09.09.2021 - 16:44 Uhr
AmbergSport

FC Amberg nach späten Gegentoren auf Ursachensuche

In vier Punktspielen der Landesliga Mitte hat der FC Amberg spät noch ein Tor kassiert und dadurch entweder verloren oder den Sieg verschenkt. Trainer Karl-Heinz Wagner spricht im Interview über die Ursachen – und hat eine Lösung.

Immer wieder ist beim FC Amberg Trost angesagt. Die Mannschaft spielt gut, hält lange mit – aber dann "fehlen hinten raus die Körner", sagt Trainer Karl-Heinz Wagner.
von Reiner Fröhlich Kontakt Profil

ONETZ: In vier von zehn Partien gab's in der Nachspielzeit ein Gegentor mit fatalen Folgen. Woran liegt es?

Karl-Heinz Wagner: Das ist rational nicht zu erklären. Es liegt sicherlich teilweise an der Unerfahrenheit, es liegt teilweise daran, dass ich Spieler einsetzen musste, die aus dem Urlaub kamen, nicht trainiert hatten oder verletzt waren. Und ich habe auf der Bank niemanden mehr sitzen gehabt.

ONETZ: Welche Spieler mussten Sie notgedrungen einsetzen?

Karl-Heinz Wagner: Marcel Hack war fünf Wochen auf Offizierslehrgang bei der Bundeswehr. Er konnte nicht trainieren und hat am Wochenende gespielt. Ich musste ihn einsetzen. Ich habe Daniel Bosser eingesetzt, der zwei Wochen gesperrt war und dann eine Woche im Urlaub. Das sind nur zwei Beispiele von vielen. Da haben hinten raus die Körner einfach gefehlt. Deswegen ist einiges nachvollziehbar.

ONETZ: Haben Sie bei den knappen Niederlagen den Spielern auf dem Platz erklärt, wie sie sich verhalten sollen?

Karl-Heinz Wagner: Da gibt es sicherlich auch taktisches Fehlverhalten. Aber da kann man von außen viel reinrufen, es hilft oft nichts. Ich habe ihnen auch nicht nur letzte Woche gesagt, was zu tun ist. Das sage ich in jeder Ansprache vor dem Spiel. Die Spieler bekommen den Gegner von mir präsentiert, welche Stärken und Schwächen er hat. Sie setzen es auch die meiste Zeit sehr gut um. Wir haben in Seebach beim Tabellenzweiten auf Augenhöhe gespielt und hätten ein Unentschieden verdient gehabt.

ONETZ: Sind Sie mit Manuel Baumgärtner als Torwart nach dem Abgang von Michael Heisig zufrieden?

Karl-Heinz Wagner: Absolut. Mit ihm sind wir aufgestiegen. Er macht seine Sache gut. Sein Problem ist, dass er sehr verletzungsanfällig war. Ich hoffe, dass es besser läuft heuer. Wir haben ja keine Möglichkeit mehr, nach zu justieren. Das ist unser geringstes Problem.

ONETZ: Was ist das größte Problem?

Karl-Heinz Wagner: Ich bräuchte noch drei Spieler mit Landesliga-Qualität. Die die jungen Spieler führen und anweisen. Einer sollte auch torgefährlich sein, denn Dennis Kramer macht zwar seine Tore, aber Maximilian Witzel fehlt uns wegen seiner Verletzung schon seit sieben Spielen. Er ist schnell und gefährlich.

ONETZ: Beim TSV Bad Abbach steht am Samstag das nächste Auswärtsspiel an. Hoffen Sie, dass Ihre Mannschaft dann 95 Minuten aufpasst?

Karl-Heinz Wagner: Nein, ich hoffe, dass das Spiel keine 95 Minuten dauert (lacht). Ich habe beim Bayerischen Fußballverband den Antrag gestellt, dass das Spiel in der 85. Minute abgepfiffen wird. Dann hätten wir sieben Punkte mehr. Auf der Bank sieht es wieder besser aus. Matthias Brinster kommt zurück, und auch Fabian Göbel ist wieder fit.

FC Amberg verliert wieder durch ein spätes Gegentor

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