18.02.2021 - 14:13 Uhr
AmbergSport

Corinna Schwab will ihren Titel über 400 Meter verteidigen

Corinna Schwab startet am Wochenende bei der nationalen Hallenmeisterschaft in Dortmund über die 400 Meter. Die 21-Jährige aus Hiltersdorf (Kreis Amberg-Sulzbach) läuft dabei in einer ungewohnten Rolle.

Corinna Schwab freut sich auf die deutsche Meisterschaft.
von Reiner Fröhlich Kontakt Profil

Am kommenden Wochenende findet die deutsche Meisterschaft der Leichtathleten statt - coronakonform, ohne Zuschauer, mit weniger Sportlern als sonst. Corinna Schwab startet in Dortmund in der Halle über ihre Paradedisziplin 400 Meter. In ungewohnter Rolle, denn die Athletin aus Hiltersdorf, die seit 1. Januar 2021 das Trikot der LAC Erdgas Chemnitz trägt, ist Titelverteidigerin über diese Distanz: Am 23. Februar 2020 gewann die gebürtige Schwandorferin die 400 Meter in der Halle in 52,65 Sekunden.

Zweimal 200 Meter

Als Vorbereitung auf Dortmund sprintete Schwab in Leipzig bei einem Meeting vor einer Woche die 200 Meter in 23,00 Sekunden - eine Top-Zeit. Ihre persönliche Bestzeit verbesserte die 21-Jährige auf dieser Distanz damit um vier Zehntel. "Das war ein guter Test, zweimal die 200 in kurzer Zeit hintereinander. Das ist wichtig für die 400 Meter, ein besseres Training", erklärt Corinna Schwab.

In Berlin vor zwei Wochen lief sie die 60 Meter. "Zu den 400 Metern gehören auch die Unterdistanzen, und da muss man auch schnell sein. Man hat auch mal ein anderes Erlebnis, das hat Spaß gemacht, überhaupt bei so einem Meeting wie in Berlin laufen zu dürfen." Sie hatte in Chemnitz mit 7,35 Sekunden über 60 Meter bereits eine gute Zeit hingelegt - und bekam die Einladung für Berlin.

Finale am Sonntag

In Dortmund steht am Samstag um 14.30 Uhr das Halbfinale über die 400 Meter an, am Sonntag um 15.20 Uhr das Finale. Die Teilnehmerzahl im Halbfinale ist wegen Corona auf zwölf beschränkt. "Ich reise als Jahresbeste und Titelverteidigerin an, deswegen möchte ich meine Form der letzten Wochen bestätigen. Ich will in Dortmund zwei gute Rennen machen, die Leistung der anderen kann ich eh' nicht beeinflussen", erklärt Corinna Schwab. Sie ist gegen ihre Konkurrentinnen schon mehrerer Rennen gelaufen, "man kennt sich", sagt sie. "Wir haben inzwischen eine relativ gute Breite, was die Leistung betrifft. Man kann sich keine Fehler erlauben. Jede will gut drauf sein."

EM in Polen das Ziel

Die Athletin der LAC Erdgas Chemnitz hofft, dass sie sich für die Europameisterschaft in der Halle in Torun in Polen Anfang März qualifizieren kann. "Das wäre der internationale Höhepunkt der Hallensaison", sagt Schwab.

Sie kann am Olympiastützpunkt in Chemnitz fast normal trainieren, und ist froh und dankbar, dass es Veranstalter wie in Dortmund gibt, die Wettkämpfe abhalten. "Dort gibt es ein Riesen-Hygienekonzept, weil sich viele Menschen dahinter klemmen, damit wir die Möglichkeit haben, zu rennen." Die täglichen Einschränkungen sind für sie so gut wie keine mehr: Maske tragen, Hände desinfizieren, Abstand halten. "Das ist Alltag geworden", sagt Schwab.

Normalerweise - in Nicht-Corona-Zeiten - würde die Chemnitzer Leichtathletik-Truppe mit dem Vereinsbus zu einer Meisterschaft anreisen. Jetzt dürfen nur zwei im Auto sitzen, damit machen sich am Freitag einige Pkw aus Sachsen mit Zweierteams auf den Weg nach Nordrhein-Westfalen: Läufer, Springer und Werfer der LAC Erdgas Chemnitz.

Corinna Schwab über leere Stadien, hohe Temperaturen und ihre Rekordzeit

Amberg
Info:

Corinna Schwab und ihre Titel 2020 über 400 Meter

  • Deutsche Meisterin in der Halle in 52,65 Sekunden
  • Deutsche Meisterin im Freien in 51,73 Sekunden

 

 

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