07.11.2021 - 10:37 Uhr
AmbergSport

FC Amberg: Vergebene Torchancen rächen sich

Es war wieder ein Spiel, das der FC Amberg nicht hätte verlieren müssen. Und doch stand er nach der Heimpartie in der Landesliga Mitte gegen den TSV Bogen mit leeren Händen da. Auch, weil der Gästetrainer ein glückliches Händchen hatte.

Der Bogener Doppeltorschütze Patrick Fuchs (links) schiebt hier in der 68. Minute zum 1:1-Ausgleich ein. Torhüter Manuel Baumgärtner (Mitte) vom FC Amberg kann den Ball nicht mehr erreichen, Marcel Hack (Mitte verdeckt) grätscht am Ball vorbei und Mittelfeldspieler Marco Helleder (rechts) kann nicht mehr eingreifen.
von Klaus HöglProfil

Diese Niederlage schmerzt: Am 19. Spieltag der Fußball-Landesliga Mitte unterlag der FC Amberg am Samstag dem TSV Bogen mit 1:2 (1:0). Vor der Pause war der FC Amberg druckvoll, präsent, hatte Spiel und Gegner deutlich im Griff, war agiler. Dennis Kramers Geste (36.) war symptomatisch: Ambergs Sturmführer schlug die Hände vor's Gesicht, nachdem er mit einer klaren Chance am blitzschnell reagierenden Torhüter Lukas Krbecek gescheitert war.

Die 1:0-Führung der Amberger durch Nick Sperlich (18.) war viel zu wenig, gemessen an dem, was sich die Mannschaft von Trainer Karl-Heinz Wagner an Chancen erarbeitete - und vergab. Göbl schob den Ball freistehend am leeren Tor vorbei (25.), Maximilian Witzel hatte nur mehr den Torwart vor sich, schob den Ball an den Pfosten, viermal war Defensivspieler Mario Schmien nach Ecken per Kopf zur Stelle. Amberg erarbeite sich eine Fülle von Möglichkeiten, war weitaus besser disponiert als Bogen und hätte deutlich führen müssen. "Zur Halbzeit waren wir eigentlich schon aus dem Spiel", sagte Bogens Trainer Manfred Stern.

"Mussten deutlicher führen"

Letztlich bewahrheitete sich die alte Weisheit, dass sich vergebene Chancen rächen. "Wir hatten das Spiel vor der Pause in der Hand, mussten einfach deutlicher führen", kritisierte Wagner. Die zweite Hälfte begann mit einer Verletzung von Torhüter Baumgärtner (48.), dann musste Müller, für den verletzen Daniel Bosser ins Spiel gekommen, behandelt werden, beide spielten weiter.

Gleichwohl kippte die Begegnung, die Niederbayern verstärkten Abwehr und Mittelfeld, hatten nur mehr zwei Stürmer vorne. Damit tat sich Amberg schwer, ohne das Spiel gänzlich aus der Hand zu geben. In der 65. Minute dann die entscheidende Einwechselung: Trainer Stern brachte Angreifer Patrick Fuchs. Der war kaum im Spiel, da schoss er das 1:1 und dann auch noch das völlig überraschende 1:2, dem ein leichtfertiger Ballverlust im Mittelfeld vorausging - das Spiel war auf den Kopf gestellt.

Glücklicher Sieger

Da erwies sich Bogen als richtig gestandene, robuste Landesligamannschaft, noch dazu hatte Philipp Götz das mögliche 2:1 für Amberg liegengelassen. Bogen gewann ohne besser zu sein, schade um die möglichen Punkte, stattdessen leere Hände für Amberg. Aber wer es vor der Pause versäumt, einen deutlichen Vorsprung herauszuschießen, muss damit leben.

FC Amberg - TSV Bogen 1:2 (1:0)

FC Amberg: Baumgärtner, Hack, Schmien, Helleder (75. T. Götz), Witzel (85. Kilic), Göbl (70. P. Götz), Bosser (13. Müller), Brinster, Kramer, Sperlich, Burger

TSV Bogen: Krbecek, Sigl, Kenneder, Subara, Käufl (90. Henschl), Seer (65. Fuchs), Moosbauer, Karl, Sidibe (57. Gegenfurtner), Gayring (77. Menacher), Warminski

Tore: 1:0 (18.) Nick Sperlich, 1:1/1:2 (68./80.) Patrick Fuchs – SR: Holger Hofmann (TSV Langenfeld) – Zuschauer:250

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