk wurde die Baustelle an Egerstraße/Feuerwehrhaus bereits am Donnerstag und Freitag, 15. und 16. April, vorbereitet. Eigentlicher Baustellenstart war laut Wasserwart Martin Förster am darauffolgenden Dienstag gegen 18 Uhr. „Die Baustelle wurde abgesichert, halbseitige Sperrungen wurden aufgebaut. Material wurde hergerichtet und geprüft. Zudem fand eine Baustellenbesprechung statt“, informierte dazu der Wasserwart. Ab 20.45 Uhr wurden die Leitungen bis etwa 4.30 Uhr am darauffolgenden Mittwoch abgesperrt. Umgehend erfolgten der Ausbau der vorhandenen Leitung und der Einbau der Armaturen (wie Schieberkreuz, Unterflurhydrant) sowie die Ein- und Umbindung der neuen bereits verlegten Wasserleitung an das Netz. Stets vor Ort waren die Mitarbeiter des gemeindlichen Wasserwerkes, Martin Förster und Christian Schön.

"Es galt, Rücksicht auf die betroffenen Anwohner, Landwirte und Handwerksbetriebe zu nehmen.“

Wasserwart Martin Förster

Auf die Frage, warum die bedeutenden Bauarbeiten ausschließlich in der Nacht erfolgten, erklärte Martin Förster vom Wasserwerk: "Es galt, Rücksicht auf die betroffenen Anwohner, Landwirte und Handwerksbetriebe zu nehmen.“ Mit ein Grund war auch, dass der benachbarte Rewe-Verbrauchermarkt zu dieser Zeit geschlossen ist. „Bereits im Vorfeld war uns klar, dass die Bauarbeiten im Bereich der Gashochdruckleitung aufwendig sein werden.“

Prüfen, spülen, entlüften

Bereits um 3.30 Uhr konnten die zuvor entleerten Leitungen wieder befüllt, auf Druck geprüft, gespült und entlüftet werden. Eine Stunde später war das Wasser im Süden von Wiesau, in Schönhaid, Leugas, Fichtenschacht wieder verfügbar.

Den Kostenanteil für die Armaturen und die Ausgaben für den erforderlichen Tiefbau durch die Firma Streber aus Wiesau bezifferte Alexander Bäumler auf rund 25.000 Euro. Um den Brandschutz sicherzustellen, wurden die ILS und die Feuerwehr beziehungsweise Kreisbrandinspektor Stefan Gleißner eingebunden.

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