29.07.2021 - 15:54 Uhr
AmbergSport

Corinna Schwab vor Olympia-Start: "Natürlich bin ich aufgeregt"

Es ist eine doppelte Premiere: Erstmals startet eine 4x400-Meter-Mixed-Staffel bei Olympischen Spielen – und für Corinna Schwab aus Hiltersdorf (Kreis Amberg-Sulzbach) geht ein langgehegter Traum in Erfüllung.

Corinna Schwab (links), Ruth-Sophia Spelmeyer-Preuß, Marvin Schlegel und Manuel Sanders liefen die schnellste Zeit eines deutschen Teams über die 4x400 Meter der Mixedstaffel.
von Reiner Fröhlich Kontakt Profil

Bei den Weltmeisterschaften 2019 in Doha (Katar) stand die 4x400-Meter-Mixed-Staffel zum ersten Mal auf dem Plan, in Tokio ist diese Disziplin nun olympisch geworden. Im deutschen Aufgebot für den Vorlauf am Freitag (13 Uhr MEZ, 20 Uhr Tokio-Zeit) steht Corinna Schwab, die sich mit ihrer ersten Teilnahme an Olympischen Spielen einen Jugendtraum erfüllt hat. "Natürlich bin aufgeregt, aber es ist wichtig, dass man runterfährt. Aber es überwiegt die Vorfreude auf den Start und die Erlebnisse", erklärt die Athletin aus Hiltersdorf (Kreis Amberg-Sulzbach). Am Dienstag flog sie mit weiteren Leichtathleten vom Trainingslager in Miyazaki aus dem Süden Japans, wo sie sich auf ihre möglichen Starts vorbereitet hat, nach Tokio ins olympische Dorf. "Es ist hier sehr beeindruckend, und alles noch größer als man es sich vorgestellt hat", berichtet die 22-Jährige. Größer und doch nicht so wie zu Beginn der Olympischen Spiele, als die Organisatoren darauf geachtet haben, dass nicht zu viele Athleten sich hier tummeln. Deshalb auch das Trainingslager der Deutschen auf einer kleinen Insel im Süden Japans. Keine "Geisterkulisse" sei es, so Schwab, weil "man natürlich auf dem Weg zur Mensa und in der Mensa viele andere Sportler trifft". Sie und die anderen deutschen Staffel-Mitglieder bleiben bis zum Ende der Spiele im olympischen Dorf und werden nicht mehr zurück ins Trainingslager reisen, also knapp zwei Wochen zusammen mit anderen Athleten aus aller Welt. Die gebürtige Schwandorferin verfolgt im Livestream Wettkämpfe der anderen Athleten, nicht alles natürlich: "Das ist eine gute Möglichkeit mich auf das einzustimmen, was vor mir liegt."

Freitag um 13 Uhr MEZ

Am Freitag wird es für Corinna Schwab ernst, wenn um 13 Uhr MEZ der Vorlauf der 4x400-Meter-Mixed-Staffel ansteht. Die Aussichten für das deutsche Quartett sind gemischt: Auf der einen Seite liefen Marvin Schlegel (LAC Erdgas Chemnitz), Manuel Sanders (LG Olympia Dortmund), Ruth-Sophia Spelmeyer-Preuß (VfL Oldenburg) und Corinna Schwab (LAC Erdgas Chemnitz) Mitte Juni in Regensburg Bestzeit in diesem Jahr: 3:13,57 Minuten. Auf der anderen Seite waren 2019 in Doha fünf Teams, darunter die Favoriten aus den USA, schneller als die vier Deutschen in Regensburg.

Unklar sei jedoch, so vermutet das Portal leichtathletik.de, welche Langsprinterinnen und -sprinter bei den Olympischen Spielen zum Einsatz kommen. Setzen die 15 teilnehmenden Teams auf ihr bestes Personal oder konzentrieren sie sich auf die klassischen 4x400-Meter-Staffeln? Spannend sei auch die Frage, in welcher Reihenfolge die jeweiligen Quartette ihre Läuferinnen und Läufer ins Rennen schicken. In internationalen Rennen ist die Reihenfolge Mann – Frau – Frau – Mann die übliche; das DLV-Team rannte allerdings mit den Männern zuerst zur Weltjahresbestleistung.

400 Meter Einzel am Dienstag, 3. August

Für den Einzellauf über die 400 Meter der Frauen ist Corinna Schwab qualifiziert. Hier ist der erste Vorlauf Dienstag früh, 3. August, angesetzt, um 2.45 Uhr MEZ (9.45 Uhr Tokio-Zeit). Amtierende Olympiasiegerin ist hier Shaunae Miller-Uibo (Bahamas) mit 49,44 Sekunden. Den Weltrekord über diese Distanz hält immer noch Marita Koch, die 1980 für die DDR in 47,60 Sekunden Gold holte. Corinna Schwab (Bestzeit: 51,73) könnte ein drittel Mal starten, am Donnerstag, 5. August, in der 4x400-Meter-Frauen-Staffel (12.25 Uhr MEZ, 19.25 Uhr Tokio-Zeit).

Corinna Schwab: Der Traum von Olympia rückt näher

Amberg
Hintergrund:

4x400-Meter-Mixed-Staffel

  • Weltmeister 2019: USA (3:09,34 Minuten)
  • Weltjahresbeste 2021: Deutschland (3:13,57 Minuten)

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