14.12.2020 - 16:11 Uhr
AmbergSport

Eishockey: ERSC Amberg hakt die Saison 2020/21 ab

Der harte Lockdown kommt, eine Fortsetzung der Eishockey-Bayernliga ist offen. Im Interview sagt ERSC-Obmann Chris Spanger, was Sache ist – und äußert sich über Ex-Spieler der Löwen, die jetzt woanders auftrumpfen.

Hier noch im Trikot des ERSC Amberg mit der Rückennummer 26: Der Kanadier Liam Blackburn geht vom Eis. Obmann Chris Spanger hofft, dass er und David Norris wieder zum ERSC zurückkehren werden.
von Reiner Fröhlich Kontakt Profil

ONETZ: Timon Bätge, Markus Babinsky, David Norris und Liam Blackburn. Vier Spieler des ERSC Amberg sind Corona-bedingt jetzt bei anderen Vereinen und glänzen dort. Sehen Sie das mit einem lachenden oder nur mit einem weinenden Auge?

Chris Spanger: Ich habe ihnen ermöglicht, dass sie weiter spielen können. Damit meine ich jetzt nur die aktuelle Saison, weil es bei uns nicht möglich war. Vor allem betrifft das Liam Blackburn und David Norris. Dass die beiden nur hier herum sitzen und nichts machen können, fand ich nicht okay.

ONETZ: Sie sprechen nur von der aktuellen Saison. Heißt das, dass die beiden wieder zurück kommen könnten?

Chris Spanger: Ich habe zu beiden Kontakt. Zu Liam habe ich ein sehr gutes Verhältnis. Ich habe auch nach dem Spiel in Passau, als er den Siegtreffer erzielte, mit ihm geredet. Wir hoffen, dass sie wieder zu uns kommen, aber was die Zukunft bringen wird, kann ich natürlich nicht sagen.

ONETZ: Was wäre denn ohne Corona in dieser Saison möglich gewesen?

Chris Spanger: Wir haben das eine oder andere Spiel etwas unglücklich verloren. Wenn David sich hier eingewöhnt hätte, dann hätten wir in der Bayernliga gut mithalten können.

ONETZ: Was heißt für Sie "gut mithalten"?

Chris Spanger: Ich denke, dass wir uns irgendwo im Mittelfeld platziert und für die eine oder andere Überraschung gesorgt hätten.

ONETZ: Ist der Weggang der beiden ein großer Verlust für den ERSC?

Chris Spanger: Wir spielen im Moment nicht. Ich hätte die beiden gerne auch nächste Saison wieder hier in Amberg. Das ist schade, dass nicht nur die beiden weg sind. Es ist aber allgemein schade, dass der ganze Verein nicht spielen kann.

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Amberg

ONETZ: Glauben Sie, dass es im Januar weiter gehen wird oder haben Sie die Saison schon abgehakt?

Chris Spanger: Wenn ich es realistisch sehe, kann ich mir nicht vorstellen, dass wir weiter spielen werden. Vor allem vor dem harten Lockdown. Ich glaube auch nicht, dass in der Bayernliga alle Stadien so lange offen bleiben, bis es eventuell weiter gehen könnte.

ONETZ: Falls es doch weiter geht, sehen Sie dann es ein bisschen als Wettbewerbsverzerrung an, dass der ERSC vier gute Spieler abgegeben hat?

Chris Spanger: Dadurch dass es keinen Auf- und Abstieg gibt, spielt das keine Rolle. Es wäre für uns aber die Möglichkeit, den einen oder anderen Nachwuchsspieler einzusetzen.

ONETZ: Planen Sie denn überhaupt noch für die Saison 2020/21?

Chris Spanger: Ich gehe nicht davon, dass hier noch irgendetwas passieren wird. Die Planung wird demnächst für die neue Saison beginnen.

Hintergrund:

Ex-ERSC-Spieler Corona-bedingt bei anderen Vereinen

  • Torwart Timon Bätge: Seit Wochen starke Leistungen bei den Blue Devils Weiden
  • Stürmer David Norris: Gelang bei seinem Österreich-Einstand für die Steel Wings Linz gleich ein Treffer
  • Verteidiger Markus Babinsky: Nach Rückkehr zu Höchstadt zwei Siege mit den Alligators (3:2 n.V. gegen Rosenheim, 6:2 in Lindau)
  • Stürmer Liam Blackburn: Einstand nach Maß bei Passau Black Hawks. Blackburn erzielte gegen SC Riessersee Siegtreffer zum 2:1 in der Verlängerung (erste Punkte der Hawks in dieser Saison überhaupt)

 

 

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