30.11.2020 - 19:34 Uhr
AmbergSport

Eishockey: ERSC Amberg muss mindestens bis 10. Januar 2021 warten

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Vor dem 11. Januar 2021 wird es in Bayern kein Eishockey geben, verkündet der Verband und reagiert damit auf den verlängerten Lockdown. In der Amberger Eishalle bleibt aber vorerst das Eis - auch dank der Corona-Hilfe.

Keine Diskussion: Vor dem 11. Januar wird nicht Eishockey gespielt.
von Reiner Fröhlich Kontakt Profil

Der sogenannte "Lockdown Light" wurde bis zum 20. Dezember verlängert, der Bayerische Eissportverband hat nun die Konsequenz daraus gezogen. Eishockey sollte mit Beginn des Dezembers wieder den Trainingsbetrieb aufnehmen, daraus wird nichts. Auch nicht mit dem Spielbetrieb, der am kommenden Wochenende 7./8. Dezember wieder beginnen sollte. "Die seit dem 2. November bestehende Unterbrechung des gesamten BEV Spielbetriebs wird bis einschließlich 10. Januar 2021 verlängert", teilte Frank Butz, Eishockeyobmann des Bayerischen Eissport-Verbandes, mit.

Für den Betreiber der Amberger Eishalle ist dennoch unklar, wie lange das Ganze noch in dieser Form andauern wird: Training verschoben, Spielbetrieb verschoben, auch kein öffentlicher Lauf. "Das Eis wird aufrecht erhalten, wir tauen noch nicht ab", erklärte Wolfgang Streich vom Betreiber ESC Amberg. Die Stadt habe ihn um eine Aufstellung der gesamten Kosten gebeten. "Das bereite ich in der nächsten Woche auf, und dann wird irgendwann eine Entscheidung getroffen. Das hängt natürlich von Eishockey ab. Bis 10. Januar ist alles ausgesetzt. Aber was ist danach?" fragt Streich. Womöglich gehe es ab dem 11. Januar weiter - oder auch nicht. Wenn abgetaut wird, dann "ist die Saison gelaufen", so Streich.

Er hat Corona-Hilfe beantragt, um das Minus einigermaßen auszugleichen. Für den Monat November. "Genauso wie jeder Gastronom konnte ich die Eishalle nicht aufmachen. Also bekomme ich 75 Prozent des Umsatzes vom Jahr 2019. Wie die Gaststätten auch", erklärt Streich. Insofern könne er mit diesem Geld, das vorher nicht eingeplant war, schon ein bisschen operieren. "Ich habe jetzt einen Abschlag von 10 000 Euro bekommen. Das wurde der Eishalle genauso genehmigt wie den Gastronomen, die schließen mussten."

Die Stadt schießt ebenfalls einiges zu, um unter anderem auch den Sommerbetrieb mit Personalkosten und Wartungsarbeiten zu finanzieren. "Wenn die Stadt sagt, ich soll das Eis aufrecht erhalten, dann tue ich das. Ich kann das solange machen, wie es wirtschaftlich ist. Wenn es das nicht mehr ist, dann kündige ich den Betreibervertrag. Denn die Stadt ist Eigentümer der Halle. Und wenn die Stadt die Halle schließt genauso wie sie das Schwimmbad geschlossen hat, dann ist zu." Wenn aber entschieden wird, wegen Eishockey das Eis zu halten, dann läuft das Ganze weiter. "Wie lange, das wüsste ich gerne", sagt Wolfgang Streich.

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